Die Verfilmung des erfolgreichen, gleichnamigen Romans krankt an seinen unglaubwürdigen Charakteren, sowie der einfallslosen Regie und den weitestgehend bescheidenen Darstellerleistungen. Dass der Film nicht in einem Totalausfall endet, ist dem bemühten Ende zu verdanken, welches den Film zumindest ein wenig aus den niedersten Wertungsregionen ziehen kann.
Lange Zeit hat Drehbuchautor Larry Doyle sein Skript Produzenten diverser Studios angeboten. Doch als Absage auf Absage für den einstigen Simpsons-Autor niederprasselte, entschloss er sich, das Ganze nun in Romanform zu veröffentlichen. Dabei konnte sein Buch einen kleinen Überraschungserfolg für sich verbuchen und so erstaunte es natürlich niemanden, dass Doyle am Ende doch noch eine Verfilmung seiner Geschichte erreichen konnte.
Beth Cooper ist Cheerleaderin, das schönste Mädchen der Schule und natürlich mit dem größten Vollpfosten der Menschheitsgeschichte zusammen. Dennis Cooverman hingegen ist Klassenbester und der wohl größte Nerd der Schule. Dass diese beiden Personen nicht zusammenpassen, sollte klar sein, doch auf der Abschlussveranstaltung gibt sich Dennis einen Ruck und posaunt vor versammelter Mannschaft in seiner Rede heraus, dass er Beth Cooper liebt. Diese findet das zunächst amüsant, doch ihr Freund und seine muskelbepackten Freunde sehen das etwas anders.
Mal wieder wird auf den Zuschauer die Geschichte losgelassen, dass der größte Nerd und das heißeste Mädchen der Schule füreinander gemacht seien. Doch bis der Zuschauer zu den Stärken des Drehbuchs vordringen kann, muss er erst einmal mit Ausnahme von ein paar wenigen amüsanten Momenten, einen großen Berg an Kalauern und Fäkalhumor über sich ergehen lassen. Dass dabei auf die üblichen Sidekicks nicht verzichtet wurde, tut sein übriges, um die Geschichte in ein unglaubwürdiges 08/15-Massenspektakel zu verwandeln. Bis am Ende die eigentliche Intention des Filmes zum Vorschein tritt, die zudem gar nicht so Recht zum bis dahin gesichteten Einheitsbrei passen möchte, ist es trotz eines bemühten Versuches, die Kurve noch zu kriegen, leider schon 5 nach 12.
Dass ein Komödienveteran wie Chris Columbus, der uns einen der besten Harry Potter-Filme, sowie einige sehr unterhaltsame Familienfilme beschert hat, den Regieposten übernahm, ist verwunderlich. Nicht eine Sekunde erkennt man, dass hier eine gestandene Genregröße hinter der Kamera am arbeiten war, wirkt die Regie doch gänzlich uninspiriert und von der Stange kommend, so dass nahezu jeder Regieneuling das sicherlich auf einem ähnlichen Niveau hinbekommen hätte.
Mit Ausnahme von Seriensternchen Hayden Penettiere hat man hier komplett auf bekannte Namen verzichtet. Dies kann in vielen Fällen von Vorteil sein, hier jedoch merkt man das fehlende schauspielerische Potential unter den Akteuren. Während Penettiere sich bemüht, gegen ihren unglaubwürdigen Charakter anzukämpfen (sei es damit komplett entblößt vor der Kamera zu stehen), ist ihr männliches Gegenstück leider eine absolute Fehlbesetzung. Basterd Paul Rust ist nicht nur zehn Jahre zu alt für seine Rolle, sondern kann diese auch zu keinem Zeitpunkt glaubwürdig ausfüllen.
Dass man eine Geschichte wie diese wundervoll romantisch und auch gleichzeitig glaubwürdig in Szene setzen kann, hat uns zu Beginn des Jahres Nick und Norah - Soundtrack einer Nacht bewiesen. I Love You, Beth Cooper entpuppt sich jedoch als massentauglichere Variante, die nicht mehr will, als den üblichen immer wieder durchgekauten Einheitsbrei zu präsentieren. Dass man gegen Ende wenigstens bemüht war, das Ganze einigermaßen glaubwürdig zu Ende zu bringen, rettet den Film zwar vor dem Totalausfall, aber bis dahin muss der Zuschauer sich erst einmal durch schwache 1 ½ Stunden Laufzeit quälen.