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Crime Is King

(3000 Miles to Graceland, 2001)

Dt.Start: 23. Mai 2002 Premiere: 20. Februar 2001 (USA)
FSK: ab 18 Genre: Action, Komödie
Länge: 125 min Land: USA
Darsteller: Kurt Russell (Michael Zane), Kevin Costner (Murphy), Courteney Cox (Cybil Waingrow), Christian Slater (Hanson), Kevin Pollak (Damitry), David Arquette (Gus), Jon Lovitz (Jay Peterson), Howie Long (Jack), Thomas Haden Church (Quigley), Bokeem Woodbine (Franklin), Ice-T (Hamilton), David Kaye (Jesse Waingrow), Louis Lombardi (Otto Sinclair), Shawn Michael Howard (Roller Elvis), Mike Kopsa (Jefferson)
Regie: Demian Lichtenstein
Drehbuch: Richard Recco, Demian Lichtenstein


Inhalt

Thomas Murphy und Michael Zane nutzen zusammen mit drei weiteren Männern den Trubel der Elvis Convention in Las Vegas und erleichtern das Riviera Casino um 3 Millionen Dollar. Murphy versucht sich das Geld unter den Nagel zu reißen, doch er hat nicht mit der Hartnäckigkeit von Michael und seiner unfreiwilligen Partnerin Cybil gerechnet.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Crime Is King hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 36%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Thomas Straßer
Crime Is King hat eine Wertung von 36%

Die Actionkomödie Crime Is King startet mit einem Kampf zweier animierter Skorpionmutanten, die sich im Endeffekt als normale Skorpione outen und beinahe von heranbrausenden Elvis-Verschnitt Kurt Russell überrollt werden. Nach diesem arg dibiosen Filmstart, bekommt der Betrachter einen Streifen präsentiert, der einfach nur cool und stylisch sein will und dafür alle anderen filmischen Elemente, wie eine Handlung, über Bord wirft. Mit diesem Konzept hat bisher noch kein Film mehr als einen Blumentopf gewonnen und wie zu erwarten, macht Crime Is King auch nicht den Anfang.

Regisseur Demian Lichtenstein schuf mit Crime Is King einen betont und teilweise krampfhaft stylischen Film. Man merkt in mehr als einer Szene, dass er zuvor Musikvideos und Werbespots inszenierte und man kann sich während der gesamten Spielzeit des Eindrucks nicht erwährend, dass hier teilweise lässige Einstellungen sinnlos aneinandergereiht wurden. Dabei fing der Film mit einem bleihaltigen Casinoüberfall noch äußerst vielversprechend an. Vor allem durch die bildgewaltige Inszenierung kamen die fetzigen Elvis-Kostüme und die solide und brutale Action besonders cool rüber.

Nach dem vielversprechenden Casinoüberfall folgte die Ernüchterung in Form einer undurchdachten und zufallslastigen Handlung. Dabei versuchte man möglichst viele "der betrügt den und der betrügt wiederum den" Konstellationen einzubauen, die teilweise jeder Logik entbehrten. Wahrscheinlich verlor Drehbuchautor Demian Lichtenstein bei seinem Script teilweise selbst den Durchblick und versuchte die Defizite mit ein paar stylischen Bildern zu überspielen. Beispielsweise wird Kevin Costner in einer Szene von einem Polizisten zur scheinbar routinemäßigen Verkehrskontrolle gestoppt, doch anstatt einfach den Lappen zu kontrollieren, fordert der Cop den bösen Buben zum High Noon Revolverduell.

Den Hauptdarstellern Kurt Russell und Kevin Costner bleibt in ihren Rollen kaum Platz zur schauspielerischen Entfaltung. Die beiden begnügen sich schlicht und ergreifend damit, einfach möglichst cool auszusehen und sich keine Blöße zu geben. Vor allem Bösewicht Kevin Costner, der für den Film sein Haupthaar extra in die Gesichtsmitte verlegte, konnte aus seiner Figur einfach nicht das herausholen, was eigentlich in ihr steckt. Er spielte den Elvisfanatiker Murphy, der eiskalt alles über den Haufen schießt was ihm in die Quere kommt. Im Vergleich zu den Leistungen der beiden männlichen Hauptdarsteller ist die Darbietung von Courteney Cox und ihr Portrait der hinterhältigen Schlampe ein wahres Highlight.

Unterm Strich kam bei dem Projekt Crime Is King ein lässig inszenierter aber handlungsloser Actionfilm heraus. Außer den beiden passablen Schießereien am Anfang und am Ende des Films bietet der Streifen eigentlich kaum sehenswertes. Warum der Film als Actionkomödie ausgewiesen wird, ist mir etwas schleierhaft, den von Komödie fehlte fast jeder Spur. Zumindest in den Dialogen war kein Ansatz von Komik zu erkennen, jedoch wirkten manche durch ihre Stupidität (Dummheit wäre zu wenig) unfreiwillig lustig. Wer jetzt trotzdem noch Lust auf Kevin Costner und Kurt Russell in knackigen Elviskostümen hat, der sollte keinesfalls davor zurückschrecken ein Ticket an der Kinokasse zu lösen.



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