Das Schicksal bietet einem Mann in den besten Jahren die Gelegenheit, in seinem 17-jährigen Körper einen Neuanfang zu wagen. Es entspinnt sich eine bunte Highschoolkomödie mit den üblichen Themen Schule, Sex, Kantinenschlägerei, der ein ganz erwachsener Liebeskonflikt zugrunde liegt. Als leichte Kost durchaus empfehlenswert, aber kein herausragendes Juwel seiner Zunft.
Eben noch das gefeierte Baseballtalent in der High School, einige kaum gefühlte Jahre später schon ein gesichtsloser Sklave des Establishments: Mike hat es geschafft, all seine guten Anlagen degenerieren zu lassen. Nun lebt er in Trennung, die Scheidung nur noch eine Terminsache, die Kinder entfremdet. Nachdem er auch noch seinen Job verliert, ist Mike völlig am Ende. Antriebslos und desillusioniert besucht Mike seine alte Schule, vielleicht, um den Geist der Vergangenheit zu spüren. Doch er bekommt viel mehr als ein paar Erinnerungen: Eine höhere Macht in Gestalt eines alten Mannes verhilft Mike zu einem gewaltigen Abenteuer. Denn mit einem Mal hat er seinen 17-jährigen Körper wieder. Es steht ihm nun frei, sein Leben noch mal neu anzupacken, und zwar an genau der Stelle, an der er einst falsch abgebogen zu sein meint.
Natürlich ist es witzig, mit der geistigen Reife von knapp vierzig wieder zur Schule zu gehen. Doch dass Mike nun auch der Klassenkamerad seiner eigenen Kinder ist, und dass sich die Sitten und Gebräuche auf der Schule dann doch ein wenig verändert haben, sind nur zwei der zusätzlichen Komplikationen, denen der Verjüngte sich nun gegenübersieht. Und dann ist da noch die Frau, für die Mike damals alles hingeschmissen hat. Aus seiner neuen Perspektive sieht Scarlett besser aus als je zuvor. Doch bei einem augenscheinlich 17-jährigen ruft dessen ungewöhnlich intensives Interesse an der Mutter zweier Mitschüler einiges an Misstrauen hervor. Nicht allein deshalb, weil diese seine Frau ja auch noch mit anderen Männern auszugehen versucht, sondern auch, weil das "Cougar-Hunting", die Balz auf reifere Frauen, gerade der letzte Schrei unter den jungen Männern von heute ist.
Natürlich wurde diese Art Geschichte bereits in allen Facetten mehrfach verfilmt. Als Beispiele für die Konflikte bei der Veränderung der eigenen Vergangenheit bzw. für die Gelegenheit, diese geradezurücken, oder auch nur für den Versuch, diese wieder auferstehen zu lassen, springen Filme wie Zurück in die Zukunft, Big oder auch 30 über Nacht sofort ins Bewusstsein. Es ist also von vorneherein klar, dass eine alte Geschichte im neuen Gewand präsentiert wird. Und tatsächlich gibt es nichts Neues, nichts Überraschendes und keine neuen Erkenntnisse zum Thema in 17 Again. Doch dies bedeutet nicht automatisch, dass der Film langweilig oder gar schlecht ist. Fans von Zac Efron werden eine originelle Komödie für sich entdecken können, Komödienliebhaber einen soliden Vertreter dieser Zunft auffinden, und wer sich gerne an seine eigene Schulzeit zurückerinnert, kann hier schnell ins Schwelgen kommen und sich an einer Menge Déja-Vus ergötzen.
Dramaturgisch routiniert, bietet der Film dennoch ein paar herrliche Seitenhiebe auf Geeks und Nerds, Trekkies und Skywalkers. Takt und Tempo stimmen, technisch gibt es, wie bei allen großen Hollywood-Produktionen, nichts auszusetzen, der Film ist einwandfrei genießbar. Er wird es nur nicht zum großen Kultklassiker dieser Dekade schaffen.