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Hexe Lilli - Der Drache und das magische Buch(Hexe Lilli, 2008)
| Dt.Start: |
19. Februar 2009 DVD: 05. November 2009
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Premiere: |
10. November 2008 (Festival, USA) |
| FSK: |
o.A.
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Genre: |
Familie |
| Länge: |
89 min
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Land: |
Deutschland |
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Darsteller:
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Alina Freund (Lilli), Michael Mittermeier (Hektor), Ingo Naujoks (Hieronymus), Anja Kling (Mutter), Pilar Bardem (Surulunda), Marie-Lou Bäumer, Leonard Boes (Jonas), Yvonne Catterfeld (Hübsche Blondine), Irm Hermann (Immobilienmarklerin), Sami Herzog (Leon), Antonia Cäcilia Holfelder (Lehrerin Grach), Karl Markovics (Alfred), Adele Neuhauser (Surulunda), Sven Pippig (Mops als Mensch), Dierk Prawdzik (Bodybuilder), Erik Jan Rippmann (Monas Vater), Erwin Steinhauer (Serafim), Theo Trebs (Andreas), Antonia von Melville (Mona) |
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Regie:
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Stefan Ruzowitzky |
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Drehbuch:
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Stefan Ruzowitzky, Armin Toerkell, Ralph Martin |
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 Inhalt
Der böse Magier Hieronymus hat sich mal wieder bei der Zauberhexe Surulunda eingeschlichen, um das Hexenbuch zu klauen. Zu einem ziemlich ungünstigen Zeitpunkt, denn gerade schickt sie das mächtige Zauberbuch und den Drachen Hektor auf die Suche nach einer jüngeren Superhexe. Es wurde die kleine Lilli ausgewählt, doch als Hektor sie entdeckt, glaubt er bei dem chaotischen Mädchen an einen Irrtum. Außerdem ist schon Gefahr in Gestalt von Hieronymus im Anmarsch, der das Buch und somit die Weltherrschaft an sich reißen will. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Dimitrios Athanassiou
Bibi Blocksberg the next Generation - oder so ähnlich. Auf verschlungenen kosmischen Pfaden landet das mächtige Zauberbuch der ehrwürdigen Hexe Surulunda, samt verfressenem Minidrachen Hektor, in unserer Dimension und in den Händen der kleinen Lilli. Das Schicksal hat sie offenbar zu Surulundas Nachfolgerin auserkoren. Der oberfiese Zauberer Hieronymus möchte aber auch in den Genuss der Kräfte des magischen Buches kommen und macht fortan Lilli das Leben mächtig schwer. Nett gemachtes und kindgerecht inszeniertes Fantasyabenteuer nach den Kinderbüchern des Erfolgsautors Knister.
Oberfiesling Hieronymous (Ingo Naujocks) schreckt aber auch vor keiner Niedertracht zurück: getarnt als unschuldige Bauermaid (Yvonne Catterfield), die in dem Fummel eigentlich wie eine Mischung aus einem Hugh-Haffner-Haserl und Paris Hilton im Dirndl aussieht, schleicht er sich bei der altehrwürdigen großen Hexe Surulunda (Pilar Bardem) ein; hätte sie beinahe übertölpelt und ihr mächtiges Zauberbuch gestohlen. Wäre ihm das gelungen, würde ihn keine Macht mehr stoppen können. Er wäre zum mächtigsten Zauberer aufgestiegen, könnte in aller Ruhe seine Weltbeherrschungs-Maschine bauen und die Menschen unterjochen. Glücklicherweise gelang es dem kaum flugfähigen Flugdrachen Hektor (Stimme: Michael Mittermeier) die Gefahr noch im letzten Augenblick abzuwenden.
Hexe Surulunda ist aber eines klar: Ihre Zeit als mächtige Zauberin neigt sich dem Ende entgegen. Die Kräfte beginnen sie allmählich zu verlassen. Das nächste Mal geht es vielleicht nicht mehr gut aus. Das darf auf keinen Fall passieren. Es wird Zeit eine Nachfolgerin zu suchen und auszubilden. Und da das Zauberbuch über einen eigenen Willen verfügt, wird es selber die geeignete Kandidatin auswählen - ob in dieser Welt oder einer anderen. Hektor darf gleich mit und die Ausbildung der jungen Hexe überwachen. Beide landen in unserer Welt, bei Lilli (Alina Freund) zu Hause, erzeugen ein heilloses Durcheinander und treiben Lillys Mutter (Anja Kling) fast in den Wahnsinn. Zu allem Übel hat auch Zauberer Hieronymous den Weg in unsere Welt gefunden und er ist alles andere als freundlich gesonnen.
Der Clou des gesamten Streifens ist der verfressene CGI-Flugdrache Hektor, der seiner Leibesfülle wegen kaum der Gravitation zu entrinnen vermag. Kabarettist und sympathisches Schandmaul Michael Mittermeier leiht ihm seine Stimme und macht ihn mit coolen Sprüchen zum heimlichen Star des Films. Das nette Untier erinnert ein bisschen an einen anderen kleinen Drachen aus dem Disney-Animationsabenteuer Mulan Mushu, dem im Original Eddie Murphy seine Stimme lieh und der in der deutschen Synchro von Otto Waalkes gesprochen wurde. Die stilistische Ähnlichkeit wird vielleicht dann noch frappierender, wenn man bedenkt, dass auch bei Hexe Lilli - Der Drache und das magische Buch Walt Disneys Produktionsfirma Buena Vista International mit an Board ist. Gut getan hat es der Inszenierung auf jeden Fall: Der ganze Film samt Special Effects sieht eindeutig "wertiger" aus.
Bei der stimmigen Realisation des Films hat der Cast allerdings auch einen gehörigen Anteil geleistet. Nebst des Kurzauftritts der zuckersüßen Catterfield im bäuerlichen Sommerkleid, für die jeder arabische Scheich ohne mit der Wimper zu zucken, sofort fünf- bis zehntausend Kamele locker machen würde, geben sich sowohl Anja Kling aus (T)Raumschiff Surprise: Periode 1 und der WG-Genosse der Tatort-Kommissarin Maria Furtwängler Ingo Naujoks die Ehre. Besonderes Highlight der Auftritt Pilar Berdems, der Mutter Javier Bardems, der letztes Jahr für No Country for Old Men mit dem Oscar für den besten Nebendarsteller prämiert wurde.
Vorlage für den Film lieferten die über zehn Millionen Male verkauften Kinderbücher des Erfolgsautoren Knister. Nachdem die Adaption der Bücher als Zeichentrick-Serie es regelmäßig auf über eine halbe Million Zuschauer brachte, schien es nur logisch, den Sprung auf die Kinoleinwand zu wagen. Es ist mit Sicherheit eine Story für eher jüngere Kinder geworden; wenn auch die Figur des Drachen Hektor frechen Pepp in den Reigen bringt, dass auch ältere Besucher gefallen an der Geschichte finden können. Und auch einige düstere Wendungen, die ein wenig an Momo erinnern, mögen für jüngere Zuschauer sogar eine Portion Grusel enthalten - keine Sorge, es hält sich aber im Rahmen. Hexe Lilli - Der Drache und das magische Buch ist gut taugliche und sauber inszenierte Unterhaltung. Ältere Kinder können sich den Film getrost alleine anschauen, für die Jüngeren ist es sicherlich gut, wenn Mama und Papa greifbar sind.  Weitere interessante Filme
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