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(500) Days of Summer

((500) Days of Summer, 2009)

Dt.Start: 22. Oktober 2009
DVD: 19. März 2010
Premiere: 17. Januar 2009 (Sundance Film Festival, USA)
FSK: o.A. Genre: Komödie, Romanze
Länge: 95 min Land: USA
Darsteller: Zooey Deschanel (Summer), Joseph Gordon-Levitt (Tom), Matthew Gray Gubler (Paul), Chloe Moretz (Rachel), Geoffrey Arend (McKenzie)
Regie: Marc Webb
Drehbuch: Scott Neustadter, Michael H. Weber


Inhalt

Wenn Romantik auf Rationalität trifft, kann das eigentlich nicht gut gehen. Tom, ein absoluter Romantiker, will das Wagnis trotzdem eingehen und beginnt eine Beziehung mit seiner bezaubernden Arbeitskollegin Summer, die ihm deutlich macht, dass sie nicht an die Liebe glaubt. 500 Tage später folgt das schmerzliche Aus. Und während Tom in Erinnerungen der gemeinsamen Geschichte schwelgt, fasst er einen Entschluss. Wer an die große Liebe glaubt, darf nicht einfach so aufgeben, wenn sie einem durch die Finger zu rinnen droht.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

(500) Days of Summer hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 88%
Kurzkritik
von Benjamin Schieler
Wertung von 88 für (500) Days of Summer

Ideenreich, zauberhaft, witzig, wahr. Wundervoll! (500) Days of Summer erzählt aus den Augen eines Romantikers das Erblühen und Scheitern einer Beziehung. Und er tut das so charmant, dass der Zuseher unweigerlich mit dem Protagonisten Tom leidet - gerade weil so ziemlich jeder fühlende Mensch dieses Feststecken in Ungewissheit, dieses retrospektive Fahnden nach Anzeichen und dieses ständige Fragen, warum sich Protagonistin Summer so verhalten hat, wie sie sich verhalten hat, aus eigener Erfahrung nachfühlen können wird. Und dann ist da noch diese Szene für die Ewigkeit: Stichworte Kino, Reifeprüfung, Simon & Garfunkel - noch einmal: wundervoll!

Kurzkritik
von Daniel Licha
Wertung von 96 für (500) Days of Summer

Mark Webb hat mit (500) Days of Summer einen nahezu perfekten Beziehungsfilm geschafen. Selten hat uns ein Regisseur so realistisch vor Augen geführt, wie Männer ticken und was in ihren Köpfen vorgeht. Dabei verfällt er zu keinem Zeitpunkt in irgendwelche Genreklischees, ist herrlich romantisch und hat unzählige kreative Einfälle zu bieten. Ein großartiges Beispiel hierfür die mehrminütige Splitscreensequenz einer Party, bei der man auf der linken Seite die Erwartungen des männlichen Individuums und auf der rechten Seite die Wirklichkeit zu sehen bekommt. Die Darsteller tun ihr übriges, so harmonieren Joseph Gordon-Levitt und Zooey Deschanel prächtig und auch das Ende könnte besser und ehrlicher nicht gewählt sein. Ein Must See... auch für diejenigen, die dem Genre im Normalfall eher aus dem Weg gehen.

Kurzkritik
von Daniela Panzitta
Wertung von 83 für (500) Days of Summer

Beziehungsfilme gibt es viele und nahezu jegliche Konstellation wurde irgendwie schon einmal erzählt. Damit derartige Geschichten dennoch nicht langweilig werden, kann man sie auf besondere Art und Weise erzählen, um dem ganzen einen frischeren Anstrich zu verleihen. So tat es Marc Webb mit (500) Days of Summer. Die Story an sich ist trivial. Doch die Umsetzung, nicht chronologisch erzählt und mit manch besonderem Element, lässt diese Romanze dennoch in neuem Licht erstrahlen und weiß dadurch zu unterhalten. Kleinere Witzchen, die sich entweder durch die Sprünge in der Zeit oder aus der Situation ergeben, lockern den dramatischen Part etwas auf, so dass der Film sich auch für einen netten DVD-Abend eignet.

Kritik

von Julian Reischl
(500) Days of Summer hat eine Wertung von 85%
Herrliche Romanze mit tiefem Absturz, ein Musterbeispiel einer klassischen Mann-Frau-Beziehung, die nicht im Kitsch versinkt oder im Rosenkrieg mündet. Meisterliche, vor allem für beide Geschlechter sowie alle Beziehungstypen lehrreiche Gratwanderung der Gefühle. Ein klassisches Beispiel ebenfalls für das schon die alten Griechen faszinierende Problem zweier Sichtweisen desselben Problems, bei dem beide Parteien tatsächlich Recht behalten können, und dennoch absolut gegensätzliche Ansichten vertreten.

Bild aus (500) Days of Summer Die ersten Zeilen auf der Leinwand erzählen bereits die ganze Geschichte, eine Geschichte, die viel öfter passiert als eigentliche Liebesgeschichten, und eine Geschichte, die offensichtlich einer der Macher selbst erlebt hat: Ein Junge verliebt sich in ein tolles Mädchen. Das Mädchen verliebt sich aber nicht in den Jungen. Doch beginnen wir von vorne.

In dem Moment, in dem Tom auf Summer trifft, ist es um ihn geschehen. Der Grußkarten-Autor und Nebenher-Architektur-Student ist Hals über Kopf verliebt. Doch Summer, die Tom auch ganz anziehend findet, lässt ihn gleich wissen, dass sie es nicht ernst meint, nur eine "casual"-Beziehung möchte. Natürlich willigt Tom ein, denn welcher Mann würde das nicht? Das Glück beginnt, Summer und Tom genießen wundervolle, magische Zeiten. Doch langsam bekommt Summer kalte Füße, und schließlich trennt sie sich von Tom. Für den bricht eine Welt zusammen, das Fundament, auf dem er seine, ihre gemeinsame Zukunft gebaut sah. Trost findet Tom keinen, trotz aller Ratschläge von Freunden und Verwandten.

Sind wir ehrlich: Beziehungsfilme gibt es wie Sand am Meer. Es gibt im Grunde auch nur zwei mögliche Ausgänge für so einen Film, entweder bleiben die beiden glücklich bis ans Ende ihrer Tage oder sie trennen sich unter Schmerzen. Letzteres ist hier der Fall, doch dies ist für den Zuschauer keine Überraschung. Zum einen ist die Trennung bereits im Filmtitel impliziert, zum anderen wählte Regisseur Marc Webb als Erzählstil das sprunghafte Wechselbad zwischen guten und schlechten Zeiten aus der Sicht von Tom. Umgesetzt wurde das ganz hervorragend mit der Durchnummerierung der Tage, die diese Beziehung erlebt. Durch das Vor- und Zurückspringen zwischen einzelnen Schlüsseltagen kann der Zuschauer leicht selbst einschätzen, in welcher Reihenfolge die Ereignisse chronologisch abgelaufen sind.

Der Film legt seinen Finger auf einen besonders wunden Punkt menschlicher Beziehungen: Die einseitige Liebe. Während Tom nämlich für Summer in Flammen steht, sein Leben für sie geben würde und sich auch bald im sicheren Hafen der Ehe wähnt, sieht Summer die Beziehung offenbar als Zeitvertreib für Erwachsene. Sie genießt die Zeit mit Tom, ist ihm sogar treu, wärmt sich an der gemeinsamen Zuneigung. Doch als die spätere Trennung im Film erstmals erwähnt wird, die Gründe aber noch unausgesprochen sind, fragt sich der Zuschauer natürlich, wie es soweit kommen konnte.

Wer bereits von der Liebe über den Tisch gezogen wurde, wer seine ganze Seele, sein ganzes Selbst aufgegeben hat, um dann "nur" Freundschaft zurückzubekommen, wird diesen Film entweder lieben oder hassen, je nach persönlicher Erfahrung. Einen Mittelweg wird es nicht geben. Paare werden ihn genießen, und am langen Arm der Liebe im Verhungern begriffene Singles werden ihn sowieso hassen, insbesondere wegen des Schlusses, und das zu Recht. Denn gemacht ist der Film eindeutig für Paare, sowie für diejenigen, die sich schon einmal für jemanden völlig umsonst seelisch aufgerieben haben.

Eine wirklich kreative, streckenweise urkomische Romanze für Männer, erzählt durch die Augen eines solchen, hervorragend nivelliert durch die weisen Ratschläge dessen skurriler kleiner Schwester, allerdings mit einem disputablen, hollywoodtauglichen Ende. Allein offen bleibt, ob die Frauen die Qual der von ihnen letztendlich dann doch verschmähten Umwerber verstehen können. Weitermachen wie gehabt werden sie jedoch sicherlich, daran wird auch dieser Film nichts ändern.



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