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Durst

(Bakjwi, 2009)

Durchschnittliche Redaktionswertung

82%



Inhalt

Sang-hyun ist ein junger Priester und glaubt fest daran, dass das Leben wertvoll ist. Darum meldet er sich als Freiwilliger für ein Projekt zur Impfstoffentwicklung gegen einen tödlichen Virus. Als erster Mensch überlebt er die Impfung, doch er ist nicht mehr der selbe. Wie er bald herausfinden muss, hat er sich in einen Vampir verwandelt und ist nun ständig auf der Suche nach frischem Blut.

Kritik

von Julian Reischl

Wertung Kritik

80%

Atmosphärisches Beziehungsdrama, das sich zum Vampirfilm weiterentwickelt. Dies tut Durst jedoch nicht so überraschend wie seinerzeit From Dusk Till Dawn. Stattdessen gibt es einen fließenden Übergang, der hauptsächlich durch den Abfall der Hauptfigur von seinen priesterlichen Tugenden bezeichnet wird. Einfühlsames, großes Kino aus Südkorea.

Bild aus Durst Ein gefährliches Virus grassiert, die Forschung an einem Gegenmittel steckt noch in den Kinderschuhen. Es gibt möglicherweise Heilung, doch der Kandidat für ein neues Medikament hat bis jetzt noch keinem helfen können. Dennoch stellt sich der junge Priester Sang-Hyeon als Testperson zur Verfügung. Tatsächlich überlebt der junge Geistliche als erster Mensch überhaupt den pharmakologischen Test, eine medizinische Sensation.

Nach seiner Heimkehr stellt Sang-Hyeon jedoch fest, dass die Symptome des Virus immer wieder zurückkehren. Das einzige Gegenmittel, so hat er bald herausgefunden, ist das Trinken von menschlichem Blut. Aus dem Priester ist ein Vampir geworden, ein kaum verletzbarer noch dazu.

Im Hause einer Schneiderin, die den Priester noch als kleinen Jungen kennt, lebt die junge Tae-Joo, dereinst von der Familie aufgenommen, mittlerweile aber als Dienstmädchen gehalten. Sie soll mit dem Sohn der Schneiderin, ein Kindheitsfreund des Priesters, verheiratet werden, obwohl die beiden als Halbgeschwister aufgewachsen sind. Entsprechend scharf darauf, aus dem Umfeld auszubrechen, ist Tae-Joo. Ihr gefällt der schmucke Sang-Hyeon viel besser als ihr Halbbruder.

Es kommt, wie es kommen muss: Sang-Hyeon bleibt nicht der einzige Vampir in Südkorea, und jeder von ihnen braucht frisches menschliches Blut. Langsam entwickelt sich die schöne, nachtaktive Vampir-Existenz zu einem Horrorszenario, das nicht mehr lange geheim gehalten werden kann.

Park Chan-Wook (Oldboy) liefert ein atmosphärisches Vampirdrama im exotischen Setting von Südkorea. Die Figuren vermitteln ihre Emotionen und Konflikte sehr intensiv, daher ist das "Mitgehen" vom Publikum vorprogrammiert. Leider ist das Wirework der Szenen, in denen Vampire von Haus zu Haus springen, nicht besonders gut gelungen oder aber auch mit voller Absicht nicht besonders realistisch angelegt. Auch gibt es ein paar skurrile Auftritte eines Toten, der sich als schlechtes Gewissen meldet, was dem Film stilistisch ein klein wenig schadet.

Von der Handlung kann natürlich nicht mehr verraten werden, sonst wäre jegliche überraschende Wendung dahin. Auf jeden Fall ist Durst Pflichtprogramm für Asiaphile und Vampirfreunde, für Fans von Park Chan-Wook oder auch Song Kang-Ho (The Host).

Kurzkritik

von Daniel Licha

Wertung Kurzkritik

84%

Park Chan-Wook ist zurück, und das ausgerechnet mit einem Vampirfilm! Aber wer den Regisseur kennt, dem dürfte klar sein, dass das hier alles andere als der übliche Genrefilm ist und viel Tiefe hinter seinem Werk steckt. Das sieht man sofort an den großartigen Charakteren und ihren Entwicklungen, die auch überzeugend zu Ende gebracht wurden. Dazu kommt noch die erneut überwältigende Regie von Park Chan-Wook, dessen Atmosphäre dank der Ausstattung und Musik mal wieder einfach nur umzuhauen vermag. Darstellerisch überrascht vor allen Dingen die bislang relativ unbekannte Ok-vin Kim, die mit ihrem intensiven und fesslenden Spiel sogar Kang-ho Song locker in die Tasche zu stecken vermag. Letzten Endes hätte es den Film wohl nur noch besser gemacht, wenn das Ende schon beim Happy Birthday einsetzen würde. Aber auch so erneut ein hervorragender Film von Park Chan-Wook.



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