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Film-Seite zu Freche Biester!
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Freche Biester!

(Slap her, she's French, 2002)

Dt.Start: 07. Februar 2002 Premiere: 31. Januar 2002 (Schweiz)
FSK: ab 12 Genre: Komödie
Länge: 93 min Land: USA
Darsteller: Piper Perabo (Genevieve LePlouff), Jane McGregor (Starla Grady), Trent Ford (Ed Mitchell), Michael McKean (Monsieur Duke), Julie White (Bootsie Grady), Brandon Smith (Arnie Grady), Jesse James (Randolph Grady), Nicki Aycox (Tanner Jennings), Alexandra Adi (Ashley Lopez), Matt Czuchry (Kyle Fuller), Cristen Coppen (Doreen Gilmore)
Regie: Melanie Mayron
Drehbuch: Lamar Damon, Robert Lee King


Inhalt

Das Leben von Starla Grady ist perfekt, sie ist das beliebteste Mädchen der Schule und ihr gelang es bisher, ihren akribisch ausgearbeiteten Erfolgsplan, der sie zur Starmoderatorin machen soll, einzuhalten. Auch die schüchterne französische Austauschschülerin Genevieve LePlouff hat großen Respekt vor Starla und schleimt sich nach allen Regeln der Kunst bei ihr ein. Doch hinter ihrem zurückhaltenden Lächeln verbirgt sich ein teuflischer Plan, der zum Ziel hat, Starlas Traum zu Nichte zu machen.
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Kritik

Freche Biester! hat eine Wertung von 59%

Die rotzfreche Komödie Freche Biester! mußte für den deutschen Markt selbstverständlich entschärft werden und so kommt der Film politisch korrekt unter dem Titel Freche Biester! in die Kinos. Für ihre Hauptrolle als Genevieve LePlouff ließ sich Coyote Ugly Star Piper Perabo die blonde Mähne stutzen und kommt mit einem bescheidend aussehenden kürzerem Haarschnitt daher. Dummerweise verwandelt sich die Haarpracht im Laufe des Films von tolerierbar zu vogelwild. Piper Perabo spielt eine französische Austauschschülerin, die bei der Familie Grady aus Texas eine Bleibe findet. Starla, die Tochter des Hauses, ist der Star der hiesigen Schule und arbeitet hart für ihren Traumjob als Moderatorin. Im Vergleich zu Starla ist die schüchterne Genevieve weit weniger als ein vertrocknetes Mauerblümchen. Doch dieser Umstand soll sich im Laufe des Films ändern.

Freche Biester! überrascht durch teilweise unverfroren derbe Sprüche und nimmt vor allem die Amerikaner und im speziellen die Texaner übel aufs Korn. Der gemeine Texaner hält sich im allgemeinen für den Größten und merkt teilweise gar nicht, dass er sich so eben mit seinen Äußerungen bis auf die Knochen blamiert hat. Der Film versteht es blendend mit solchen amerikanischen Klischees zu jonglieren und so erleben wir die behämmerte Wahl zur Beef-Queen (selbstverständlich mit dem urkomischen Beef-Dance), den strunzdoofen aber beliebten Quaterback und die obligatorische Paarbildung der Ober-Cheerleaderin mit dem Quaterback. Selbstverständlich müssen auch die Franzosen möglichst in Bild passen und so trägt die Austauschülerin Genevieve eine dezente Schuluniform mit neckischen Kniestrümpfen und einem schmucken Franzosenmützchen, dessen Name mir jetzt entfallen ist.

Doch leider ist der Film trotz seiner prächtigen satirischen Ansätze im hauseigenen Genre-Kitsch gefangen und arbeitet Schritt für Schritt die Checkliste für Standard-Teen-Comedies ab. Schade, denn die beiden Rivalinnen Piper Perabo und Jane McGregor leisten hervorragende Arbeit und bringen ihre Figuren überzeugend auf die Leinwand. Vor allem Piper Perabo gefällt in ihrer Franzosenrolle mit dem kleinen Akzent und beweißt einmal mehr, dass sie zu den hoffnungsvollsten amerikanischen Nachwuchstalenten zählt. Man nimmt ihr sowohl die schüchterne zurückhaltende Genevieve als auch die durchtriebene rattenscharfe Genevieve ab.

Das Drehbuch zu Freche Biester! stand über längere Zeit auf einer Website, die gute, aber noch nicht verfilmte Scipts auflistete. Erst als dem deutschen Produzenten Bernd Eichinger das Werk von Lamar Damon und Robert Lee King in die Hände fiel, konnte der Film in Produktion gehen. Mit Melanie Manyron wurde eine komödienerfahrene Regisseurin verpflichtet, die sowohl vor, als auch hinter der Kamera bereits einige gute Arbeiten abgeliefert hat. Ihre teilweise kitschige und knallige Inszenierung passt sehr gut zu den satirischen Elementen des Films. Durch die gut gewählte Musik werden die besagten Elemente noch zusätzlich hervorgehoben. Doch all diese positiven Elemente vermochten es nicht, den Film wirklich gut werden zu lassen. Zu schade, dass den Machern der Mut fehlte, die Mauern des Teen-Comedie Genres niederzureißen und eigene Weg zu gehen.

von Thomas Straßer


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