Nokan - Die Kunst des Ausklangs Poster

Film-Seite zu Nokan - Die Kunst des Ausklangs
Trailer zu Nokan - Die Kunst des Ausklangs
Poster zu Nokan - Die Kunst des Ausklangs
Offizielle Seite
Deutsche offizielle Seite
PDF zu Nokan - Die Kunst des Ausklangs

Nokan - Die Kunst des Ausklangs

(Okuribito, 2008)

Dt.Start: 26. November 2009
DVD: 30. April 2010
Premiere: 23. August 2008 (Montreal Film Festival, Kanada)
FSK: ab 12 Genre: Drama
Länge: 130 min Land: Japan
Darsteller: Masahiro Motoki (Daigo Kobayashi), Tsutomu Yamazaki (Ikuei Sasaki), Ryoko Hirosue (Mika Kobayashi), Kazuko Yoshiyuki (Tsuyako Yamashita), Kimiko Yo (Yuriko Kamimura), Takashi Sasano (Shokichi Hirata)
Regie: Yojiro Takita
Drehbuch: Kundo Koyama


Inhalt

Daigo Kobayashi ist Cellist. Nachdem sich sein Orchester aufgelöst hat, beschließt er mit seiner Frau in seine ehemalige Heimat zurückzukehren und sich dort auf die Suche nach einem Job zu begeben. Er wird sehr rasch fündig und bekommt ein Vorstellungsgespräch für eine Stelle, wie er glaubt, im Reise-Segment. Was er jedoch nicht weiß ist, dass er Menschen auf ihre "letzte Reise" schicken soll, es handelt sich nämlich in Wahrheit um ein Bestattungsunternehmen, das eine alte japanische Tradition vollführt.
Shopping-Box
DVDs zu Nokan - Die Kunst des Ausklangs Amazon-Shop
zum Film
Merchandising zu Nokan - Die Kunst des Ausklangs Poster & Merchandise
zum Film
Nokan - Die Kunst des Ausklangs bei eBay Artikel bei eBay
zum Film
Nokan - Die Kunst des Ausklangs bei Billiger.de Preisvergleich
für den Film

Durchschnittliche Redaktionswertung

Nokan - Die Kunst des Ausklangs hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 75%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Daniel Licha
Nokan - Die Kunst des Ausklangs hat eine Wertung von 75%
Yojiro Takitas Oscargewinner badet förmlich in einer gewissen Langatmigkeit. Dies ist jedoch nie negativ zu sehen, sondern erzeugt eine fast schon meditative Atmosphäre, die den Zuschauer schon zu Beginn in seinen Bann zieht. Hinzu kommt noch eine schöne und zugleich auch traurige Geschichte, sowie ein überaus überzeugendes Finale, das so einige Handlungslängen ohne Probleme überspielen kann.

Bild aus Nokan - Die Kunst des Ausklangs Er war der krasse Außenseiter bei den diesjährigen Academy Awards. Im Rennen um den Preis des besten Fremdsprachigen Filmes hatte wirklich niemand Nokan - Die Kunst des Ausklangs auf der Rechnung, sondern mit einem Sieg des Favoriten Waltz with Bashir gerechnet. Dank der Auszeichnung mit dem Oscar bekommt Yojiro Takitas Werk nun eine Kinoauswertung, die er allerdings auch qualitativ durchaus verdient hat.

Als sein Orchester überraschenderweise aufgelöst wird, steht der junge Cellospieler Daigo mit leeren Händen da. Da er sich das Leben in der Großstadt mit seiner Frau nun nicht mehr leisten kann, ziehen sie zurück in ihre Heimat um einen Neuanfang zu wagen. Dabei stößt Daigo auf eine Stellenanzeige mit der Überschrift "Departures". Doch statt wie erwartet in einem Reisebüro anzuheuern, arbeitet er nun in einem traditionellen Bestattungsunternehmen. Aus Angst seiner Frau etwas von dem alles andere als angesehenen Beruf zu erzählen, verheimlicht er seine neue Tätigkeit und zieht damit das Misstrauen seiner Frau und der Nachbarn auf sich.

Die Geschichte Kundo Kuyamas hat durchaus ergreifende Elemente, ist an sich gut geschrieben und hat ebenso überzeugende Charakterentwicklungen zu bieten. Dennoch will an manchen Stellen der Funke nicht so wirklich auf den Zuschauer überspringen, bietet der Film inhaltlich wenig Neues und kann mit Ausnahme des überaus emotionalen Finales nur selten begeistern.

Mit seiner melancholischen Grundstimmung, die durch die tristen Bilder, sowie den wie immer guten Score von Meister Joe Hisaishi noch verstärkt wird, gefällt diese schon fast meditative Art der Inszenierung. Wer nichts gegen Filme hat, in denen kaum etwas passiert und man sich alleine durch eine herrlich melancholische Atmosphäre gefangen lassen kann, dem wird die Zeit wie im Fluge vergehen, während der Mainstreamkinogänger sicherlich fluchend den Saal verlassen wird.

Darstellerisch gibt es zudem überhaupt nichts auszusetzen, so sind die Darbietungen durch die Bank eher zurückhaltend. Ryoko Hirosue, Tsutomu Yamazaki und Masahiro Motoki ergänzen sich dabei hervorragend und bilden somit eine harmonische Darstellerriege, bei der sich keiner auch nur ansatzweise in den Vordergrund spielt. Gerade dieses zurückhaltende Spiel erweist sich als große Stärke, da sich die Charaktere somit hervorragend der Grundstimmung des Filmes anpassen und umso glaubwürdiger beim Publikum rüber kommen.

Auch wenn es etwas überraschend ist, dass der Oscar für den besten fremdsprachigen Film nicht an den großen Waltz with Bashir ging: Unverdient ist diese Auszeichnung auf keinen Fall. Trotz fehlender inhaltlicher Brillanz ist der Film auf inszenatorischer Ebene nahezu perfekt und versetzt den Zuschauer knapp über zwei Stunden in Erstaunen über diese wundervoll triste Atmosphäre, die besser hätte nicht eingefangen werden können.



Weitere interessante Filme




Film vorschlagen
Yi Yi
Dt. Start: 14. Juni 2001
Vorschlag entfernen
 
 
 
 

 

© 2012 MovieMaze.de