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Eldorado(Eldorado, 2008)
| Dt.Start: |
14. Mai 2009
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Premiere: |
18. Mai 2008 (Cannes Film Festival, Frankreich) |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Komödie |
| Länge: |
81 min
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Land: |
Belgien, Frankreich |
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Darsteller:
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Bouli Lanners (Yvan), Fabrice Adde (Elie), Francoise Chichéry (Elies Mutter), Philippe Nahon (Autosammler), Didier Toupy (Nudist), Stefan Liberski (Mechaniker), Baptiste Isaia (Mechnaiker), Jean-Luc Meekers (Der Mann vom Parkplatz) |
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Regie:
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Bouli Lanners |
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Drehbuch:
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Bouli Lanners |
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 Inhalt
Yvan ist ein kauziger, fülliger KFZ-Händler, der sich durch den Verkauf alter Ami-Schlitten, die, genau wie er, ihre Blütezeit bereits hinter sich gelassen haben, über Wasser hält. Eines Nachts erwischt er in seiner Wohnung einen Einbrecher unter dem Bett, den jungen und dürren Stromer Elie. Als er herausfindet, dass dieser eigentlich ein guter Kerl ist, fasst er sich ein Herz und ruft nicht die Polizei. Obendrein kann er sich dazu durchringen, Elie zu helfen, indem er ihn zu seinen Eltern fährt. Ein skurriler Roadtrip durch Belgien nimmt seinen Lauf. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Dimitrios Athanassiou
Zwei kauzige Gesellen in einem skurrilen Roadmovie. Yvan und Elie werden nach einem merkwürdigen Kennenlernen Freunde und fahren gemeinsam zu Elies Eltern. Auf der Reise begegnen ihnen allerhand merkwürdige Typen und sie geraten immer wieder in absurde Situationen. Regisseur Bouli Lanners ließ sich von einem eigenen Erlebnis, das er in seinem Haus mit zwei Einbrechern hatte, zu Eldorado inspirieren. Seine beiden schrägen Protagonisten sind aber rein fiktiv. Gemeinsam mit ihnen, reist man durch die üppig grüne wallonische Landschaft, kommt aber, ebenso wie der Film selbst, nirgends an.
Europäisches Kino hat manchmal dieses wunderbare schrullige Flair. Insbesondere die Franzosen wissen ihre Streifen mit absonderlich-schrägen Figuren so zu bevölkern, dass die Filme beinahe schon ohne Handlung zum Brüllen komisch sind. Bei Eldorado, einer belgisch-frazösischen Koproduktion, liegt die Sache nicht anders: Da kommt der bärige, bärtige, abgeschnittene Jeans tragende und etwas verranzt aussehende Yvan (Bouli Lanners) nach Hause und findet einen Einbrecher unter seinem Bett vor.
Eigentlich würde er ihn jetzt gerne rauszerren und ordentlich vermöbeln. Doch der Einbrecher hat sich unter der Schlafstätte festgekrallt und wehrt sich mit Händen und Füssen. So richtig überzeugt das zwar nicht; aber man nimmt Lanners alias Yvan den trotteligen und nicht besonders mutigen Dicken schon ab; was bereits in den ersten Minuten eine selten bekloppte Situation und reichlich absurde Komik schafft. Yvan bleibt in diesem skurrilen Patt nichts anderes übrig, als vor seinem eigenen Bett in einem Sessel die ganze Nacht Wache zu schieben. Allein diese Bilder sind schon Gold wert. Wo die großen Hollywood-Filmemacher noch und nöcher immer wieder einen drauflegen, damit es unterhaltsam wird, genügt hier schon so wenig.
Yvan schläft ein, und der Einbrecher versucht sich davonzumachen, stürzt aber die Treppe runter. Im Tageslicht hat sich der gefährliche "Terrorist", der sich unter dem Bett verbarrikadierte, plötzlich in einen dürren Kümmerling verwandelt. Eine wirklich mitleiderregende Gestalt. Yvan, der "hauptberuflich" große amerikanische Autos verhökert, hat eigentlich ein gutes Herz. Und Elie (Fabrice Adde), der Einbrecher, ist bloß aus purer Not bei ihm eingestiegen. Er brauchte Geld, um zu seinen Eltern, die an der französischen Grenze leben, zu gelangen. Nach einigem Zögern, beschließt Yvan ihn dorthin zu fahren. Für die beiden beginnt eine merkwürdige und manchmal bizarr-surreale Reise, in deren Verlauf sie allerlei merkwürdige Gesellen, aber auch abgedrehte Spinner kennen lernen: Auf der Tour durch die weite und grüne wallonische Landschaft begegnen ihnen "Todespropheten der Landstraße" wie Freikörperfetischisten.
Und genau aus dieser merkwürdigen Struktur bezieht dieses eigenwillige Roadmovie seine Kraft. Doch ebenso hangelt es sich - manchmal etwas verzweifelt - von einer zur nächsten abgefahrenen Situation. Dazwischen lebt die Geschichte gerade noch davon, dass sich Yvan und Elie persönlich etwas näher kommen. Abgesehen aber davon, dass beide irgendwie kaputte Typen sind, was sie mit der Zeit scheinbar zusammenschweißt, erfährt man viel zu wenig über sie. Auf die Dauer trägt sich diese Geschichte damit nicht. Die Spannung zwischen den beiden ist dafür nicht ausreichend. Schlussendlich gibt es auch kein gemeinsames Ziel, außer dem Besuch bei Elies Eltern. Wirklich schade, dass es so abflacht, denn der Film beginnt viel versprechend. Das Feuerwerk des Wahnsinns aus der Normalität heraus, bleibt aber aus, was mitunter ganz klar an einer Story liegt, die ohne echten Plot auskommt.
Sobald die Geschichte ihr Potenzial an absurder Situationskomik aufgebraucht hat und die beiden das Ziel der Reise erreicht und auch irgendwie verfehlt haben, sehnt man das Ende herbei. Dieses ist zwar nicht unbedingt voraussehbar, aber es ist irgendwie absehbar, dass es nicht ewig so weitergehen kann. Das Finale hat viel von einer offenen Parabel oder vielleicht sogar einem Zirkelschluss. Das Gefühl bleibt, dass diese Story für die Charaktere, ebenso wie für die Zuschauer, nicht mehr als eine bedeutungslose Episode ist. Man muss die Filme zum Schluss nicht unbedingt amerikanisieren oder heile Welt Szenarien basteln, aber die pure Tristes der Realität ist auch nicht immer schön.  Weitere interessante Filme
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