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Runder, gelungener Action-Agentenfilm für Kinder mit ganz ordentlicher Handlung, gewürzt mit genau der richtigen Menge Humor und Spannung, mit gelungenen Effekten und etwas berechtigter Schadenfreude. Lediglich der arg poppige Soundtrack wäre noch verbesserungsfähig. Dennoch eine nette Unterhaltung für die ganze Familie.
Ein geheimes Regierungsprojekt befasst sich mit der Ausbildung von Geheimagenten. Das Projekt ist so geheim, dass nicht einmal der Geheimdienst selbst was darüber weiß. Andererseits könnte es auch sein, dass das Projekt schlicht und einfach vergessen wurde. Die Ausbildung der Geheimagenten ist jedenfalls total erfolgreich. Die Agenten sind jedoch keine durchtrainierten Männer und Frauen, sondern drei Meerschweinchen, eine Stubenfliege und ein Maulwurf.
Zunächst einmal musste Projektleiter Ben eine Übersetzungstechnologie für die Tier-Mensch-Kommunikationsschranke entwickeln, dann wurde es einfach: Die Meerschweinchen Darwin, Blaster und Juarez sind Feuer und Flamme für die Karriere als Geheimagenten, die Stubenfliege Mooch ist das ideale "fliegende Auge", und Maulwurf Speckles ist das Computergenie hinter allen Operationen.
Während die Regierung dem als unsinnig empfundenen Meerschweinchenprojekt den Hahn abdreht, erledigen die Agenten der G-Force, wie sich die possierlichen Tierchen selbst nennen, einen gewaltigen Auftrag. Sie steigen zur Sicherung von Beweisen ins Haus des Großindustriellen Sabre ein, der mit besonderen Mikrochips in allen von seinen Unternehmen hergestellten Kaffeemaschinen, Wasserkochern und Mikrowellen wirklich Übles plant.
Der nette Kinderfilm holt das Beste aus den derzeit möglichen Effekten der Kinotechnologie heraus, insbesondere 3D. Im Gegensatz zu manch anderem 3D-Film versucht G-Force jedoch nicht, mit plump in Richtung Kamera geschleuderten Gegenständen den 3D-Effekt auszureizen. Hier ist die Dreidimensionalität einfach nur Teil des Programms.
Abgesehen von den Effekten stimmt auch die Integration von computeranimierten Meerschweinchen in die reale Welt, ebenso erweist sich der Plot als tragfähig, zumindest für Kinder. Die Handlung ist gut ausgearbeitet, Bill Nighy als Sabre hat offenbar ziemlichen Spaß an seiner Rolle als Bösewicht. Auch Ben, gespielt von Zack Galifianakis und hierzulande erst seit Hangover so richtig bekannt, scheint keinerlei Probleme damit zu haben, mit beim Dreh noch unsichtbaren Meerschweinchen sprechen zu müssen.
Filmkenner erkennen natürlich Parallelen zu Der Terminator, Transformers und anderen Filmhits für die Großen, doch genau darin besteht der Vorteil dieses Kinderfilms: So werden die Kleinen sanft an die "richtigen" Filme herangeführt. |