| Dt.Start: |
01. November 2001 DVD: 22. Mai 2002
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Premiere: |
19. April 2001 (UK) |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Drama, Krieg, Romanze |
| Länge: |
131 min
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Land: |
UK, Frankreich, USA |
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Darsteller:
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Nicolas Cage (Captain Antonio Corelli), Penélope Cruz (Pelagia), John Hurt (Dr. Iannis), Christian Bale (Mandras), David Morrissey (Captain Gunther Weber), Irene Papas (Drosoula), Aspasia Kralli (Mrs. Stamatis), Patrick Malahide (Colonel Barge), Gerasimos Skiadaressis (Stamatis), Michael Yannatos (Kokolios), Vicky Maragaki (Eleni), Dimitris Kaberidis (Father Arsenios), Martin Glyn Murray (German Commander), Pietro Sarubbi (Velisarios), Joanna-Darla Adraktas (Lemoni younger) |
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Regie:
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John Madden |
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Drehbuch:
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Shawn Slovo |
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Louis De Bernières Roman Corellis Mandoline aus dem Jahre 1994 schaffte es nicht von ungefähr in die internationalen Bestseller-Listen. Seine Geschichte brachte Romantik, Patriotismus, moralische Konflikte und den zweiten Weltkrieg geschickt unter einen Hut und sprach die Leute an. Selbstverständlich kann Hollywood bei einem so heißen Stoff nicht nein sagen und ließ zunächst Drehbuchautor Shawn Slovo auf den Roman los. Leider gelang es ihm nur ansatzweise, die Elemente, die das Buch auszeichneten, vernünftig zu verarbeiten. Heraus kam eine langweilige und oberflächliche Dreiecksgeschichte vor dem Hintergrund des zweiten Weltkriegs.
Die Handlung von Shawn Slovo's Drehbuch zu Corellis Mandoline lässt sich in zwei Hauptabschnitte einteilen. Im ersten und langatmigeren Teil geht es um die Inselschönheit Pelagia, ihren Verlobten Mandras und den italienischen Besatzer Antonio Corelli. Dabei wurde versucht, mit Hilfe des armen Fischers Mandras das Thema Patriotismus abzuwickeln. Es blieb beim Versuch, denn ein paar vaterlandstreue Ausrufe und sein Aufbruch zu den Partisanen sind zwar sehr patriotisch, aber gingen in der Belanglosigkeit seines Daseins unter. Zurück bleibt die schöne Pelagia und ihr Wille auf den Verlobten zu warten, so lang es dauern möge. Captain Corelli ist von der Schönheit Pelagias verzaubert und versucht die hübsche Griechin für sich zu gewinnen. Da das Verhältnis zwischen den einheimischen Griechen und den Besatzern aus Italien verhältnismäßig harmonisch verläuft, kann sich Captain Corelli problemlos an Pelagia heranmachen.
Regisseur John Madden, der sich unter anderem mit Filmen wie Shakespeare in Love schmücken kann, brachte Corellis Mandoline auf die Leinwand. Er war leider auch nicht im Stande, dem mauen Drehbuch Leben einhauchen und trug mit seiner Inszenierung auch nicht gerade zur Attraktivität des Filmes bei. Vor allem im oben angesprochenen ersten Abschnitt des Films hätte er mit ein bisschen Gefühl für den Geduldsfaden des Publikums etwas mehr aus der Thematik herausholen können. Doch er verließ sich viel zu sehr auf die mediterrane Kulisse und genoß es sichtlich die schöne Landschaft und die Bauwerke auf Zelluloid zu bannen.
Nachdem der Krieg zu Anfang des Films nur durch die Uniformen und ein paar Radiomeldungen präsent war, ging es im zweiten Teil der Geschichte richtig zur Sache. Nachdem die Italiener kapituliert hatten, fielen die Deutschen auf der Insel ein und zogen zunächst die italienischen Soldaten aus dem Verkehr, die in ihren Augen feige Verräter waren. Nach einem einleitenden Angriff aus der Luft und der anschließenden Invasion war der Widerstand der griechischen Partisanen und der italienischen Soldaten gebrochen und die Deutschen konnten ihre brutalen Säuberungsmaßnahmen durchführen. Das Ende des Films wird durch ein unnötiges Erdbeben noch etwas hinausgezögert und wartet selbstverständlich mit keiner Überraschung auf.
Abschließend noch ein paar Worte zu den Schauspielern und den Dialogen. Es wird wohl das ewige Geheimnis dieses Films bleiben, warum nicht an der einheitlichen Sprache englisch festgehalten wurde. Hier und da sprechen die Griechen mal griechisch oder die Italiener mal italienisch und man kommt sich als Zuschauer ein wenig verschaukelt vor. Auch die Akzente von Nicholas Cage oder Christian Bale wirkten teilweise etwas arg doof und konnten von den beiden nicht konsequent durchgehalten werden. Den beiden gelang es genauso wenig wie der weiblichen Hauptdarstellerin Penélope Cruz, eine romantische Atmosphäre aufkommen zu lassen. So lief die Romanze nahezu spurlos am Publikum vorbei und war eigentlich nur in den Worten der Akteure und nicht in ihrem Spiel erkennbar. Alles in allem bietet Corellis Mandoline kam Höhepunkte und zeichnet sich vielmehr durch endlose und langweilige Szenen aus. Keiner der beteiligten Personen hat sich bei diesem Film mit Ruhm bekleckert und dementsprechend lieblos und unausgegoren kommt das Endergebnis auch daher.