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Roller Girl

(Whip It!, 2009)

Dt.Start: 01. September 2011 Premiere: September 2009 (Toronto Film Festival, Kanada)
FSK: ab 12 Genre: Komödie
Länge: 109 min Land: USA
Darsteller: Ellen Page (Bliss Cavendar), Marcia Gay Harden (Brooke Cavendar), Drew Barrymore (Smashley Simpson), Juliette Lewis (Dinah Might), Zoe Bell (Bloody Holly), Kristen Wiig (Malice in Wonderland), Alia Shawkat (Pash), Ari Graynor (Eva Destruction), Jimmy Fallon (MC), Andrew Wilson (Coach), Tuesday Knight (Shane), Eve (Rosa Sparks), Sarah Habel (Corbi Booth), Sydney Bennett (Kami Kaze), Landon Pigg (Oliver), Har Mar Superstar (Coach Jeff), Shannon Eagen (Amber Blythe), Joelle ten Damme (Sasha), Rio Scafone (Clara), Austin Bickel (Riley)
Regie: Drew Barrymore
Drehbuch: Shauna Cross


Inhalt

Bliss Cavendar ist nicht wie andere Mädchen in ihrem Alter. Anstatt sich um Aussehen und Beliebtheit Gedanken zu machen, möchte sie viel lieber auffallen und Spaß haben. Der konservativen Mutter macht sie das Leben damit aber alles andere als leicht. Als Bliss ein Frauen-Roller-Derby miterlebt, ist sie begeistert. Vor allem die selbstbewussten und punkigen Mädchen auf den Rollen wecken in ihr den Ehrgeiz, es selbst auszuprobieren. Doch ganz so leicht wie die Sache aussieht, ist sie gar nicht.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Roller Girl hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 70%
Kurzkritik
von Wilhelm Skrjabin
Wertung von 65 für Roller Girl

Drew Barrymores Regiedebüt Roller Girl ist ein schmal angelegtes Coming Of Age- und Feel-Good-Movie, das mit einem sichtlich mit Spaß spielenden Cast und einigen skurrilen Elementen aufwarten kann. Die Geschichte der sich selbst erziehenden Bliss, deren Mutter sich sie als Schönheitskönigin wünscht, die auf "die schiefe Bahn" gerät und sich dort wohler fühlt als irgendwo sonst: Das ist nicht weit vom Allgemeinplatz entfernt, aber bei Barrymore in vielen Teilen sehr schnittig, etwa wenn Bliss ihrer Freundin über der Kloschüssel mit möglichst brechreizerzeugenden Geschichten behilflich ist und dabei ihre Eltern beim Sex beschreibt oder in vielen weiteren kleinen Szenen, in denen Ellen Page punktgenau und fies sein darf. Das lässt sich schon daran festmachen, welche Rolle sich Barrymore selbst andichtet: Eine Prügelfrau mit aggressivem Tick, die schonmal ihrem Freund zur Begrüßung kniend das Gesicht verdreschen darf. Kehrseitig sind die Eckgeschichten um Bliss' Mutter und um ihre Liebschaft, die sie auf einer Party kennengelernt hat, auffallend überflüssig.

Kurzkritik
von Lutz Granert
Wertung von 67 für Roller Girl

Drew Barrymores Kinoregiedebüt ist eine sympathische Coming-of-Age-Tragikomödie, die mit ihren Anarchogestus um schlampige Mannsweiber bei der wenig bekannten Sportart "Roller Derby" mal kokettiert, mal amüsiert. Ellen Page, die hier ein aufstrebendes Skaterass gibt, zeigt nach Juno einmal mehr, dass sie immer dann am meisten bei sich selbst ist, wenn sie in einer liberalen Independentfilm-Umgebung frei aufspielen darf. Dazu ein hübscher Soundtrack und eine wahrhaft magische Unterwasser-Liebesszene. Da sieht man auch darüber hinweg, dass uns Roller Girl letztlich nicht viel wirklich Innovatives in der Storyentwicklung, die sich aus bekannten Versatzstücken zusammensetzt, präsentiert.

Kritik

von Daniel Licha
Roller Girl hat eine Wertung von 77%
Wer hätte gedacht, dass ein Film über rollschuhfahrende Frauen eine solche Spaßgranate sein könnte? Drew Barrymore setzt in ihrem Regiedebüt auf Spaß pur und überträgt die Spielfreude des hervorragend aufgelegten und prominent besetzten Cast direkt auf den Zuschauer. Dieser wird knapp zwei Stunden bestens unterhalten und den Kinosaal sicherlich mit einem Lächeln auf den Lippen verlassen.

Bild aus Roller Girl Seit sie mit gerademal sechs Jahren als Gertie in E.T. - Der Außerirdische den Zuschauer um den Finger wickeln konnte, ist Drew Barrymore von den Leinwänden Hollywoods kaum noch wegzudenken. Von einer ganz anderen Seite zeigt sie sich nun in Roller Girl, in dem sie neben einer kleinen Nebenrolle zum ersten Mal auf den Regiestuhl Platz nehmen durfte. Für die Verfilmung von Shauna Cross' Roman Derby Girl gelang es ihr zudem, eine illustre Runde an bekannten Namen für ihr Erstlingswerk zu verpflichten.

Brooke Cavendar möchte nur das Beste für ihre Töchter und meldet sie ein ums andere Mal für diverse Schönheitswettbewerbe an. Ihre Tochter Bliss hält davon jedoch wenig, lässt das Ganze ihrer Mutter zuliebe jedoch über sich ergehen. Als sie jedoch das erste Mal ein sogenanntes Rollerderby besucht, ist sie hin und weg von der harten Sportart und möchte sich einem Loserteam anschließen. Da ihre Eltern die Teilnahme an einer solchen Veranstaltung sicherlich verbieten würden, verheimlicht sie ihre neue Leidenschaft.

Fun, Fun Fun! Nichts anderes steht hier im Vordergrund! Dabei macht das Drehbuch alles richtig, setzt auf Charaktere, die das Publikum von der ersten Minute an in sein Herz schließen wird. So bringt der Film dem Zuschauer knapp zwei Stunden mit den liebgewonnenen Figuren einen großen Unterhaltungswert, macht jedoch gleichermaßen den kleinen Fehler, dass man gegen Ende ein paar unnötige und genretypische Konflikte aufkommen lässt, anstatt, wie beispielsweise Radio Rock Revolution, von der ersten bis zur letzten Szene auf reinen Nonsens zu setzen. Hinzu kommt noch eine kleine romantische, vor allen Dingen aber glaubwürdige Nebenstory, die nicht nur extrem süß ist, sondern auch für das inszenatorische Highlight des Filmes sorgt.

Damit das Ganze überhaupt funktionieren kann, ist es wichtig für eine gewisse Partystimmung zu sorgen. Ob nun in den überraschend brutal geratenen Sportszenen, dem tollen Setting oder der treffsicheren Musikuntermalung: Wie ein alter Hase gelingt es der Regiedebütantin immer, den richtigen Ton zu treffen. Dazu kann sie noch für einige magische Momente sorgen, gehört doch das erste Mal des Hauptcharakters wohl zu den schönsten filmischen Momenten des laufenden Kinojahres.

Es gibt Filme, in denen sieht man den Darstellern an, welch einen Spaß sie bei den Dreharbeiten hatten. Roller Girl zählt definitiv zu dieser Kategorie und so harmoniert das prominent besetzte Rollschuhteam um Kristen Wiig, Eve, Zoe Bell und der überraschend lustigen Drew Barrymore hervorragend. Hauptdarstellerin Ellen Page, die für diesen Film die Hauptrolle in Drag Me to Hell sausen ließ, beweist einmal mehr, dass sie zu den besten Darstellerinnen ihrer Generation zählt und kann trotz ihrer einfachen Rolle ihr großes Talent in einigen Szenen unter Beweis stellen.

Sicherlich ist Roller Girl alles andere als ein Highlight der Filmkunst, aber das muss er auch gar nicht sein. Barrymore will hier vor allen Dingen eines: Spaß verbreiten und den Zuschauer unterhalten und das gelingt ihr auf hervorragende Art und Weise. Ihr erster Film ist ein herrliches Feel-Good-Movie, das sich perfekt dazu eignet, knapp 2 Stunden abzuschalten und dem Zuschauer über die komplette Laufzeit ein Lächeln ins Gesicht zaubert.



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Juno
Dt. Start: 20. März 2008
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