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Willi und die Wunder dieser Welt

(Willi und die Wunder dieser Welt, 2009)

Dt.Start: 05. März 2009 Premiere: 05. März 2009 (Deutschland)
FSK: nicht bekannt Genre: Familie
Länge: 78 min Land: Deutschland
Darsteller: Willi Weitzel (Willi)
Regie: Arne Sinnwell
Drehbuch: Arne Sinnwell, A. Toerkell


Inhalt

Reporter Willi reist quer über den Globus, um die atemberaubende Vielfältigkeit unseres Planeten zu präsentieren. So dokumentiert er im Regenwald das Leben der Ameisen und begegnet dabei auch allerlei gefährlichen Tieren, wie Spinnen, Schlangen und Krokodilen. Danach ist er in Kanada unterwegs, um mächtige Bären zu beobachten. Ein anderes Mal geht er beinahe unter im Großstadtdschungel Tokios und zu guter Letzt macht er sich unter der glühenden Sonne der größten Wüste der Welt, der Sahara, auf die Suche nach dem Lieblingsort der Weltenbummlerin Frau Klinger.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Willi und die Wunder dieser Welt hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 80%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Julian Reischl
Willi und die Wunder dieser Welt hat eine Wertung von 80%
Sehr nette Kinderdoku mit faszinierenden Schwerpunkten, informativ und keineswegs überfrachtet, und die Zuschauer jeden Alters auch nicht überfordernd. Willis natürliche Neugier lässt ihn stellvertretend für den Zuschauer erleben, was der sicher auch gern selbst probiert hätte. Die harmlose Inszenierung mit spielerisch vereinfachten Alltagsproblemen runden die Sache dramaturgisch ab und setzen den Film so in einen hübschen Kontrast zum TV-Doku-Einheitsbrei.

Bild aus Willi und die Wunder dieser Welt Willi Weitzel, unter Kindern gut bekannter Erforscher des Alltags, macht sich auf, einige der faszinierendsten Ecken unseres Planeten zu besuchen. Der Reporter erklärt üblicherweise in seiner TV-Sendung "Willi will's wissen" auf kindgerechte Weise, wie so manches in unserem Alltag funktioniert. Wo das Dokutainment im Privatfernsehen meist nur unsinnige Tests und Experimente oder Superlative aller Art propagiert, versucht Willi die Lücke zwischen der "Sendung mit der Maus" und ernsthaften Dokus für ein anspruchsvolles, junges Publikum zu schließen.

In seinem ersten Kinoabenteuer hat Willi sich vorgenommen, ein Versprechen einzulösen: Er will in der Sahara Sand für seine Freundin, die Weltenbummlerin Frau Klinger, besorgen. Doch vorher besucht er auch noch einige andere Orte, die man nicht so leicht zu Gesicht bekommt:

In Australien besucht Willi den Ameisenforscher Nico und ein Krankenhaus für Flughunde, beides tief im ältesten Regenwald der Welt, wo es keine Straßen gibt. Natürlich bleibt sein Jeep in einem Schlammloch stecken und Willi muss zusehen, dass er nicht von Krokodilen, Flughunden oder Ameisen verspeist wird.

In Kanada verschlägt es Willi nach Churchill, der sogenannten Eisbärenhauptstadt. Dort oben, im hohen Norden am eisigen Meer, verkleidet er sich selbst als Eisbär, um zu erforschen, was mit den Eisbären passiert, wenn sie in eine der großen Fallen gehen, die rund um die Stadt aufgestellt sind. Zum Glück wird Willis wahre Identität erkannt und so entgeht er dem Schicksal, betäubt und mit dem Hubschrauber in der Wildnis ausgesetzt zu werden.

Das nächste Reiseziel von Willi ist Tokio, die Hauptstadt Japans, wo so viele Leute auf einen Haufen leben wie nirgendwo sonst auf der Welt. Darunter gibt es auch verrückte Künstler, die dicksten Sportler der Welt und Hotelzimmer, so klein wie ein Bettgestell. Auch muss Willi feststellen, dass man wenig zu lachen hat, wenn man seinen Geldbeutel verliert.

Nach dem ganzen Stress in der Großstadt freut sich Willi nun, zusammen mit dem berühmten Wüstenexperten Michael Martin auf dem Motorrad durch die Sahara zu fahren, um den Sand von Frau Klingers Lieblingsstelle zu holen. Doch das ist nicht einfach, und als Willi aus Versehen auch noch die letzten Wasservorräte auskippt, könnte es gefährlich werden.

Die kindgerechte Reportage ist angenehme 78 Minuten kurz und führt die kleinen Zuschauer zu einigen ausgewählten bildgewaltigen Orten der Erde. Die mit einem Augenzwinkern inszenierten, völlig harmlosen Gefahrenmomente führen auch Kinder spielerisch an die Möglichkeiten der Beeinflussung des Zuschauers durch die Montage heran. Die Moral der Geschichte ist genau die, die auch schon die Großmutter dieses Autors riet: "Schick Dich in die Welt hinein, denn Dein Kopf ist viel zu klein, als dass sich schickt die Welt hinein!"



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