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Die Tür

(Die Tür, 2009)

Durchschnittliche Redaktionswertung

55%



Inhalt

Fünf Jahre nach dem Tod seiner Tochter, an dem David Schuld trägt, ist von dem einst so erfolgreichen Maler nichts mehr übrig geblieben. Er ist ein menschliches Wrack und hat keine Hoffnungen mehr, sich selbst zu vergeben. Doch dann bekommt er die Möglichkeit alles wieder gut zu machen. Er entdeckt eine Tür, hinter der seine Vergangenheit abläuft. Nun hat er die Chance, seine Tochter vor dem tödlichen Unfall zu retten. Jedoch entwickelt sich das ganze zu einem echten Schreckensszenario, denn in der Parallelwelt scheint nichts so zu sein, wie es aussieht.

Kritik

von Julian Reischl

Wertung Kritik

55%

Familiendrama, das sich nach einer Weile in ein übernatürliches Abenteuer entwickelt. Sehr gelungene Idee für eine packende Geschichte, leider etwas dünn und langsam inszeniert, sowie mit blassen Nebenfiguren ausgekleidet. Schweißnasse Hände wie in thematisch ähnlichen Hollywoodproduktionen sind nicht zu erwarten, ebensowenig wirklich weltbewegende, abgrundtiefe Konflikte. Eher ein kleiner, besonderer Kulturfilm im Gegensatz zum gnadenlosen Psychoschocker, der er hätte sein können.

Bild aus Die Tür Der gefragte Künstler David Andernach wohnt mit seiner Frau Maja und der gemeinsamen Tochter Leonie in einer schnieken Vorstadt: Traumhafte alte Villen, riesige Grundstücke, alte Bäume. In einem Nebengebäude geht David seiner Arbeit nach und malt die Klassiker von morgen. Und wenn Maja mal nicht da ist, bumst David die Nachbarin. Doch das hat Folgen: Während eines seiner Schäferstündchen ertrinkt Leonie im Pool, in den sie bei der Schmetterlingsjagd stürzt. David ist natürlich fertig mit der Welt. Fünf Jahre später ist der Künstler total abgerissen, die Ehe mit Maja ist natürlich schon lange zu Ende. Da beschließt David, einen Schlussstrich zu ziehen.

Im Villenviertel will er sich umbringen, im Pool tief einatmen, und so seine Leonie wiedersehen. Doch das klappt nicht. Stattdessen findet David eine Art Tunnel am Ende der Straße in der Ruine eines Torbogens. Am anderen Ende tritt David aus demselben Torbogen, durch den er hineingegangen ist, wieder ins Freie. Mit dem Unterschied, dass es plötzlich Sommer ist, und fünf Jahre zuvor. Und dass Leonie noch lebt.

David tut, was er sich schon immer gewünscht hat: Er macht den Tod seiner Tochter ungeschehen. Während der alternative David das Schäferstündchen mit der Nachbarin durchzieht, rettet der eigentliche David Leonie. Doch der alternative David kommt nach Hause, vermutet einen Einbrecher und greift David an.

Das Strickmuster von Die Tür ist im Grunde sehr einfach, der Film spielt jedoch nicht mit den Möglichkeiten der Zeitreise wie Zurück in die Zukunft, sondern behandelt eine Parallelwelt, die der unseren rund fünf Jahre hinterher ist. Man kann durch den Tunnel zwischen den Welten hin- und herwechseln, doch es gibt auch je zwei Ausgaben jeder Person. Dies führt natürlich zu Konflikten.

Man wünscht sich etwas mehr Tiefgang bei diesem Film, bessere Figuren und vor allem weniger gestelzte Dialoge. Ständig werden Umstände erklärt, die viel besser durch Schauspiel vermittelt werden könnten. Alle Figuren, außer Davids Familie, sind Beiwerk, doch dafür nicht intensiv genug gezeichnet. Da gibt es den Künstler und Freund Max, einen typischen Blockwart-Nachbarn, die Freundschaft-mit-Privilegien-Nachbarin Gia von gegenüber und einmal auch ein Volk von Partygästen, die alle als gute alte Freunde rüberkommen sollen und eifrig in die subjektive Kamera prosten. Doch leider sind all diese Figuren völlig blass, ohne Tiefgang und nennenswerter Vorgeschichte, allesamt Statisten und Nebenrollen.

Die Entwicklung der Handlung und des Konflikts dahingegen, ausgedacht von Akif Pirinçci in seinem dem Film zugrundegelegten Roman "Die Damalstür", ist tiefgründig, spannend und zunehmend erschreckend. Es empfiehlt sich, den Film aufmerksam zu verfolgen, um die vielen kleinen Andeutungen nicht zu verpassen. Ein spannendes Drama mit übernatürlichen Elementen und sich daraus ergebenden, surrealen Konflikten. Leider etwas trocken gespielt und inszeniert, mit einem technisch (nicht aber dramaturgisch) absolut armseligen Schlusspunkt.

Keine weitere Wertung


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