Dumm und Dümmer Poster

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Dumm und Dümmer

(Dumb and Dumber, 1994)

Durchschnittliche Redaktionswertung

93%



Inhalt

Lloyd Christmas und Harry Dunne sind wahrlich zwei Schwachköpfe, deren IQ sich irgendwo zwischen "nicht vorhanden" und "war da nicht was?"einreiht. Eines Tages geraten sie an eine Aktentasche mit brisantem Inhalt: In ihr befindet sich das Lösegeld eines Kidnappings. Den beiden Freunden steht eine abenteuerliche Reise bevor, denn sie wollen die Aktentasche ihrer Besitzerin unbedingt zurückgeben. Doch Gangster, Polizei und jede Menge weiterer Ärger heftet sich an ihre Fersen.

Kritik

von Kurt Meinicke

Wertung Kritik

93%

Vor 15 Jahren flimmerte ein Film mit dem aussagekräftigen Titel Dumm und Dümmer über unsere Leinwände, und noch immer gehört diese erste Farrelly-Komödie zu den lustigsten und abgedrehtesten Buddy-Movies der Filmgeschichte und ist somit Pflichtprogramm für alle, die mal wieder vor Lachen auf dem Boden liegen wollen. Sehr großen Anteil daran hat die wunderbare Chemie zwischen Jim Carrey und Jeff Daniels, welche sich hier in Sachen Dummheit immer wieder gegenseitig überbieten dürfen. Doch trotz aller Blödeleien besitzt diese Komödie auch eine große Portion Herz, und genau deswegen wirkt Dumm und Dümmer heute noch genauso erfrischend, wie vor anderthalb Jahrzehnten!

Bild aus Dumm und Dümmer Im Jahre 1994 erschien in den USA zur Weihnachtszeit ein Film, welcher eigentlich alles Andere als weihnachtlich war: Dumm und Dümmer. Vielen aufgrund der abgrundtiefen Blödheit einfach zu dämlich, mauserte sich der erste Film der Farrelly-Brothers - im folgenden Frühling dann auch bei uns - aber trotzdem zum Publikumsmagneten und ebnete somit den Weg für den in den nächsten Jahren folgenden Siegeszug von Peter und Bobby Farrelly (welcher sich bei dieser Produktion noch ein wenig im Hintergrund versteckte). Spätestens seit Verrückt nach Mary gelten diese nämlich als absolute Garanten für abgedrehte Komödien.

Lloyd Christmas (Jim Carrey) und Harry Dunne (Jeff Daniels) träumen von ihrem eigenen Wurmfarm-Laden (geplanter Name: Ich hab' Würmer!). Als sie aber eines Tages beide ihren Job verlieren (Lloyd ist mal wieder von einer Gangway gestürzt, nachdem er als Limo-Fahrer einen Unfall gebaut hat und Harry hat mehrere Vierbeiner in desolatem Zustand bei einer Hundeschau abgeliefert) und ihrem Wellensittich der Kopf abgefallen ist, befinden sie sich wieder einmal ganz Unten - am Ende der IQ- und Nahrungskette. Glücklicherweise hat Lloyd aber noch ein Ass im Ärmel: Sein letzter Fahrgast - die wunderschöne Mary Swanson (Lauren Holly) - hat am Flughafen einen Aktenkoffer vergessen, welchen Lloyd geradezu heroisch in seine Obhut gebracht hat. Kurzerhand überredet der verliebte Lloyd seinen besten Freund, den Koffer zur rechtmäßigen Besitzerin - und zwar in den Nobel-Wintersportort Aspen - zu bringen, und dabei Kontakte zur High Society zu knüpfen. Was beide jedoch nicht wissen: In dem Koffer befindet sich das Lösegeld, um Marys entführten Ehemann freizukaufen. Somit beginnt für unsere beiden Helden ein etwas anderer Road Trip, bei welchem sie nicht nur von einem Fettnäpfchen ins Nächste trampeln, sondern obendrein auch noch von den Entführern auf Schritt und Tritt verfolgt werden. Richtig los legen Lloyd und Harry allerdings erst, als sie in Aspen ankommen und die High Society gehörig aufmischen.

Peter Farrelly orchestrierte hier bereits mit solider Hand, was er zusammen mit seinem Bruder Bobby bald perfektionieren würde: Eine bisweilen derbe Komödie mit viel Herz. Denn nur, weil einem die Figuren in ihren Filmen (z.B. Kingpin, Ich, Beide & Sie, Schwer verliebt) immerzu ans Herz wachsen, können wir ohne Scham über die immer wieder auftauchenden Zoten genüsslich Lachen. Wo Andere beispielsweise Fäkalhumor als zentrales Rezept hoch stilisieren (und dabei über jegliche Grenzen hinaus maßlos ausreizen), taucht er in den Filmen der Farrelly-Brüder inzwischen zwar erwartet, aber dennoch meist dezent und stets eher nebenbei auf. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die musikalische Untermalung, welche auch im Fall von Dumm und Dümmer optimal zur Feelgood-Natur passt und diese unterstreicht. So ertappt man sich als Zuschauer immer wieder beim Mitwippen, während man in Gedanken bereits mit dem Soundtrack im Auto verschwunden ist, um sich selbst auf die große Reise zu machen (bevorzugt allerdings mit einem funktionierenden Radio und ohne Gasmann im Nacken).

Bekanntermaßen reichen ein gutes Drehbuch und fähige Regisseure noch lange nicht aus, um auch einen überzeugenden Film zu drehen, doch auch in Sachen Casting hat man bei der Produktion von Dumm und Dümmer ein gutes Händchen bewiesen. Zwar überraschte es ein wenig, den Dr. Tod aus Arachnophobia als Vollidioten neben dem Grimassenschneider aus Ace Ventura - Ein tierischer Detektiv und Die Maske in einer nicht minder bescheuerten Rolle zu sehen, doch Jeff Daniels und Jim Carrey harmonieren dermaßen gut miteinander, dass der Funken bereits nach nur wenigen Minuten auf das Publikum springt. Wie einst Stan Laurel und Oliver Hardy spielen sie gekonnt die selbstsicher auftretenden Dummen - allerdings ohne, dass hier stark auf Slapstick gesetzt wurde - und hatten dabei sichtlichen Spaß. Doch auch Karen Duffy (Der Fantastische Mr. Fox) als Entführerin J. P. Shaw und Mike Starr (Black Dahlia, I Hate Valentine's Day) als deren von Blähungen geplagter Komplize Joe Mentalino überzeugen auf ganzer Linie und tragen ihren Teil zum Gelingen dieser herrlichen Komödie bei. Einzig Lauren Holly (die zuletzt einen kleinen Gastauftritt in Crank 2: High Voltage hatte) wirkt stellenweise von dem sie umgebenden Wahnsinn überfordert und kann deshalb leider nicht durchgehend überzeugen, wobei man aber trotzdem auch bei ihr nicht von einer wirklich schlechten Leistung sprechen kann.

Zwar sind Lloyd und Harry am Ende der Geschichte kein Bisschen schlauer geworden, doch gehen sie weiterhin unbeschwert durchs Leben und blicken neugierig in die Zukunft, wovon sich grundsätzlich jeder von uns eine kleine Scheibe abschneiden könnte. So ist Dumm und Dümmer ein Film, den man unzählige Male ansehen, und sich dabei immer bestens amüsieren kann. Voraussetzung ist natürlich, dass man nicht vollkommen humorlos ist, und keine Antipathie gegenüber einem der Hauptdarsteller hegt. Alle anderen Komödienfans dürfen hier jedoch vollkommen gefahrlos zugreifen und sich auf köstlich unterhaltsame 100 Minuten, bei denen man herrlich abschalten kann, freuen. Viel Spaß in Aspen, und nicht vergessen: Immer schön zwei Paar Handschuhe anziehen!

Keine weitere Wertung


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