Auch wenn News Movie kurzweilige Unterhaltung verspricht und besonders zu Beginn noch ein paar Brüller zu bieten hat, wird er leider mit jeder Minute schlechter. Ein paar nette Gags und zumindest kurzzeitig ganz witzige Gastauftritte von Steven Seagel und einem Popsternchen mit eindeutig zweideutigen Songs ändern nichts an der platten, niveaulosen Verblödung, die dieser Film auf den Zuschauer loslässt. Denn News Movie erzählt nicht wirklich eine Geschichte, sondern reiht eigentlich nur Gags aneinander, die meist nicht viel zu bieten haben.
News Movie ist nicht wirklich ein Spielfilm, sondern viel mehr eine Aneinanderreihung von Sketchen, die lose durch eine Nachrichtensendung zusammengehalten werden. Einen roten Faden gibt es dabei nicht. Der Deckmantel der Nachrichtensendung soll den Film zur Medien- und Gesellschaftssatire machen. Doch insgesamt bleibt News Movie eine kurzlebige, flache Komödie ohne jeden Anspruch oder Tiefgang. Natürlich muss ein Film, dessen Hauptziel es ist, sein Publikum zum Lachen zu bringen, nicht unbedingt tiefgründig sein, was er dabei aber unbedingt bieten sollte, sind Humor und Originalität. Leider reichte das Repertoire der Macher hier nicht über die vollen 80 Minuten, sodass es selbst für diese kurze Spielzeit einfach zu wenige Lacher gibt.
Am ehesten vergleichen lässt sich News Movie in seiner Absicht, so gut es geht Tabus zu brechen und auf diese Weise in irgendeiner Form als gesellschaftskritisch da zu stehen, mit Uwe Bolls Postal. Auch in News Movie wird mit aller Kraft versucht, nicht nur die amerikanische Gesellschaft zu parodieren, sondern eben auch ständig übers Ziel hinaus zu schießen (wobei Bolls Film hier nicht erreicht wird). An dieser Stelle ist man sich auch nicht für Behindertenwitze zu schade. Außerdem müssen zudem unbedingt wieder um jeden Preis Terroristen rein und spätestens hier ist der Humor dann doch schon sehr aufgebraucht, da war selbst Uwe Boll um einiges witziger.
News Movie hat definitiv Szenen zu bieten, bei denen man wirklich herzhaft lachen kann. So konnte ich mir die Stelle mit den Halsgurten zu Beginn des Filmes gut 20 Mal ansehen und immer noch lachen, und auch Steven Seagels (Alarmstufe Rot) Gastauftritte als "Schwanzboxer" in einer Art "Film im Film" sind unvergesslich. Okay, das unschuldige Popsternchen, das Interviews im Rollkragenpulli gibt und behauptet, noch Jungfrau zu sein und dann mit sehr eindeutigen Hits die Charts stürmt, ist auch noch ganz amüsant. Leider war es das dann aber auch schon. Der Rest des Filmes ist belanglos und kein Stück witzig, sondern meist nur übertrieben, albern oder vollkommen daneben.
Wer lachen will, schaut sich die ersten 15 Minuten an und schaltet dann ab. Denn alles was danach kommt, muss man wirklich nicht gesehen haben. Retter des Filmes ist Steven Seagel der herrlich selbstironisch daher kommt und den Film um eine Kultfigur bereichert. Allein wegen ihm lohnt sich ein Blick, allerdings ist sein erster Auftritt auch schon in den ersten 15 Minuten zu sehen und die Weiteren kann man sich, wie gesagt, getrost sparen.