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Final Destination 4

(The Final Destination, 2009)

Dt.Start: 03. September 2009 Premiere: 28. August 2009 (USA)
FSK: ab 18 Genre: Horror
Länge: 82 min Land: USA
Darsteller: Bobby Campo (Nick O'Bannon), Shantel Vansanten (Lori Milligan), Nick Zano (Hunt Wynorski), Haley Webb (Janet Cunningham), Mykelti Williamson (George Lanter), Krista Allen (Samantha), Stephanie Honore (Gearhead's Freundin), Andrew Fiscella (Charlie "Gearhead" Kewzer)
Regie: David R. Ellis
Drehbuch: Eric Bress


Inhalt

Kurz bevor Nick O'Bannon und seine Freunde sich ein Autorennen ansehen wollen, hat er die Vision eines Unglücks, welches dabei stattfindet. Nach einem Crash fliegen Autoteile ins Publikum und viele Menschen sterben. Nick hindert seine Freunde daran, die Tribüne an der Rennbahn zu betreten und rettet ihnen damit das Leben: das furchtbare Unglück geschieht tatsächlich. Doch der Tod lässt sich nicht betrügen - ein Überlebender nach dem Anderen wird sterben.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Final Destination 4 hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 77%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Kurt Meinicke
Final Destination 4 hat eine Wertung von 77%
Mit Final Destination 4 geht die erfolgreiche Horror-, beziehungsweise Fun-Splatter-Reihe in die vierte und letzte Runde. Wieder geht es um einen Teenager, der dank einer Vorahnung sich und ein paar anderen Menschen das Leben rettet, und wieder lässt der Tod höchst persönlich niemanden so einfach von seiner Schippe springen. Was dieses schwarzhumorige und selbstironische Finale von seinen Vorgängern jedoch unterscheidet, ist der auf die Spitze getriebene Splattergrad und der Einsatz von neuester HD 3D-Technik, mit welcher durchgehend nach Herzenslust gespielt wird. Freunde der bisherigen Teile und deren Entwicklung sollten sich diesen überdrehten Trip im Kino nicht entgehen lassen!

Bild aus Final Destination 4 Da James Wong (Final Destination & Final Destination 3) aufgrund von Terminschwierigkeiten absagen musste, ging das heitere hin und her auf dem Regiestuhl wie gehabt weiter, und somit nahm für Final Destination 4 abermals David R. Ellis (Final Destination 2, Snakes on a Plane) das Zepter in die Hand. Dieser hatte die Zeichen der Zeit erkannt und nachdem die im Grunde immer gleiche Geschichte nun schon drei mal in den Kinos verbraten wurde, war eine seiner Bedingungen der Einsatz von 3D. Mit neuester HD-Technik ausgerüstet machte man sich also ans Werk und konzentrierte sich dabei auf die große Stärke der Reihe: ausgefallene Todesszenen, welche explizit dargestellt werden.

Es sollte eigentlich ein unterhaltsamer Nachmittag im NASCAR-Rennstadion werden, als Nick O'Bannon (Bobby Campo - Natürlich Blond 3: Jetzt geht's doppelt weiter) eine schreckliche Vision ereilt: Eine Unachtsamkeit auf der Rennstrecke würde bald eine katastrophale Kettenreaktion auslösen, welcher unzählige Menschen zum Opfer fallen. In Panik versetzt löst er einen kleinen Tumult aus und verlässt mit seinen Freunden - sowie gefolgt von ein paar aufgebrachten oder selbst verängstigten Zuschauern und einem Ordnungshüter - das Stadion. Noch bevor Nick erklären kann was eigentlich los ist, gibt es im Stadion einen Knall und die Katastrophe nimmt ihren Lauf. Da nun wieder einmal ein paar Menschen ihrem vorbestimmten Schicksal entkommen sind, ist es abermals die Aufgabe des Sensemanns, diese verirrten Seelen schnellstmöglich und auf phantasievolle Art und Weise an ihr endgültiges Ziel zu bringen. Allerdings hat Nick in der Folge weiterhin bruchstückhafte Visionen mit Hinweisen, welche es ihm vielleicht ermöglichen könnten, das Schicksal zu verändern.

Die Final Destination-Reihe lebte schon immer von den einzigartigen oder überraschenden Todesarten und der Tatsache, dass man seinem Schicksal nicht entkommen kann. Wurde dies zu Beginn noch in eine spannende Horrorgeschichte gepackt, so entwickelte sich die Reihe immer weiter weg von der Ernsthaftigkeit, um bei Final Destination 3 endgültig im Fun-Splatter-Bereich zu landen. In Anbetracht der Tatsache, dass man diese geniale aber dennoch sehr simple Grundhandlung gar nicht großartig weiterentwickeln kann, ist diese durchlaufene Entwicklung durchaus als positiv zu betrachten und wer sich gerne in diesem Genre aufhält, muss sehr weit gehen, um etwas Unterhaltsameres zu finden.

Der Originaltitel The Final Destination deutet es an, und Produzent Craig Perry (American Pie) bestätigte es bereits: Final Destination: Death Trip wird der letzte Film der Reihe sein. David R. Ellis erkannte auch das darin enthaltene Potential, und so wurde aus dem Film nicht nur ein vierter Teil, sondern eine selbstironische Hommage mit viel schwarzem Humor an dessen drei Vorgänger. Am offensichtlichsten ist dies im Vorspann, welcher an sich schon ein wahrer Augenschmaus ist und in welchem eine tolle Idee perfekt umgesetzt wird. Der Abspann ist auf visueller Ebene auf gleichem Niveau, und so macht der Film am Ende auch einen sehr runden Eindruck.

Merkte man im dritten Teil bereits, dass der Tod so langsam die Nase voll von Teenagern mit ihm die Tour vermasselnden Vorahnungen hatte, so wird er bei dieser abschließenden Geschichte erst so richtig aktiv und zeigt ganz klar, wer der Herr im Hause ist, wenn es ums Sterben geht. Die Devise "Es soll wie ein Unfall aussehen" wird immer wieder über Bord geworfen, und wenn die Dinge erst einmal richtig platziert werden müssen, dann wird dies auch gleich wie von Geisterhand erledigt. Die daraus resultierenden zahlreichen Todesszenen - der Body-Count ist hier innerhalb der Serie am höchsten - hat man zu einem großen Teil so noch nicht gesehen, und entschädigen oftmals auf irrsinnige Weise für die fehlende Originalität in Sachen Handlung und Charakterzeichnung.

Auch wenn der Film in 2D sicherlich ebenfalls Spaß macht, so sind die 3D-Effekte die heimlichen Stars des Films: So oft es geht, fliegen einem diverse Gegenstände oder blutige Körperteile entgegen und so kommt es schon mal vor, dass man als Zuschauer regelrecht versucht diesen Objekten auszuweichen. In Sachen 3D haben sich die Macher vor allem innerhalb der Szenen mit den bruchstückhaft dargestellten Hinweisen so richtig ausgetobt. Zwar ist dort der ohnehin allgemein häufige Einsatz von CGI am auffälligsten, doch stört dies in einem solchen Kontext kaum und sorgt vielmehr für einen bisher nicht dagewesenen Spaß in der dritten Dimension!

Bobby Campo ist kein Devon Sawa, welcher den ersten Film nahezu im Alleingang tragen konnte. Auf der anderen Seite fällt es aber immer wieder auf, dass er sich angenehm zurück hält und den Film somit auf dessen humorvoller Ebene belässt. Auch der restliche Cast versucht erst gar nicht in die hauchdünn geschriebenen Rollen etwas hinein zu interpretieren, was nicht da ist: Frauenschwarm Nick Zano (Joy Ride 2: Dead Ahead) spielt den coolen Hunt Wynorski und somit sich selbst, die sympathische Newcomerin Shantel VanSanten belegt als Nicks Freundin Lori Milligan die weibliche Hauptrolle, Haley Webb (Big Game) gibt Hunts zickige Ex-Freundin Janet Cunningham und Mykelti Williamson (Get Rich or Die Tryin', Lucky Number Slevin) überzeugt als freundlicher Ordnungshüter George Lanter. Alle weiteren Figuren wurden ebenfalls sehr typisch gezeichnet (es gibt einen Rassisten, einen Cowboy, usw.), weswegen man auch keine Probleme hat, den Überblick zu behalten - dies könnte bei anderen Filmen sicherlich ein Kritikpunkt sein, macht hier aber durchaus Sinn.

Mit einer Laufzeit von gerade mal 82 Minuten inklusive Abspann, ist David R. Ellis ein kurzweiliger Abschluss gelungen, welcher die Erwartungen der Fans keinesfalls enttäuschen dürfte. Vom mit Musik der Band Shinedown optimal unterlegten Einstieg bis zu den allerletzten Bildern macht der Film Spaß, ohne irgendwelche Längen aufzuweisen oder seine Herkunft zu verleugnen. Dazu wimmelt es nur so von kleinen Details für die Fans der Reihe, und der 3D-Effekt tut sein Übriges den Unterhaltungswert nach Oben zu schrauben. Zwar ist und bleibt das Original unerreicht, doch mit Final Destination 4 darf man nun die beste Fortsetzung im Kino erleben; und da es sich gleichzeitig um die Letzte handelt, sollte man sich diesen Trip erst recht nicht entgehen lassen!



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