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Push

(Push, 2009)

Durchschnittliche Redaktionswertung

39%



Inhalt

Der junge Nick Gant ist ein so genannter Mover. Er besitzt die außerordentliche Fähigkeit, Dinge nur mit seinem Willen zu bewegen. Und er ist nicht allein. In Hong Kong leben viele paranormale Wesen wie er. Als er der 13-jährigen Cassie Holmes begegnet, einer Watcherin, ist es mit der Ruhe vorbei. Bald darauf wird das Duo von einer skrupellosen Spezialeinheit gejagt, die es auf ihre besonderen Eigenschaften abgesehen hat und schon Nicks Vater tötete. Gemeinsam machen sich Nick und Cassie auf die Suche nach Kira, einer Pusherin - und der einzigen Person, der es gelungen ist, sich aus den Fängen der "Division" zu befreien.

Kritik

von Markus Ostertag

Wertung Kritik

39%

Bereits der Anfang des Films macht klar, auf was man sich die nächsten gut 100 Minuten gefasst machen muss. Wenn man zu hören bekommt, dass Menschen aufgrund einer Anomalie besondere Fähigkeiten haben und dafür gejagt werden, lässt einem das mindestens einen Film der Vergangenheit in den Sinn kommen. An sich wäre das noch nicht weiter tragisch, doch leider schafft es Push weder durch Action noch durch innovative Abwandlungen zu überzeugen und lässt den Zuschauer so eher unbefriedigt zurück.

Bild aus Push Etwas Neues zu erfinden und damit die Zuschauer zu begeistern wird immer schwieriger, da man mehr und mehr das Gefühl hat, dass es irgendwie alles schon einmal gab. Das zieht sich nahezu durch alle Genres. Manchmal kommt eine ähnliche Geschichte dummerweise zeitlich sehr nah in die Kinos, man erinnere sich an Madagascar und Tierisch Wild, oft sind es aber auch längere Zeiträume, die dennoch nicht über die Ähnlichkeit der Stories hinwegtäuschen können. So hat man das Szenario der Menschen, die durch eine Anomalie, welcher Art auch immer, übermenschliche Kräfte entwickeln, von den "normalen" Menschen entweder kaum beachtet oder sogar gehasst und von Organisationen und ihrer eigenen "Art" gejagt und niedergestreckt werden, nicht erst einmal zu sehen bekommen. Das prominenteste Beispiel ist hier wohl die X-Men Reihe, die die Messlatte auch gleichzeitig recht weit oben ansetzt. Jüngster Abklatsch nannte sich Jumper und versuchte eher mit spektakulären Kameraaufnahmen und Action zu glänzen, als mit irgendetwas sonst. Da derartige Szenen in Push eher dünn angesiedelt sind, stellt sich die Frage, mit welchem Attribut sich dieser Film von der Masse heben will?

Während es bei X-Men viele verschiedene, individuelle Begabungen gab, konzentrierte man sich bei Jumper auf eine einzige Fähigkeit, nämlich das "Springen" von Ort zu Ort. In Push kehrt man in gewisser Weise zurück zum "Mehr-Fähigkeiten-Modell", teilt diese allerdings in feste Kategorien ein. So gibt es Pusher, Mover, Watcher und Bleeder, um einmal die wichtigsten Gruppen genannt zu haben. Man bekommt zu Beginn des Films noch einige weitere Bezeichnungen um die Ohren gehauen, wohl um zu zeigen, dass es durchaus eine Fülle an Fähigkeiten gibt, doch so richtig präsent bleiben diese im Verlauf des Films nicht.

Der Protagonist, Nick, gehört der Gruppe der Mover (diese haben die Fähigkeit, Dinge zu bewegen, ohne sie zu berühren) an, genauso wie einst sein Vater. Dieser wurde vor den Augen seines Sohnes von der "Division" getötet. Einer Organisation, die Experimente durchführt und Menschen mit besonderen Begabungen jagt und einfängt, um sich eine Armee von Super-Menschen zu erschaffen. Dafür versuchen sie ein Mittel zu entwickeln, das die Fähigkeiten noch verstärken soll. Leider hat dies bislang noch keine Testperson überlebt.

Bis Kira das Mittel injiziert wird, eine Pusherin (sie kann Gedanken in die Köpfe anderer Menschen pflanzen und sie somit quasi fernsteuern). Sie überlebt die Spritze und kann anschließend fliehen. Dabei nimmt sie sogar eine Spritze mit dem Mittel, die da noch so herumliegt, mit. Das gefällt der "Division" natürlich überhaupt nicht und so wird sie zur Gejagten Nummer 1.

Dies stellt gewissermaßen den Ausgangspunkt für die gesamte Handlung dar. Es kommt noch die 13jährige Cassie ins Spiel, eine Watcherin. Sie hat die Fähigkeit, die Zukunft zu sehen. Diese erscheint ihr mittels Bildern, die sie in ihren Block zeichnet. Auch ihre Mutter hat diese Gabe und befindet sich deshalb in den Händen der Division. Cassie tritt an Nick heran, um gemeinsam mit ihm die geflohene Kira zu finden. Doch natürlich sind die Beiden aufgrund der ausgeschriebenen Belohnung nicht die Einzigen mit diesem Ziel und so müssen sie sich nicht nur gegen die Division, sondern auch gegen so manch anderen Gegner wehren.

Mit einer zumindest einigermaßen logiklückenfreien Handlung und der richtigen Portion Action hätte Push tatsächlich ganz nett werden können. An den "großen Bruder" X-Men hätte es zwar mit Sicherheit nicht herangereicht, aber den Kollegen Jumper hätte man sicherlich abhängen können. Leider hakt es aber an beiden Fronten, was dem Gesamteindruck nicht wirklich zuträglich ist. So erlaubt sich der Film von Paul McGuigan, der mit Lucky Number Slevin eigentlich bewiesen hat, dass er durchaus intelligente und witzige Filme inszenieren kann, den ein oder anderen Patzer in der Geschichte und an der Action wurde auch generell gespart. Es gibt zwar durchaus ein paar Kampfszenen und sonstige Einlagen (hier kommen auch die Bleeder ins Spiel), doch so richtig will einen der Film einfach nicht fesseln. Dabei ist er zu keinem Zeitpunkt wirklich langweilig und legt sogar eine gewisse Komik an den Tag, plätschert aber im Großen und Ganzen nur so dahin. Womit wir bei der Ausgangsfrage wären: Womit soll sich Push aus dem Einheitsbrei hervorheben? Die Antwort lautet hier leider: Nichts.

Da können auch Namen wie Dakota Fanning, die in die Rolle der kecken Cassie schlüpft, oder auch Chris Evans als Nick und Camilla Bell als Kira nicht mehr viel ausrichten. Zwar machen sie gute Arbeit, doch den richtigen Ausschlag können auch sie nicht geben. Eine interessante Besetzung stellt Joel Gretsch dar, der in der TV-Serie 4400, die sich mit einer ähnlichen Thematik befasst, auf der Seite der "normalen" Menschen stand. Für Push wechselte er auf die Seite der Begabten und schlüpft in die Rolle des Vaters von Nick.

Soweit wären wir eigentlich noch im soliden "unterhaltsam aber nichts besonderes Bereich". Doch dann neigt sich der Film dem Ende und tut eigentlich das Schlimmste, was man in solch einem Fall tun kann. Er lässt den Zuschauer komplett im Regen stehen und das Ende offen. Dabei hat er die gesamte Laufzeit über einfach nicht genügend Stoff geboten, als dass man sich den Ausgang der Geschichte selbst zusammenspinnen könnte. Solch ein Schachzug mag in manchen Fällen grandios sein, hier läuft er einfach nur ins Leere und zieht im Nachhinein den gesamten Film herunter. Was die Intention solch einer Entscheidung ist, bleibt unverständlich. Wäre man auf ein Sequel aus, könnte man noch mit viel gutem Willen verstehen, wieso man solch ein schwammiges Ende mit viel Luft produziert hat. Da eine Fortsetzung aber noch nicht in Planung scheint, bleibt die Frage des "WARUM?!" leider offen. Somit schaffen es die Macher, dass man sich im Nachhinein darüber ärgert, die Zeit investiert zu haben, da man am Ende eigentlich nichts mitnehmen kann. Schade, wirklich sehr Schade!

Keine weitere Wertung


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