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Batman

(Batman, 1989)

Dt.Start: 26. Oktober 1989 Premiere: 23. Juni 1989 (USA)
FSK: ab 12 Genre: Action, Fantasy
Länge: 126 min Land: UK, USA
Darsteller: Michael Keaton (Batman/Bruce Wayne), Kim Basinger (Vicki Vale), Jack Nicholson (The Joker/Jack Napier), Robert Wuhl (Alexander Knox), Pat Hingle (Police Commissioner Gordon), Billy Dee Williams (Harvey Dent), Michael Gough (Alfred Pennyworth), Jack Palance (Boss Carl Grissom), Jerry Hall (Alicia), Tracey Walter (Bob the Goon), Lee Wallace (Mayor Borg), William Hootkins (Lt. Eckhardt)
Regie: Tim Burton
Drehbuch: Sam Hamm, Warren Skaaren


Inhalt

In der Metropole Gotham City sind Kriminalität und Korruption auf dem Vormarsch, doch eine mysteriöse Gestalt im Fledermauskostüm hat es sich zur Aufgabe gemacht die finsteren Machenschaften der Unterwelt zu bekämpfen: Batman. Doch auch die Gegenseite hat einen neuen Helden, den bizarren Joker, der die Stadt mit seinem Smylex-Nervengift fest im Griff hat.
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Kritik

Batman hat eine Wertung von 70%

Bruce Wayne alias Batman zählt wahrscheinlich zu den bekanntesten und beliebtesten Superhelden der Comicwelt. Zum ersten Mal erschien der dunkle Ritter (Dark Knight, wie er von Fans manchmal auch genannt wird) im Mai 1939, sein geistiger Vater war Bob Kane. Aufgrund der großen Popularität der Comics war es nur eine Frage der Zeit, bis Batman auch auf den TV-Schirmen und Kinoleinwänden herumflattern würde, und tatsächlich hatte der Mann im Fledermauskostüm dort schon vor diesem Film einige Auftritte, wovon die Realserie aus den 60ern mit Adam West einer der bekanntesten sein dürfte. 50 Jahre nach Batmans Geburt kam 1989 der bis dato wohl ambitionierteste Versuch seine Abenteuer in bewegten Bildern festzuhalten in die Kinos: Tim Burton setzte in Batman Michael Keaton in der Rolle des Bruce Wayne in Szene.

Der Film setzt keine Kenntnisse der Comics voraus, die Figur wird praktisch komplett neu eingeführt, zunächst ist seine Existenz in Gotham City nur ein Gerücht, später wissen die Polizeibehörden noch nicht, ob er Freund oder Feind ist. Natürlich wird ein Superheld erst dann zu einem solchen, wenn es auch einen Superschurken gibt, den es zu bekämpfen gilt, in diesem Fall ist das Jack Napier, besser bekannt als der Joker, der nach einem unfreiwilligen Säurebad und einer mehr oder weniger gelungenen Gesichtsoperation ein statisches Grinsen im Gesicht kleben hat. Den Part des Jokers übernahm Jack Nicholson, und zu dieser Casting-Entscheidung kann man den verantwortlichen Personen eigentlich nur gratulieren, denn es hätte keinen passenderen Schauspieler für diese Rolle geben können als ihn. Im Grunde lebt der Film sogar mehr von Nicholsons hysterischem Joker als von Keaton, der als Batman zwar ziemlich cool, aber - vielleicht auch gerade deshalb - seltsam distanziert wirkt.

Andererseits ist der Charakter Bruce Wayne ohnehin von einer melancholischen Stimmung umgeben, so gesehen könnte man das noch als beabsichtigt durchgehen lassen. In der obligatorischen amourösen Nebenhandlung sehen wir dann auch noch Kim Basinger als die holde Maid, die der Bösewicht gerne hätte, aber nur der Held bekommen kann - ein vorhersehbarer aber willkommener Bonus. Der größte Pluspunkt von Batman ist aber weder Keaton noch Nicholson, sondern ganz klar die Umsetzung durch Tim Burton, der hiermit erst seinen dritten Kinofilm abgeliefert hat. Der gothisch anmutende und passenderweise comichafte Stil Burtons findet hier einen optimalen Anwendungsbereich, Gotham City wirkt so dunkel und bedrohlich wie es sein sollte. So verbindet sich das Design mit den oftmals seitlich leicht gekippten Kameraeinstellungen und dem schönen Score von Burtons Lieblingskomponisten Danny Elfman zu einer bizzaren Szenerie, in der Batman geisterhaft umherschleichen kann.

Das Drehbuch ist, abgesehen von einigen netten Gags (z.B. den verlotterten TV-Moderatoren, nachdem bekannt wurde, dass der Joker vermutlich Körperpflegeprodukte mit seinem Gift versetzt hat), eigentlich eher Hollywood-Hausmannskost nach Schema F und hat nichts tolles zu bieten, außerdem hat der Comic ja schon die grobe Vorarbeit für die Story geleistet, aber Burtons Regie rettet die Stimmung und damit den Film. Zählt man all das zusammen, kommt man unterm Strich zu dem Ergebnis, dass Batman ziemlich genau das ist, was der Film sein möchte, nämlich eine unterhaltsame Comicverfilmung mit Hochglanz-Optik. Nicht mehr, nicht weniger.

von Daniel Bund


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