MovieMaze-Home
NewsFilmeChartsStarsTrailerWallpaperPosterForumSpecialsSuche
filmarchivaktuell im kinovier wochen vorschaucoming soonpodcastsuche

  
 Poster zu A.I. Künstliche Intelligenz vergrößern

Film-Seite zu A.I. Künstliche Intelligenz
Trailer zu A.I. Künstliche Intelligenz
Poster zu A.I. Künstliche Intelligenz
Wallpaper zu A.I. Künstliche Intelligenz
PDF zu A.I. Künstliche Intelligenz
Forum-Topic zu A.I. Künstliche Intelligenz

A.I. Künstliche Intelligenz

(A.I. Artificial Intelligence, 2001)

Dt.Start: 13. September 2001 Premiere: 26. Juni 2001 (USA)
FSK: ab 12 Genre: Drama, Sci-Fi
Länge: 145 min Land: USA
Darsteller: Haley Joel Osment (David Swinton), Jude Law (Gigolo Joe), Frances O'Connor (Monica Swinton), Sam Robards (Henry Swinton), Jake Thomas (Martin Swinton), Brendan Gleeson (Lord Johnson-Johnson), William Hurt (Professor Hobby), Jack Angel (Teddy), Clara Bellar (Nanny Mecha), Michael Berresse (Flesh Fair Ansager), Kelly Felix (Butler Mecha), Ben Kingsley (Erzähler), Ashley Scott (Gigolo Jane), Robin Williams (Dr. Know)
Regie: Steven Spielberg
Drehbuch: Steven Spielberg, Ian Watson


Inhalt

Um die Funktionalität des ersten liebenden Kindroboters David zu testen, wird er von der Familie Swinton adoptiert. Nachdem das Unterfangen nicht so verläuft, wie es sich die Familie erträumt hatte, wird David im Wald ausgesetzt. Besessen vom Wunsch ein Mensch zu werden, versucht er die Blue Fairy zu finden.
Shopping-Box
DVDs zu A.I. Künstliche Intelligenz Amazon-Shop
zum Film
Merchandising zu A.I. Künstliche Intelligenz Poster & Merchandise
zum Film
A.I. Künstliche Intelligenz bei eBay Artikel bei eBay
zum Film
A.I. Künstliche Intelligenz bei Billiger.de Preisvergleich
für den Film


Kritik

A.I. Künstliche Intelligenz hat eine Wertung von 57%

Vor über 30 Jahren verfasste der Science-Fiction Autor Brian Aldiss die Kurzgeschichte Super-Toys Last All Summer Long. Sein Werk wurde 1969 in der Zeitschrift Harper's Bazaar abgedruckt und findet sich auch in einer Kurzgeschichtensammlung. Knappe zehn Jahre später wurde Stanley Kubrick auf die Geschichte über ein Roboterkind, das versucht mit seiner menschlichen Mutter auszukommen, aufmerksam. Er kaufte sich die Rechte und versuchte in den folgenden Jahren vergeblich seine Vision A.I. Künstliche Intelligenz umzusetzen. Nach Stanley Kubricks Tod griff Steven Spielberg das Thema wieder auf und schrieb unter der zu Hilfenahme von Kubricks Vorarbeiten ein Drehbuch.

In der endgültigen Kinoversion von A.I. Künstliche Intelligenz erkennt man nur noch ansatzweise die Ideen und die Visionen eines Stanley Kubrick. Vielmehr drückte Steven Spielberg dem Film seinen Stempel auf. Er lehnte seine Geschichte an das Märchen vom Pinochio an und bettete sie in seine Vorstellung der Zukunft ein. Der Science-Fiction Pinochio ist der Roboterjunge David. Er ist der erste Roboter, der fähig ist zu lieben und Eigeninitiative zu entwickeln. Nachdem er erkennt, dass er nur geliebt wird, wenn er ein Mensch ist, macht er sich auf die Suche nach der Blue Fairy, die ihn zum einem sterblichen Individuum machen soll.

Der Film beginnt äußerst vielversprechend und greift in der ersten halben Stunde interessante Probleme über das Zusammenleben von Menschen und menschlichen Robotern auf. Das Ehepaar Swinton adoptiert das neuartige Roboterkind David und hofft dadurch den Verlust des eignen Sohnes, der im Kältfach lagert, bis seine Krankheit geheilt werden kann, besser zu verkraften. Nachdem die Anfangsschwierigkeiten mit dem Roboter, der eigentlich keinen Schlaf braucht und keine Nahrung zu sich nehmen muß, überwunden sind, stellt sich eine Art Familienharmonie ein. Doch als der "echte" Sohn der Familie wieder zurückkehrt rückt David immer mehr in den Hintergrund. Er hat Angst nicht mehr geliebt zu werden und versucht verzweifelt genauso viel Aufmerksamkeit zu bekommen wie sein Bruder.

Die Familie Swinton kam in der Folgezeit mit David nicht mehr so gut zurecht und so wurde der kleine Junge einfach wie ein lästiges Haustier im Wald ausgesetzt. Nachdem dieser Teil des Films einige Fragen aufgeworfen hatte und sich äußerst hintergründig präsentierte, erfolgte nun ein radikaler Wechsel. Das idyllische, harmonische und teilweise sterile Zukunftsbild, das Steven Spielberg in diesem Abschnitt des Films gezeichnet hatte war passe und wurde durch ein düsteres, grelles und brutales Bild ersetzt. Der Wechsel erfolgte so abrupt, dass man als Zuschauer zunächst große Mühe hatte die Ereignisse einzuordnen und die zwei unterschiedlichen Welten irgendwie miteinander in Verbindung zu bringen.

Immer auf der Suche nach Steven Spielberg's versteckten Botschaft im zweiten Teil des Films, musste man gegen Ende zu erkennen, dass man sich vergeblich den Kopf zermartert hatte. Dieser Teil von A.I. Künstliche Intelligenz war im Gegensatz zum ersten weitestgehend ohne erkennbare Aussage und wollte lediglich das teilweise hasserfüllte Verhältnis zwischen Mensch und Maschine belichten. Der Rest war einfach nur belangloses Science-Fiction Geplänkel über eine mögliche Zukunft. Am Ende folgte dann das obligatorische Happy End, allerdings in seiner Form, die bei vielen Kopfschütteln auslösen wird.

Auch wenn der Film nach außen hin etwas kitschig und naiv wirkt, verbirgt sich im innersten ein interessanter und philosophischer Kern. Stanley Kubrick hat nicht um sonst mehr als zwanzig Jahre mit dem Projekt zugebracht, als daß seine Gedanken und Visionen jetzt in Vergessenheit geraten können. Nur durch die teilweise unglückliche Spielberg Hülle fällt es dem Zuschauer schwer zum Kern und zur Botschaft des Films vorzudringen. Stanley Kubrick wollte mit A.I. Künstliche Intelligenz anhand der rasanten Entwicklung im Bereich der Robotik das pure Menschsein an sich diskutieren. Die Frage spiegelt sich in dem Roboterkind David wieder, das anfangs noch etwas maschinell und ruckelig arbeitet, aber nach und nach ein zumindest optisch perfekter Mensch wird. Bleibt nun die Frage ob ihn das schon zum Menschsein qualifiziert, zumal er auch Gefühle, Ängste und Träume hat. Stanley Kubrick verfolgte mit dem Film zweifellos eine höchst interessante Thematik und einen Stoff den man endlos diskutieren kann.

Trotz einer sehr guten Leistung aller Schauspieler, vor allem von Haley Joel Osment und Jude Law, einer beeindruckenden Kulisse, exzellenter Computertechnik und einer guten Kamera, muß sich der Film ein durchschnittliches Zeugnis ausstellen lassen. Denn eigentlich wollte der Film eine intelligente und philosophische Geschichte über das Menschsein erzählen. Doch stattdessen präsentierte uns Steven Spielberg eine etwas tiefgründigere Science-Fiction Version von Pinochio . Von der Intelligenz eines Stanley Kubrick fehlt in dem fast Film jede Spur, nur teilweise blitzen seine Einflüsse auf. Steven Spielberg wollte es mit seinem Film möglichst vielen Zielgruppen recht machen und ging deshalb zu viele Kompromisse ein. Dadurch wird A.I. Künstliche Intelligenz zu einem unattraktiven und unbefriedigenden Mischmasch.

von Thomas Straßer


Weitere interessante Filme




Film vorschlagen
I, Robot
Dt. Start: 05. Aug 2004
Vorschlag entfernen
Blade Runner
Dt. Start: 14. Okt 1982
Vorschlag entfernen
2001 - Odyssee im Weltraum
Dt. Start: 22. Feb 2001
Vorschlag entfernen
Minority Report
Dt. Start: 03. Okt 2002
Vorschlag entfernen
Die Totale Erinnerung - Total Recall
Dt. Start: 26. Juli 1990
Vorschlag entfernen
 

© 2010 MovieMaze.de