Away We Go Poster

Film-Seite zu Away We Go
Trailer zu Away We Go
Poster zu Away We Go
Offizielle Seite
Deutsche offizielle Seite
Charts-Statistiken zu Away We Go
PDF zu Away We Go
Forum-Topic zu Away We Go

Away We Go

(Away We Go, 2009)

Durchschnittliche Redaktionswertung

71%



Inhalt

Als Burts Eltern ihm und seiner Lebensgefährtin Verona eröffnen, dass sie weggehen und zur Geburt ihres Enkels nicht da sein werden, stellt das Paar fest, dass es nichts gibt, was sie vor Ort noch hält. Irgendwo muss es doch einen besseren Platz geben, um ein Kind zu erziehen? Und so begeben sie sich auf die Suche nach einem Ort, um neu anzufangen. Unterwegs treffen sie skurrile Personen und alte Freunde, immer nach der Bilderbuchfamilie suchend, von der sie die Kindererziehung lernen wollen.

Kritik

von Julian Reischl

Wertung Kritik

87%

Bemerkenswert gelungener Film über werdende Eltern, die die richtigen Umstände für das Gründen einer Familie suchen. Absolut feinfühlig inszeniert, großartig besetzt, und bodenständig geschrieben. Hier sucht kein Hochglanzpaar nach einer Nanny, sondern das Pärchen von Nebenan seine kleine Nische im weiten, unvorhersehbaren Leben. Geheimtipp!

Bild aus Away We Go Verona und Burt erwarten ihr erstes Baby. Doch das Haus, in dem sie leben, ist mehr als ungeeignet für die junge Familie: Zu klein, zugig, etwas runtergekommen und als einziger Pluspunkt nur in der Nähe von Burts Eltern. Die freuen sich zwar sehr über die Schwangerschaft, aber nicht genug, um die geplante Auswanderung nach Belgien zu verschieben.

Leicht konsterniert stehen Verona und Burt vor der Frage, was sie denn nun in dieser Gegend sollen, in die sie ursprünglich nur wegen der Nähe zu den Großeltern in spe gezogen sind. Die Entscheidung ist schnell getroffen: Ein neues, kindgerechtes Leben wird angefangen, irgendwo in den USA. Die Möglichkeiten sind unendlich, von Alaska bis Südkalifornien, von Florida bis Maine, oder irgendwo dazwischen können Verona und Burt sich niederlassen. Zum Glück sind beide selbständig und so nicht ortsgebunden.

Um sich zu orientieren, beschließen die beiden, Freunde und Verwandte zu besuchen, um sich deren Städte näher anzusehen. Die Reise entwickelt sich zu einem wahren Augenöffner: Das Bouquet der erzieherischen Glaubensrichtungen der Besuchten reicht von adoptionsfreudigem, da kinderlosem Ehepaar über zynische, da tendenziell überforderte Eltern bis hin zum Späthippiepaar mit Schmusewiese und militanter Kinderwagen-Abstinenz, das seine Kinder schon in den frühesten Lebensjahren mit seiner eigenwilligen Lebenseinstellung völlig fertig macht.

Away We Go ist einer dieser ruhigen Filme, die das Zeug haben, den ganzen Weg bis zur Oscarverleihung zu schreiten. Hier stimmt einfach alles, angefangen vom Casting für Verona und Burt (Maya Rudolph und John Krasinski geben das perfekte Normalo-Paar ab), über die so einfache und doch so herrlich frische Geschichte bis hin zur nichtinvasiven, aber doch aufwendigen Kameraarbeit. Dazu spielt ein absolut kultverdächtiger, verträumter Soundtrack, hauptsächlich von Alexi Murdoch, aber auch mit ein paar schönen Klassikern.

Wirklich sehenswertes, zartfühlendes, feines Kino über die Liebe, das Leben und seine Spielarten, in dem sich jeder irgendwo wiedererkennen wird. Besonders geeignet für Paare, die die verflixten ersten sieben Jahre überstanden haben und nun vor der Frage nach dem Nachwuchs stehen, aber auch für alle anderen Paare, werdenden Paare, Eltern und natürlich alle ehemaligen Kinder, die sich noch allein auf dem Weg ins weite Leben befinden.

Kurzkritik

von Daniel Licha

Wertung Kurzkritik

78%

Es gibt wohl kaum eine Sekunde während des Filmes, in der man vermuten könnte, dass dieses Werk von Sam Mendes ist. Aber auch in einem ungewohnten Genre zeigt er sich souverän! Away we Go ist nämlich ein absolut liebenswertes Roadmovie, mit tollen Dialogen, herrlich skurilen Szenen und gut aufspielnden unverbrauchten Darstellern, was die Glaubwürdigkeit des Filmes noch erhöht. Dazu kommt noch ein toller Soundtrack und einige prominent besetzte Darsteller in den Nebenrollen. Da zudem auch der Mix aus Drama und Komödie schön ausgewogen ist, gibt es eigentlich kaum einen wirklichen Kritikpunkt ... außer vielleicht, dass doch noch ein ganzes Stück zu seinem sichtlichen Vorbild Garden State fehlt.

Kurzkritik

von Michael Schmidt

Wertung Kurzkritik

49%

Sam Mendes hat sich vor seinem Eintrag ins James-Bond-Franchise durch groß angelegte dramatische Filme ausgezeichnet, die in erster Linie von zwischenmenschlichen Beziehungen vor einem jeweiligen Gesellschaftsbild handeln. Away We Go sollte wohl die weniger ambitionierte Independent-Variante seines sonstigen Stils und Hauptthemas werden. Doch die reduzierte Machart des Films wirkt sich auch auf dessen Qualität aus. Normalerweise verwendet Mendes viel Zeit auf die Zeichnug seiner Charaktere. In diesem Film wird dem Zuschauer außer den beiden Hauptprotagonisten kaum ein weiterer Charakter näher vorgeführt. Dieser Umstand bewirkt, dass kein Interesse für das große Arsenal an Nebenfiguren entsteht und die Masse an Dialogszenen eher ermüdend wirkt. So bleibt die angedachte Emotionalität zwischen den Figuren nur Behauptung. Auch die eingestreuten komödiantisch angelegten Situationen zünden nicht und wirken eher absurd.
Gegen die vielen Schwächen dieses bewusst unambitionierten Films können auch die zwei stark aufspielenden Hauptdarsteller und manch interessante These nichts ausrichten.



Weitere interessante Filme




Film vorschlagen
American Beauty
Dt. Start: 20. Jan 2000
Vorschlag entfernen
For No Good Reason
Dt. Start: nicht bekannt
Vorschlag entfernen
Blue Valentine
Dt. Start: 04. Aug 2011
Vorschlag entfernen
On the Road - Unterwegs
Dt. Start: 04. Okt 2012
Vorschlag entfernen
¡Hasta la Vista, Sister!
Dt. Start: 29. Aug 2013
Vorschlag entfernen

 

© 2014 MovieMaze.de