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Suck my Dick

(Suck my Dick, 2001)

Dt.Start: 08. November 2001 Premiere: 08. November 2001 (Deutschland)
FSK: ab 16 Genre: Komödie, Drama
Länge: 85 min Land: Deutschland
Darsteller: Edgar Selge (Dr. Jekyll), Katja Flint (Jeanny), Ralf Richter (Hyde), Wolfgang Joop (Psychiater Dorian), Zora Holt (Julia), Franziska Walser (Corinna), Natalia Wörner (Tina), Dieter Laser (Kritiker Basalt), Hannelore Elsner (Sprechstundenhilfe), Vadim Glowna (Hermann), Eva Mattes (Buchhändlerin), Sonja Kerskes (Babsy)
Regie: Oskar Roehler
Drehbuch: Oskar Roehler


Inhalt

Bestsellerautor Dr. Jeckyll fühlt sich von seiner Romanfigur Hyde seltsam bedrängt und fürchtet um seine Männlichkeit. Zusammen mit seinem Psychiater versucht er dieses Problem zu ergründen und in der Griff zu kriegen. Doch eines Morgens wacht er ohne Haare auf. Dann ohne Zähne. Und gerade als er die exzentrische Jeanny kennenlernt, verschwindet auch noch sein bestes Stück.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Suck my Dick hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 49%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Bettina Friemel
Suck my Dick hat eine Wertung von 49%

Bei dem Titel kommen den meisten Menschen einige spontane Assoziationen in den Sinn. Doch dann ist man sich gar nicht so sicher, ob ein stinknormaler deutscher Kinofilm überhaupt solche Ideen in sich birgt. Diese zweite Überlegung ist äußerst sinnvoll, denn sonst säße definitiv das falsche Publikum im Kinosaal. Suck my Dick hat überraschender Weise tatsächlich eine aussagekräftige Ausgangsbasis. Der bisher erfolgreiche Autor Dr. Jeckyll (Edgar Selge) hat die Wahnvorstellung, dass sich seine Romanfigur Hyde (Ralf Richter) verselbständigt und von seinem Leben Besitz ergreifen will. Mit diesem Problem wendet er sich an seinen Psychiater (Wolfgang Joop), der ihn allerdings für ein klein wenig schizophren hält und ihn als Opfer einer üblichen Midlifecrisis sieht. Doch nach und nach raubt Hyde Dr. Jeckyll seine Männlichkeit: zuerst das füllige Haupthaar, dann die kräftigen Zähne und zu guter letzt auch noch das beste Stück.

Daraus ergeben sich zahlreiche absurd-komische Situationen, über die man sich gerne schadenfroh oder mitleidend amüsiert. Ganz besonders, als der Arme dem Charme der Femme Fatale Jeanny (Katja Flint) verfällt, die gerade auf sehr gut bestückte Männer abfährt. Doch dann kommt die Wende. Mit Jeckylls psychischem Zusammenbruch nimmt auch die Attraktion des Filmes ein jähes Ende. Was bleibt ist die Frage: Was soll das denn jetzt? Aber wahrscheinlich soll das so, und der Sinn des Ganzen ist nicht für jedermann zugänglich. Wenigstens kann man nicht über schauspielerische Unfähigkeit meckern, denn sogar Herr Joop macht eine gute Figur in dem überzeugenden Ensemble. Auch der Vorsatz, die pseudo-elitäre Kulturgesellschaft auf's Korn zu nehmen, ist gelungen. Aber dennoch bleibt diese moderne Version des Dr.Jeckyll und Mr. Hyde-Motivs absolute Geschmackssache,über die man sich gerne streiten darf.



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