The Good, The Bad, The Weird Poster

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The Good, The Bad, The Weird

(Joheunnom nabbeunnom isanghannom, 2008)

Durchschnittliche Redaktionswertung

80%



Inhalt

In den 30er Jahren treffen sich durch Zufall drei Koreaner in der Mandschurei. Der eine ist ein Dieb mit neun Leben, der eine Landkarte gestohlen hat. Der andere ist der Boss einer Bande von Banditen und ebenfalls an dieser Karte interessiert. Der letzte ist ein Kopfgeldjäger, der eigentlich hinter beidem her ist. So beginnt eine wilde Jagd quer durchs Land, an der sich auch noch die japanische Armee, sowie asiatische Banditen beteiligen. Schnell wird klar, dass am Ende nur einer übrig bleiben kann - nur wer?

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The Good, The Bad, The Weird

Kritik

von Daniel Licha

Wertung Kritik

80%

Man nehme einen Film wie Kill Bill - Volume 1, mische ihn mit den Western von Sergio Leone, gebe eine Prise Eastern hinzu, garniere das mit den besten Momenten von Indiana Jones und dann hat man noch nicht mal ansatzweise eine Vorstellung, was für eine Lachattacke den Zuschauer in dieser abgefahrenen Spaßbombe erwarten wird.

Bild aus The Good, The Bad, The Weird Der Filmtitel sagt schon alles: Hierbei handelt es sich um eine Hommage an den Westernklassiker The Good, The Bad and the Ugly (in Deutschland unter dem Titel Zwei glorreiche Halunken bekannt) von Regielegende Sergio Leone. Regisseur Ji-woon Kims Filmografie (A Bittersweet Life und A Tale of Two Sisters gehören zu seinen bekanntesten Werken) ist bislang makellos. Auch der Trailer zu seinem neuesten Werk macht Laune, dazu lassen die großartige Besetzung der Hauptcharaktere mit drei der besten Darsteller Koreas, sowie die minutenlangen Standing Ovations bei der Uraufführung in Cannes auf Großes hoffen.

Die Mandschurei in den 30er Jahren: Es gibt eine Karte, die zu einem der größten Schätze der Welt führen soll. Bei einem Zugüberfall gerät der Gauner The Weird zufällig an dieses wertvolle Stück. Doch seine Freude über den Fund währt nicht lange, denn der berüchtigtste Killer des ganzen Landes The Bad heftet sich an seine Fersen, um ihm die Karte und sein Leben zu nehmen. Jedoch haben die Beiden die Rechnung ohne den Kopfgeldjäger The Good gemacht, der nichts lieber täte, als neben dem Schatz noch das Kopfgeld der beiden gesuchten Verbrecher einzukassieren.

Schon bei der Story wird ersichtlich, dass sich die Macher ganz klar auf ein Tribut an Leones Klassiker versteift haben. Dies ist natürlich alles andere als schlecht, denn auch hier macht es unglaublichen Spaß den Charakteren beim gegenseitigen Ausspielen zuzusehen. Zwar hat die Geschichte in einigen Momenten doch ihre Längen und auch am Ende eine Wendung nicht unbedingt nötig gehabt, aber dennoch mindert das die Unterhaltung nicht im Geringsten, da hier ganz klar der Spaß im Vordergrund steht und davon bekommt der Zuschauer reichlich geboten.

Nach einem Horror- und einem Rachedrama darf Ji-woon Kim in seiner Hommage an das Westerngenre nun richtig die Sau rauslassen. Seine Inszenierung ist ein herrlich moderner Mix aus den üblichen Westernelementen gepaart mit dem typischen asiatischen Kino und einem Hauch Tarantino. Letzteres zeigt sich vor allem bei der perfekten Musikauswahl, aber auch die kaltblütige Coolness der Charaktere, die keine Rücksicht auf Verluste kennen, steigert den Unterhaltungsgrad enorm. Die Höhepunkte, wie die herrliche Einführung der Charaktere bei einem großartig choreografierten Zugüberfall, sowie eine circa zehnminütige Verfolgungsjagd in bester Indiana Jones Manier werden sicher schon bald Kultstatus erreichen.

Viel ist bei einer Spaßbombe wie dieser auch von der Chemie der Hauptdarsteller abhängig und hier hat die Castingabteilung voll ins Schwarze getroffen. Wie schon in Ji-woon Kims A Bittersweet Life liefert Byung-hun Lee eine megacoole Performance ab, darf als The Bad kaltblütig die Sau rauslassen und ist damit eines der großen Highlights des Filmes. Der unterhaltsame Part, The Weird, wird von Kang-ho Song als tolpatschiger, kleiner Gauner verkörpert und ist mit seiner herrlich verschrobenen Art sicher der Sympathieträger des Filmes. Dritter im Bunde ist Woo-sung Jung, der eine ebenso coole Performance als The Good abliefert, jedoch ein kleinwenig hinter den Darbietungen der anderen Beiden zurück bleibt.

Mit The Good, The Bad, The Weird gelang Ji-woon Kim eine herrliche Hommage an das Westerngenre, insbesondere des titelgebenden Leone Klassikers. Auch wenn es ein paar inhaltliche Schwächen und kleine Längen gibt, ist der Film ein riesen Spaß, der dank der erneut perfekten Inszenierung des Regisseurs, sowie den spielfreudigen Leistungen der drei Hauptdarsteller, nahezu jedem zu empfehlen ist, denn auch Zuschauer die dem Westerngenre eher skeptisch gegenüberstehen werden sicher ihren Spaß haben.

Keine weitere Wertung


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Dt. Start: 22. Apr 2004
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