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Gamer

(Gamer, 2009)

Durchschnittliche Redaktionswertung

65%



Inhalt

Im Amerika einer nicht ganz so fernen Zukunft hat der Milliardär Ken Castle eine Gedankenkontrollsoftware entwickelt, die es Computerspielern in aller Welt erlaubt, reale Todeskandidaten in makabren Online-Spielen als Avatare zu steuern und gegeneinander antreten zu lassen. Einer dieser modernen Gladiatoren ist Kable, der Superstar des Ego-Shooters "Slayers". Er versucht verzweifelt, aus diesem perfiden "Spiel" zu entkommen, um seine Familie zu befreien und den rücksichtslosen Ken Castle zur Strecke zu bringen.

Kritik

von Daniel Licha

Wertung Kritik

65%

Erneut wird aus dem Töten von Mördern ein Reality-TV-Ereignis. Im Stile von Running Man und Death Race darf sich nun Gerard Butler als ferngesteuerte Marionette durch diverse Schlachten spielen. Dabei kann sich der Film nicht entscheiden, ob er nun Satire oder Actionfilm sein möchte und hat trotz einiger toller Ideen mit seinem visuellen Overkill zu kämpfen. Doch zum Glück rettet Dexter Michael C. Hall mit einer abgefahrenen Performance den Tag und somit auch die kurzweilige Unterhaltung für den Zuschauer.

Bild aus Gamer Mit einem kleinen, aber feinen Film names Crank haben sich Mark Neveldine und Brain Taylor einen Namen bei allen hartgesottenen Actionfans gemacht. Ihr Rezept war ein visueller Overkill, der nahezu perfekt in die Handlung eingebettet wurde. Nachdem sie dieses Konzept bei dessen leicht enttäuschenden Fortsetzung weiter ausgebaut haben, folgt nun ein eigenständiger Film names Gamer, dessen Trailer erneut einen actiongeladenen Film mit cooler Optik verspricht, der sogar ein wenig Gesellschaftskritik erwarten lässt.

In einer nahen Zukunft entwickelt Ken Castle eine Technologie, die es ermöglicht, über ins Gehirn eingepflanzte Sensoren einen Menschen zu steuern. Mit dieser Erfindung wird er zum Milliardär, da er seine Erfindung für ein Reality-TV-Format nutzt, in dem Menschen andere Personen a la Die Sims durch eine eigens geschaffene Welt steuern können und ihre geheimsten Wünsche durch die Steuerung ihres Avatars ausleben können. Doch das aktuelle Highlight von Castles Schaffen ist eine Show names Slayers, in dem User inhaftierte Mörder steuern, die sich in künstlich geschaffenen Actionszenarios gegenseitig umbringen. Der Killer Kable ist Held dieses Spiels, doch eigentlich sucht er während des Spieles nur ein Schlupfloch zur Flucht, um wieder mit seiner Familie vereinigt zu sein.

Running Man meets Das Millionenspiel. Während ersterer sein Hauptaugenmerk auf Action legte, entschied sich die deutsche Adaption des Romanes Der Tod spielt mit die Gesellschaftskritik als Ausgangspunkt des Szenarios. Gamer will dies nun vereint sein und kann sich daher zu keinem Zeitpunkt entscheiden ob er nun ein stupider Actioner oder anspruchsvolle Gesellschaftskritik sein möchte. Dafür ist jedoch die Laufzeit des Filmes viel zu kurz geraten, so dass beide Punkte oftmals zu knapp und zusammenhangslos abgehakt werden, was jeglichen roten Faden vermissen lässt.

Inszenatorisch setzen die beiden Regisseure wie schon bei Crank auf ihren hektischen und visuellen Overkill. Während dies bei genanntem Film noch funktionierte, da es perfekt in die Handlung eingebaut wurde, ist es hier zu jedem Zeitpunkt fehl am Platze. So zerstört der unkontrollierte Schnitt nahezu jede Actionszene und lässt jegliche Choreografie vermissen. Auch die kompromisslose und blutreiche Härte des Filmes kommt daher so abgestumpft beim Zuschauer an, dass er sich zu keiner Sekunden wirklich schocken lässt.

Dennoch kann man den Machern eine gewisse Kreativität nicht absprechen. An manchen Stellen sprudelt ihr Film nur so vor tollen Ideen, die sie mit einer herrlichen Optik auch perfekt in Szene setzen konnten. Beispielhaft sei hier unter anderem die etwas andere Version des Tick-Tock-Kugelspiels erwähnt, in dessen Kugeln sich leicht bis gar nicht bekleidete Frauen befinden. Auch wenn der Bösewicht eine abgefahrene Musicalnummer mit seinen Killermarionetten aufs Parkett legt, ist man als Zuschauer immer wieder begeistert von diesen skurrilen Ideen. Diese werden meist noch mit einem nahezu perfekten Soundtrack ausgestattet, bei dem sich unter anderem Marylin Manson und die Bloodhound Gang die Ehre geben.

Mit Gerard Butler in der Hauptrolle hat man natürlich einen Mann gefunden, der (wenn man nach seinen letzten Rollen geht) sich nun endgültig als Actionstar einen Namen machen möchte. Dabei bleibt er dennoch relativ blass, da sein Charakter nur wenig hergibt, um sich richtig entfalten zu können. Dabei wird er unterstützt von einer ganzen Reihe bekannter Gesichter, die jedoch fast durchweg unterfordert agieren. Ganz schlimm ist dies bei Alison Lohman der Fall, deren Rolle man eigentlich ersatzlos aus dem Drehbuch hätte streichen können, während Milo Ventamiglia mit seinem Cameo wohl einen der abgefahrensten Kurzauftritte der letzten Jahre hinlegt. Doch Gamer ist hier ganz klar die Show von Michael C. Hall! Den meisten als sympathischer Serienkiller in Dexter bekannt, darf er hier als Bösewicht so richtig die Sau rauslassen. Mit einem abgefahrenen Overacting passt er sich der Inszenierung an und beweist damit ein unglaubliches Gespür für das Szenario.

Gamer zeichnen am Ende viele Höhen und Tiefen aus: In vielen Momenten stört der visuelle Overkill enorm, in anderen hingegen ist man erstaunt von den kreativen Ideen des Regieduos. Zum Einen hat die Geschichte viel Potential zu einer gelungenen Gesellschaftskritik, zum Anderen kann sie sich nicht entscheiden in welche Richtung sie gehen möchte. Der Großteil der Darsteller ist chronisch unterfordert, während Michael C. Hall hier eine abgefahrene Performance abliefert. So gleichen sich am Ende die Höhen und Tiefen weitestgehend aus, jedoch kann man als Zuschauer nicht verleugnen zumindest kurzweilig unterhalten worden zu sein. Dieses Vergnügen wird dem deutschen Kinogänger jedoch nur eingeschränkt zugesprochen, da sich die FSK scheinbar nicht wirklich amüsieren konnte und dem Film trotz einer FSK 18 nur in einer stark gekürzten Fassung freigab. Wer den Film also in seiner ungekürzten Fassung sehen möchte, der ist auf den Import einer ausländischen DVD oder Blu-Ray angewiesen.

Keine weitere Wertung


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