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Monsters vs. Aliens

(Monsters vs. Aliens, 2009)

Dt.Start: 02. April 2009 Premiere: März 2009 (USA)
FSK: ab 6 Genre: Animation
Länge: 95 min Land: USA
Darsteller: Seth Rogen (B.O.B.), Reese Witherspoon (Susan Murphy / Ginormica), Hugh Laurie (Dr. Cockroach Ph.D.), Paul Rudd (Derek), Kiefer Sutherland (General W.R. Monger), Rainn Wilson (Gallaxhar)
Regie: Rob Letterman, Conrad Vernon
Drehbuch: nicht bekannt


Inhalt

Susan Murphy führt ein ganz normales Leben. Bis sie am Tag ihrer Hochzeit von einem Meteor samt Weltraum-Schleim getroffen wird. Ab diesem Tag ändert sich ihr Leben grundsätzlich: sie wächst rapide und ist bald 15 m groß. Daraufhin wird sie vom Militär eingefangen und an einen verlassenen Stützpunkt gebracht, wo auch andere mutierte Lebewesen festgehalten werden. Als jedoch eines Tages ein geheimnisvoller Roboter auf der Erde landet und Aliens die Weltherrschaft übernehmen wollen, ruft die US-Regierung ihre Monstertruppe zu Hilfe.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Monsters vs. Aliens hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 80%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Dimitrios Athanassiou
Monsters vs. Aliens hat eine Wertung von 80%
Auf den ersten Blick weckt schon der Titel dieses Animationsabenteuers Assoziationen mit dem bekannten Gipfeltreffen der Weltraum-Superkiller Aliens vs. Predator 2. Allerdings ist dieses Spektakel weit entfernt davon, ein Trickfilmaufguss dieser "Creature-Movies" zu sein. Dreamworks bringt einen frechen, temporeichen und originellen Streifen mit feinstem 3D-Feeling in die Kinos, der am ehesten an Incredibles - Die Unglaublichen erinnert und trotz vieler Anleihen einen ganz eigenen Charme versprüht. Vergnügliche Unterhaltung ist garantiert.

Bild aus Monsters vs. Aliens Es sollte der schönste Tag im Leben von Susan Murphy werden, aber es kam ganz anders: Am Tage ihrer Hochzeit mit dem Wetter-Sprecher des lokalen TV-Senders, fällt ihr, im wahrsten Sinne des Wortes, der Himmel auf den Kopf. Ein aus einer weit entfernten Galaxis stammender Meteorit, voll einer schleimigen Energiesubstanz, rammt unseren blauen Planeten und trifft Susan, die eben mal etwas frische Lust schnappen wollte. Den Crash übersteht sie, aber urplötzlich fängt sie an zu wachsen, bis sie das Kirchendach sprengt. Die anstehende Hochzeit ist natürlich passé und das Militär bereits im Anmarsch. Susan wird betäubt und in ein hochgeheimes unterirdisches Militärdepot verfrachtet.

Währenddessen, Millionen von Lichtjahren entfernt, ist der tintenfischige Weltraumdespot Gallaxhar auf der Suche nach eben dieser Energie, die Susan in eine Riesin verwandelte. Als er in unserer Galaxis auf der Erde fündig wird, beschließt er eine gigantische Roboterdrohne zu entsenden. Kaum gelandet, stellt sich heraus, dass der Besucher keine friedlichen Absichten hat. Auf seinem Weg quer durchs Land hinterlässt er nur Verwüstung. Susan und einige andere merkwürdige Kreaturen, die eigentlich für den Rest ihrer Tage im Hochsicherheitstrakt weggesperrt werden sollten, scheinen die einzigen zu sein, die dem Roboter möglicherweise Paroli bieten können. Auf Geheiß des Präsidenten und unter dem Oberbefehl von General W. R. Monger (Warmonger bedeutet übersetzt soviel wie Kriegstreiber) wird das Monsterteam eingesetzt: Susan, nun Ginormica, über 15 Meter groß und mit der Kraft von 10.000 Frauen ausgestattet; The Missing Link, einem 200.000 Jahre alten Fischprimaten; B.O.B. (Bicarbonate Ostylezene Benzoate), einem Wesen, das aus einer unzerstörbaren Gelatinemasse besteht und kein Gehirn, aber einen nie versiegenden Appetit besitzt; Dr. Cockroach, einem wahnsinnigen Genie, den ein misslungenes Experiment in eine menschliche Kakerlake verwandelte und Insectosaurus, einem durch radioaktive Verseuchung auf über 100 Meter Größe mutierten Käfer. Eine aberwitzige Monster-Superheldentruppe.

Es dauert nicht lange, bis dieses sorgsam komponierte Animationsabenteuer einen voll packt. Im Prinzip wie Incredibles - Die Unglaublichen, eher für eine etwas ältere Zielgruppe geeignet, trotzdem aber so durchdacht konzipiert und umgesetzt, dass auch Jüngere voll auf ihre Kosten kommen. Man mag zwar über solch kommerziell maßgeschneiderten Produktionen die Nase noch und nöcher rümpfen - und Monsters vs. Aliens ist mit 165 Millionen Dollar nicht eben schmalbrüstig dimensioniert - aber wenn's gut gemacht ist, dann ist es eben gut gemacht.

Schon der Sprecher-Cast des Originals gibt darüber Auskunft: Oscarpreisträgerin Reese Witherspoon (Walk the Line) leiht Susan ihre Stimme; Hugh Laurie (Dr. House) spricht Dr. Cockroach, Seth Rogen (Superbad) ist B.O.B. und Kiefer Sutherland (24) gibt General W. R. Monger. Vor allem aber den vielen Sidekicks und diversen Anleihen aus bekannten Blockbustern wird man einen sehr vergnüglichen Kinobesuch zu verdanken haben. Die aufkommenden Deja-vus reißen dabei nicht so schnell ab: ob Jack Arnolds Der Schrecken vom Amazonas, Die 20 Meter Frau, Der Blob, Der Tag, an dem die Erde stillstand, King Kong und Godzilla, Mars Attacks, Transformers, oder Men in Black, die Liste lässt sich beliebig lang fortführen.

Aber auch ohne diesen speziellen Blick und die Kenntnis dieser Filme, kommt man bei Monsters vs. Aliens voll auf seine Kosten. Jede Menge skurriler Wendungen, aberwitzige Situationen, rasantes Tempo und flotte Sprüche sorgen für allerbeste Unterhaltung. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und versprühen alle einen ganz eigenwilligen Charme. Animationstechnisch ist alles "State-of-the-Art" und die 3D-Optik punktet visuell auf ganzer Linie. Besonders schön, dass hier unter Beweis gestellt wurde, dass auch gute 3D-Filme gemacht werden können, bei denen man sich nicht anderthalb Stunden mit einer hässlichen und nicht immer gut funktionierenden Brille herumplagen muss. Monsters vs. Aliens ist für Jung und Alt gleichermaßen empfehlenswert, und wenn es gelegentlich zu sehr kalauert, darf man das nicht zu eng sehen. Auf jeden Fall macht der Streifen gute Laune und sorgt dafür, dass man das Kino mit einem Grinsen auf dem Gesicht verlässt. Man darf sich schon jetzt auf eine mögliche Fortsetzung freuen.



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