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Auf die Wayans Familie ist Verlass. Mit gewisser Regelmäßigkeit liefert der Familienbetrieb Parodien ab, die ein Genre oder Filmthema gehörig auf die Schippe nehmen. Nach inzwischen vier Scary Movie-Filmen und einem Fünftem in den Startlöchern, widmet sich Damien Date Wayans der Tanzfilmwelle der letzten Jahre. Das Drehbuch liefern die Onkel der Familie und Damon Wayans Jr. übernahm gleich noch eine der Hauptrollen.
Wie bereits aus den früheren Werken bekannt, scheuen die Wayans vor nichts zurück und arbeiten gerne mit reichlich platten, wenngleich auch oftmals sehr gelungenen Gags. Dance Flick - Der allerletzte Tanzfilm stützt sich vor allem auf den Hip Hop-Tanzfilm, arbeitet sich dabei aber auch durch alle großen und kleinen Tanz- und Musikfilme der letzten Jahre. Die Story bleibt dabei wie immer Nebensache und somit reichlich dünn, wenn sich Anspielungen auf Save the Last Dance, Hairspray, High School Musical oder Mamma Mia! aneinanderreihen. An diesem Grundgerüst arbeitet sich die Geschichte um die junge Megan ab, die bei einem Autounfall ihre Mutter verloren hat und nun ihrem großen Traum einer berühmten Tänzerin hinterherrennt. In einem afroamerikanischen Mitschüler findet sie nicht nur einen Freund, sondern auch einen willigen Tanzlehrer. Angereichert wird die Geschichte mit Querschlägen auf L.A. Crash, Final Destination oder Little Miss Sunshine, mixt Multikulti mit Romantik und steuert immer wieder Gags am Rande des Fäkalhumors bei.
Eigentlich ist das Ergebnis nicht überraschend, denn ein ausgefeiltes Drehbuch kann man nicht erwarten. Schade ist jedoch, dass Dance Flick - Der allerletzte Tanzfilm seltsam lieblos daherkommt. Das liegt vor allem daran, dass die Originale, auf die sich der Film stützt, wesentlich mehr Potenzial zu bieten haben, als hier auf die Schippe genommen wird. Schön wäre es gewesen, wenn zumindest der gute Soundtrack, die oftmals gelungenen Tanzszenen oder die romantischen Szenen als Vorlage genommen worden wären. Stattdessen liegt der Schwerpunkt auf diversen Dance Battles, die sich gleichen und mit immer gleichen Gags abgearbeitet werden.
Trotz der vielen negativen Punkte gibt es aber auch kleine Highlights. Wirklich gelungen und lustig sind der Tanz einer Schwangeren sowie einige Gesangseinlage rund um Hairspray und Fame. An diesen schönen Ideen hapert es aber sehr und somit ist Dance Flick nur eine leidlich unterhaltsame Parodie, bei der man mehr den Kopf schüttelt, als wirklich mit dem Herz dabei zu sein. |