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Weil es Dich gibt(Serendipity, 2001)
| Dt.Start: |
29. November 2001
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Premiere: |
13. September 2001 (Toronto Film Festival, Kanada) |
| FSK: |
o.A.
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Genre: |
Komödie, Romanze |
| Länge: |
90 min
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Land: |
USA |
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Darsteller:
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John Cusack (Jonathan Trager), Kate Beckinsale (Sara Thomas), Jeremy Piven (Dean), Molly Shannon (Eve), John Corbett (Lars Hammond), Bridget Moynahan (Halley Buchanan), Eugene Levy (Macall Polay), Lucy Gordon (Caroline Mitchell), Kate Blumberg (Courtney), Mike Benitez (Superintendent), Pamela Redfern (Stewardess), Brenda Logan (Friseurin), Colleen Williams (Hippie-Frau), Stephen Bruce (Kellner bei Serendipity), Aron Tager (Hausmeister) |
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Regie:
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Peter Chelsom |
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Drehbuch:
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Marc Klein |
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Inhalt
Während des hektischen Weihnachtseinkaufs lernen sich Jonathan und Sara beim gleichzeitigen Griff nach dem letzten Paar schwarzer Handschuhe kennen. Sie verbingen den restlichen Abend gemeinsam und als sich die Wege der beiden schließlich trennen, ist Jonatahn klar, daß er die hübsche Britin wiedersehen möchte. Doch Sara glaubt an das Schicksal und möchte es herausfordern. Sie schreibt ihre Telefonnummer in ein Buch, läßt Jonathan's auf einen Fünf-Dollar-Schein notieren und bringt beides in Umlauf. Sollten die zwei wirklich für einander bestimmt sein, würde ihnen das Schicksal eines der beiden Dinge irgendwann wieder zuspielen. |  |
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Hier haben wir wieder einmal einen Film der sich mit zwei universellen Fragen des Lebens beschäftigt: Gibt es dort draußen eine ganz bestimmte Person die nur für uns bestimmt ist, eine Person die einen selbst kompletiert, eine Seelenverwandte, eine unter Millionen, die es zu finden gilt und mit der man dann - wenn man sie denn gefunden hat - den Rest seines Lebens verbringt? Und basieren die Begebenheiten des Lebens nur auf einer Reihe von Zufällen oder sind alle wichtigen Ereignisse bereits vorherbestimmt und werden von einer allgegenwertigen Macht, genannt Schicksal, hervorgerufen und gesteuert? Weil es Dich gibt spielt mit diesen beiden Gedanken, geht dabei bis zum Äußersten und kann es dadurch natürlich nicht vermeiden äußerst naiv und ziemlich kitschig zu wirken.
Dieser Film enthält ausnahmslos jedes Element, daß man in einer richtig schmalzigen Hollywood Romanze unterbringen kann und wirkt von Anfang bis Ende absolut konstruiert. Das macht die ganze Sache natürlich nicht gerade spannend, doch eben weil es in Weil es Dich gibt ja gerade um die Frage nach der Existenz des Schicksals geht, paßt diese Konstruiertheit des Drehbuchs eigentlich perfekt ins Konzept. Man könnte fast sagen, das Schicksal fungiert in diesem Film als eine Art dritter Hauptdarsteller, agiert es doch genau so aktiv wie die beiden menschlichen Protagonisten Jonathan und Sara. Dabei muß man sich dann allerdings auch fragen, welche Absichten das Schicksal nun eigentlich verfolgt. Anfänglich funkt es den beiden Liebenden ja gehörig dazwischen und verhindert die Entstehung einer wunderschönen Beziehung. Jahre später schickt es die zwei erneut auf die Suche nacheinander, nur um sie immer wieder kurz vor Ereichen ihres Ziels abzulenken. Und schließlich führt es die beiden dann doch noch zusammen. Man fragt sich jetzt natürlich: War es nun Schicksal daß die beiden zueinander gefunden haben? Oder wollte das Schicksal gerade dies verhindern, die zwei haben sich von ihm nur nicht aufhalten lassen? Aber wenn es so etwas wie Schicksal gibt, dann war womöglich auch diese Hartnäckigkeit mit der die beiden nacheinander gesucht haben vorherbestimmt. Im Grunde läßt der Film die Frage nach der Existenz des Schicksals also offen.
Wie bereits erwähnt bedient sich Weil es Dich gibt jedes noch so abgenutzten Klischees und jedes hollywoodtypischen Versatzstückes beim Erzählen seiner Geschichte. Dies wird beim ein oder anderen Zuschauer ganz böse Würgereflexe und vielleicht sogar ein paar unpassenden Lacher auslösen. Bei diesem Film will man wie gesagt schon sehr gern über seine Vorhersehbarkeit und Konstruiertheit hinwegesehen, schließlich paßt das alles ja wunderbar ins Konzept. Ttrotzdem hat man diese Art von Hollywood Romanze mittlerweile einfach schon zu oft gesehen. Während des Films entbrennt in einem selbst ein Kampf zwischen dem gutgläubigen Herz, das sich der Illusion von Liebe und Fügung des Schicksals bedingungslos hingeben will und dem rationalen Verstand der die Unglaubwürdigkeit und die Realitätsferne der Geschichte erbarmungslos aufdecken und der Lächerlichkeit preis geben möchte. Bei mir hatte das Gehirn die Partie am Ende Des Films mit 2:1 schon so gut wie entschieden, doch als ich anschließend das Kino verließ und nicht einmal zwei Minuten später selbst Zeuge der Mächte des Schicksals wurde, hatte das Herz in einer überraschenden Verlängerung plötzlich wieder die Führung übernommen und letztendlich doch noch den Sieg davon getragen. Doch dieses Spiel geht wohl in jedem Zuschauer anders aus. |  | | von Thomas Brendel |

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