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Blutrache - Dead Man's Shoes(Dead Man's Shoes, 2004)
| Dt.Start: |
nicht bekannt
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Premiere: |
20. August 2004 (Festival, UK) |
| FSK: |
nicht bekannt
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Genre: |
Krimi, Drama, Thriller |
| Länge: |
90 min
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Land: |
UK |
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Darsteller:
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Paddy Considine (Richard), Gary Stretch (Sonny), Toby Kebbell (Anthony), Jo Hartley (Jo), Seamus O'Neill (Big Al), Stuart Wolfenden (Herbie), Paul Sadot (Tuff), Paul Hurstfield (Mark), Emily Aston (Patti), George Newton (Gypsy John), Neil Bell (Soz), Craig Considine (Craig), Matt Considine (Matt), Andrew Shim (Elvis), Arthur Meadows (Mourner) |
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Regie:
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Shane Meadows |
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Drehbuch:
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Paddy Considine, Shane Meadows |
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 Inhalt
Richard, seines Zeichens ehemaliger Elitesoldat, hat es auf eine Gang kleinkrimineller Drogendealer abgesehen, die seinem geistig zurück gebliebenen Bruder Schlimmes angetan haben. Er sinnt auf Rache und nimmt sich einen nach dem anderen vor. Was harmlos beginnt, endet bald in einer Katastrophe mit enormen Ausmaßen. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Markus Müller
Shane Meadows schuf mit offensichtlich sehr kleinem Budget einen innovativen Rachethriller ohne viel Schnickschnack und Effekthascherei. Der Film wird von seinem hervorragenden Hauptdarsteller getragen und überzeugt vor allem auch durch eine gute Musikauswahl, die ihren Teil zur Atmosphäre beiträgt. Schade ist allerdings, dass abgesehen von Richard und seinem Bruder die meisten Charaktere absolut nicht überzeugend sind und sich an vielen Stellen auffällige Logikfehler einschleichen, die den Filmgenuss erheblich schmälern und am Ende Fragen aufwerfen, die es nach einem guten Film einfach nicht geben darf. Insgesamt ist Blutracheaber dennoch sehenswert!
Shane Meadows, der britische Regisseur von Filmen wie dem streckenweise autobiographischen This is England und Once Upon A Time In The Midlands mit keinen geringeren als Robert Carlyle (Trainspotting - Neue Helden) und Bob Hoskins (Stay) in den Hauptrollen, leistet mit Blutrache einen interessanten Beitrag zum Rachefilmgenre.
Neben der großartigen, ruhigen musikalischen Untermalung und dem überzeugenden Spiel von Tony Kebbell (Alexander) als Richards Bruder und Paddy Considine, der auch in Das Bourne Ultimatum zu sehen war, als Richard, ist es die geschickte Erzählweise, die Blutrache - Dead Men's Shoes so interessant macht. Nach und nach werden die Gründe für Richards handeln ersichtlich und analog zum Wissen des Zuschauers steigt auch die Brutalität, mit der Richard hier vorgeht. Die großteils sehr geschickte Inszenierung steigert sich in ein gut durchdachtes Finale, welches den Film noch einmal einen ordentlichen Aufschwung gibt und ihn endgültig aus dem Mittelmaß hebt.
Doch leider gibt es auf dem Weg dorthin trotz der vielen gut umgesetzten Ideen einige Probleme, die Blutrache - Dead Men's Shoes letzten Endes davon abhalten, ein durchgehend überzeugender Film zu sein. Diese sind die teilweise unglaubwürdigen Charaktere, ein paar Ungereimtheiten in der Story und damit einhergehend auch unverzeihliche Logikfehler, die man dem Film etwas übel nimmt. Was die fragwürdigen Charaktere angeht, so bezieht sich dieser Punkt auf die absolut lächerlichen Drogendealer, die weder witzig, noch als Gangster oder auch nur Kleinkriminelle überzeugend sind. Was die Logikfehler angeht, so ist es leider nicht möglich, auf diese näher einzugehen, ohne den Film zu versauen, aber es sei gesagt, dass jeder beim Sehen auf diese Probleme stoßen wird.
Blutrache ist nicht nur ein Beispiel für schlechte deutsche Titel, sondern zeigt auch, wie man trotz geringen Budgets einen wirklich ansehnlichen Film machen kann. Ein Film, der neben populären Beispielen wie 96 Hours, Dirty Harry oder Der blutige Pfad Gottes, wieder einmal Diskussion über die Rechtfertigung von Selbstjustiz im Film aufwühlen kann. Trotz einiger Schwächen ist Meadows Film ein ganz klarer Tipp für alle Fans von Rachethrillern und innovativen Filmen.  Weitere interessante Filme
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