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Everybody's Fine

(Everybody's Fine, 2009)

Durchschnittliche Redaktionswertung

71%



Inhalt

Franks erwachsene Kinder Rosie, Amy und Robert hatten geplant, ihren alleinstehenden Vater über die Ferien zu besuchen. Doch kurzfristig sagen alle ab. Frank beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen und überrascht die drei mit einem spontanen Besuch. Dabei findet er nichts, wie er es sich vorgestellt hat. Frank stellt fest, dass er den einzigen Kontakt zu seinen Kindern über seine Frau hatte.

Kritik

von Daniel Licha

Wertung Kritik

71%

Die starbesetzte Neuauflage des gleichnamigen Originals zählt definitiv zu den besseren Remakes der letzten Jahre. Zwar wirkt der Film mit Robert De Niro oftmals wie eine abgespeckte Lightversion der Thematik, baut jedoch über weite Strecken auf den Geist des Originals und kann dessen glaubwürdige und emotionale Geschichte auch in dieser Version mühelos an den Mann bringen.

Bild aus Everybody's Fine Vor einigen Monaten hat Robert de Niro für ein wenig Aufregung gesorgt, als er sich in einem Interview enttäuscht über das Publikum in den USA geäußert hat. Grund dafür war das Scheitern seines neuesten Filmes an den Kinokassen, was er sich mit einem Niveauabfall des amerikanischen Zuschauers erklärte. Gänzlich unrecht dürfte De Niro mit seiner Aussage sicherlich nicht haben, aber er sollte nicht vergessen, dass man Everybody's Fine nur wenig Originalität zusprechen kann, handelt es sich doch um ein Remake von Giuseppe Tornatores Allen geht's gut.

Da der Rentner Frank Goode kaum noch Kontakt zu seinen in Amerika verstreuten Kindern hat und diese das geplante Weihnachtsessen bei ihm abgesagt haben, beschließt er sie spontan zu besuchen. Doch zeigen sich seine Kinder nur wenig begeistert, hatten sie doch auch in der Vergangenheit nicht viel Kontakt mit ihrem Vater und versuchen nun ihn schnell wieder abzuwimmeln. So wissen sie zum Einen nicht, worüber sie mit ihm reden sollen, und haben zum Anderen Angst, ihren Vater zu enttäuschen, da sich nicht alle nach dessen Wünschen entwickelt haben.

Zunächst ist der Kenner von Tornatores Werk überrascht, wie nah sich der Film an seinem Original orientiert. Nicht nur die glaubwürdigen Charaktere des Filmes, teilweise wurden sogar Dialogpassagen 1:1 übernommen, so dass sich der Film nah am Geiste des Originales hält. Dennoch schleichen sich einige Unterschiede ein, bei denen das Remake eindeutig das Nachsehen hat. So werden dem Zuschauer schon recht früh einige Überraschungen vorweggenommen und die allgemeine Stimmungslage wurde zumindest zum Finale hin eher auf eine emotional ergreifendere Feel-Good-Ebene gehoben, während Tornatore sein Publikum noch mit einem offeneren Ende zurückließ.

Die größte qualitative Differenz ist jedoch ganz klar bei der Inszenierung zu finden: Während Tornatore noch mit vielen cleveren Spielchen für kreative Augenblicke sorgen und Morricone mit seinem wundervollen Score eine wundervolle Atmosphäre schaffen konnte, hält sich Kirk Jones hier gnadenlos zurück und kann mit Ausnahme der durchaus überzeugenden Tischszene oder der Übergabe des Gemäldes nur selten für besondere Momente auf der Leinwand sorgen.

Ein Glück hat man in der Hauptrolle einen Robert de Niro, der einen Film auch blind im Alleingang tragen könnte. Erneut meistert er seine Sache souverän, ohne sich dabei groß in den Vordergrund zu spielen, was der Glaubwürdigkeit des Filmes nur förderlich ist. Der eindrucksvollen One-Man-Show von Marcello Mastrioanni ist er dennoch unterlegen. Hinzu gesellt sich ein prominentes Cast um Kate Beckinsale, Sam Rockwell und Drew Barrymore, bei denen jedoch nur Letztere genügend Screentime erhielt, um sich profilieren zu können.

Auch wenn Everybody's Fine doch ein ganzes Stück von seiner Vorlage abfällt, handelt es sich um eines der besseren Remakes der letzteren Jahre. Zwar wirkt das Ganze wie eine abgespeckte Lightversion von Allen geht's gut, jedoch bleibt dieser Tornatores Filmversion treu und kann auch in der Neuauflage ohne Mühe den Zuschauer über die komplette Laufzeit unterhalten.

Keine weitere Wertung


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