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Betrachten wir doch einmal den Titel des Filmes und überlegen, worum es gehen könnte. Ist Angel Eyes ein Film über Engel? Oder über Augen? Man ahnt einiges, weiß aber nichts. Zwei Stunden später - der Film ist vorbei - kann man die Frage auch nicht wirklich beantworten. War das nun eine Liebeskomödie? Dafür gab es aber zu viele gesellschaftliche Konflikte. Oder ein Mystery-Thriller? Aber dazu wurde zu wenig Spannung aufgebaut. Vielleicht ein Krimi? Na, auch nicht so ganz. Oder war es etwa ein Familiendrama? Aber wozu dann die ganze Story drumrum? Hätte Regisseur Luis Mandoki sich auf einen Handlungsstrang konzentriert, könnte man mit Sicherheit mehr mit dem Gesamtwerk anfangen. Er hätte eine wunderschön schnulzige Romantikkomödie daraus machen können. Dass er sowas kann, hat er ja schon in When A Man Loves A Woman und Message in a Bottle - Der Beginn einer großen Liebe gezeigt.
Ein bisschen mehr Mystery wäre auch nett gewesen, dann könnte man Angel Eyes wenigstens besser einordnen. Kaum hat man sich auf die romantische Beziehung zwischen J.Lo als knallharte Polizistin Sharon und Jim Caviezel als beautiful Stranger Catch eingelassen und endlich den Humor verstanden, muss man sich plötzlich mit Sharons familiären Problemen auseinandersetzen. Die Ansätze der verschiedenen Genres sind zwar wirklich gut, aber eine unausgereifte Mischung aus allem ist dann doch sehr verwirrend. Man stellt sich ungewohnt häufig die Frage: War diese Information jetz wichtig? Hat die Szene was zu bedeuten? Hab ich irgendwas verpasst? Doch die Antwort lautet meistens Nein. Wenn man die erste Szene wahrgenommen hat, ist der Rest eigentlich nur noch Deko. Interessant auch die Beziehung der Figuren zueinander. Der einzige Zusammenhang, der erst mal ungeklärt bleiben soll, ist von Anfang an klar. Aber wer sind all die anderen?
Wahrscheinlich sollte man sich einfach nur den Anblick von Jennifer Lopez gönnen, die sowohl in Uniform, als auch im Bikini einen hübschen Anblick bietet. Jim Caviezel ist sowieso ein echter Eye-Catcher. Obwohl viele das Talent der Hauptdarstellerin anzweifeln: die Szenen zwischen den beiden sind echt irgendwie unterhaltsam. Und sooo schlecht ist der Film auch wieder nicht. Wer gerne viel und von allem etwas für einen Preis hat, darf sich freuen. Sogar Rätselfreunde kommen auf ihre Kosten, denn unbeantwortete Fragen gibt's einige. Äh, worum geht's nochmal? |