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My Bloody Valentine 3-D

(My Bloody Valentine 3-D, 2009)

Dt.Start: 20. Mai 2009
DVD: 06. Oktober 2009
Premiere: 16. Januar 2009 (USA)
FSK: ab 18 Genre: Horror, Thriller
Länge: 101 min Land: USA
Darsteller: Jensen Ackles (Tom), Jaime King (Sarah Palmer), Kerr Smith (Axel Palmer), Edi Gathegi (Deputy Martin), Andrew Larson (Noah Palmer), Kevin Tighe (Mayor Ben), Marc Macaulay (Riggs), Tom Atkins (Burke), Betsy Rue (Irene), Selene Luna (Inn Keeper), Brandi Engel (Teen Straggler), Megan Boone (Megan), Todd Farmer (Frank the Trucker), Richard John Walters (Harry Warden), Michael McKee (Jason), Liam Rhodes (Michael), William Kania (Deputy Sherriff Murdock)
Regie: Patrick Lussier
Drehbuch: Todd Farmer, Zane Smith


Inhalt

Zum zehnten Jahrestag des Massakers von Valentine, welches 22 Menschen das Leben kostete, kehrt Tom in seine Heimatstadt zurück. Doch anstatt in alten Erinnerungen zu schwelgen, gerät er mitten ins Fadenkreuz der Ermittler und wird zu einem der Hauptverdächtigen im Mordfall. Seine alte Liebe Sarah ist dabei die Einzige, die von seiner Unschuld überzeugt ist.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

My Bloody Valentine 3-D hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 55%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Dimitrios Athanassiou
My Bloody Valentine 3-D hat eine Wertung von 55%
Horrorfilme funktionieren am besten, wenn sie den Zuschauer regelrecht in die Handlung hineinziehen. Wenn das schon wegen atmosphärischer Schwächen nicht gelingen kann, wird es in Zukunft vielleicht möglich sein, dem Zuschauer den Horror quasi auf den Schoss plumpsen zu lassen. My Bloody Valentine 3-D ist in diesem Sinne ein typischer Vertreter der Slasher-Schiene und arbeitet nach etablierten Mustern: In diesem Falle treibt ein unidentifizierbarer, Gasmaske tragender Massenmörder in einer Kleinstadt sein Unwesen und massakriert erbarmungslos seine Opfer mit einer Spitzhacke.

Bild aus My Bloody Valentine 3-D Die Zukunft gehört 3D, heißt es. Aktuell boomen diese Streifen, und tatsächlich scheint die dritte Dimension die Kinoleinwand endgültig erobert zu haben. Inzwischen sind es nicht nur Animationsabenteuer, wie Bolt - Ein Hund für alle Fälle oder Monsters vs. Aliens, die in diesem Stil in speziell ausgerüsteten Kinos zu sehen sind. Mit Reise zum Mittelpunkt der Erde erschien kürzlich der erste abendfüllende Realspielfilm in diesem Look; Final Destination 4 wird ebenfalls in 3D gedreht und für Ende 2009 kündigte Titanic-Regisseur James Cameron den Science-Fiction-Knüller Avatar - Aufbruch nach Pandora an. Der soll nicht nur komplett in 3D sein, sondern gar derart revolutionär, dass er die digitale Technik gleich "neu erfindet".

Zwischendurch gibt sich My Bloody Valentine 3-D die Ehre, verpasst dem Horrorgenre eine weitere Dimension und präsentiert der Fangemeinde einen neuen und spitzhackeschwingenden Psychopathen. "Entstanden" ist dieser Irre durch ein Grubenunglück. Der junge Bergarbeiter Tom Hanniger (Jensen Ackles) war verantwortlich für einen Unfall, bei dem fünf Menschen ums Leben kamen. Ein weiterer, Harry Warden, konnte lebendig geborgen werden, lag aber anschließend im Koma. Genau ein Jahr nach dem Unglück, pünktlich zum Valentinstag, erwachte er plötzlich und schlachtete bestialisch 22 Menschen ab, bevor er vom Sheriff zur Strecke gebracht wurde. Tom verschwand anschließend aus dem Städtchen und das Leben begann allmählich wieder seinen gewohnten Gang anzunehmen. Das Verbrechen war beinahe raus aus den Köpfen der Bewohner. Aber genau ein Jahrzehnt nach dieser Bluttat zieht es Tom zurück in seine Heimatstadt.

Vieles hat sich indes verändert: Seine Freundin ist inzwischen mit dem neuen Sheriff verheiratet und hat mit diesem einen gemeinsamen Sohn. In der Stadt ist ohnehin niemand über Toms erscheinen besonders glücklich. Seine Gegenwart weckt zu viele lang verdrängte Erinnerungen. Nur seine Ex-Flamme scheint seiner Wiederkehr etwas abgewinnen zu können. Kaum aber ist Tom wieder in der Stadt, geschehen erneut furchtbare Morde. Die Unglücklichen werden regelrecht ausgeweidet und gelegentlich schickt der Übeltäter der Polizei sogar das Herz eines der Opfer in einer herzförmigen Valentinstag-Pralinenschachtel.

Mehr durch Zufall fällt dem Sheriff das Video vom Ort eines der Massaker in die Hände. Zu sehen ist ein Unbekannter in Bergarbeiterlook inklusive Gasmaske und Spitzhacke. Tom ist aber ebenfalls kurz im Bild. Ist er möglicherweise der (neue) Schlächter oder ist Harry Warden gar von den Toten auferstanden? Tatsächlich, mit solch metaphysischen Fragen darf sich herumgeplagt werden, während die Kleinstadt langsam entvölkert wird. Die Dorfpolizisten denken aber nicht im Traum daran, um Hilfe zu ersuchen. Wo bleiben das FBI, die SWAT-Teams, Robocop oder Batman. Nein, ganz alleine zieht die Dorfpolente gegen den übermächtigen Unhold zu Felde.

Doch mit solchen Gedanken sollte man sich nicht allzu lange aufhalten. Logikfehler im Plot würde man reichlich finden. Wobei von Plot zu sprechen eigentlich schon vermessen ist. My Bloody Valentine 3-D ist ein ganz typischer Genrestreifen, der nichts anderes will, als seine klar definierte Zielgruppe zu unterhalten. Die Fans haben ohnehin lange auf das Remake gewartet. Das Original stammt, wie die Mutter aller Slasherfilme Halloween - Die Nacht des Grauens, ebenfalls aus dem Jahre 1979 und vielleicht sollte es deshalb nicht verwundern, dass der Valentine-Psycho, ähnlich wie Jason, eine Maske trägt. Neuer zusätzlicher Effekt: Er atmet schwer und unheilvoll durch die Selbige. Wenn er jetzt noch ICH BIN DEIN VATER LUKE (oder Tom oder wer auch immer) sagen und die Spitzhacke rot glühen würde - aber Spaß beiseite. Wobei man dem Film einige witzige und abgedrehte Einfälle zugutehalten muss; ebenso wie eine gehörige Portion makaberer Situationskomik. Es ist eben dieser extrem überzeichnende und comichafte Stil, der zeigt, dass es nicht ernst verstanden sein will.

Dennoch ließe sich hier-und-da noch was aussetzen: Das schauspielerische Niveau entspricht dem einer beliebigen Daily-Soap, die Dramaturgie ist extrem simpel gestrickt und der Handlungsverlauf, abgesehen vom Ende, sehr voraussehbar. Nebst viel blutigem Fleisch gibt es zur "Stimmungsförderung" viele nackte Tatsachen; für einen amerikanischen Film außergewöhnlich, aber vielleicht gehört das bei dem Genre irgendwie dazu. Dass dann die wesentlichen Rollen obendrein mit sehr gut aussehenden Menschen belegt sind und zwei Frauen, die wie Models aussehen, in dieser Story im Supermarkt arbeiten, sollte schon gar nicht mehr stören. Hier ist eben alles auf den Schock(Effekt) getrimmt und der Rest nur noch Verzier. Ob nun die dritte Dimension und auf die Zuschauerreihen zufliegende Mordinstrumente und abhandengekommene Körperteile den ultimativen Kick bringen und alle filmischen Schwächen vergessen machen, sei dahingestellt. Die Fans werden es möglicherweise lieben.



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