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Mister Undercover

(Corky Romano, 2001)

Dt.Start: 24. Januar 2002 Premiere: 12. Oktober 2001 (USA)
FSK: ab 12 Genre: Komödie
Länge: 83 min Land: USA
Darsteller: Chris Kattan (Corky Romano), Vinessa Shaw (Agent Kate Russo), Peter Falk (Pops Romano), Peter Berg (Paulie Romano), Chris Penn (Peter Romano), Fred Ward (Leo Corrigan), Richard Roundtree (Howard Shuster), Matthew Glave (Agent Brick Davis), Roger Fan (Agent Bob Cox), Dave Sheridan (Agent Terrence Darnell), Michael Massee (Gangster), Vincent Pastore (Tony), Fiona Hale (Florence), Al Eben (Dale), Kip King (Dr. Kipper)
Regie: Rob Pritts
Drehbuch: David Garrett, Jason Ward


Inhalt

Mafia Boss Pops Romano droht eine lange Gefängnisstrafe, da es dem FBI durch einen Undercover Agenten gelungen ist, seine dreckigen Machenschaften aufzudecken. Da seine beiden Söhne Peter und Pauli ebenfalls in die Mafia Geschäfte verwickelt sind, wird der verstoßene Sohn Corky wieder in den Kreis der Familie aufgenommen. Der tollpatschige und weltfremde Assistenztierarzt soll als Agent beim FBI eingeschleust werden, um die gesammelten Beweise zu vernichten.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Mister Undercover hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 5%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Thomas Straßer
Mister Undercover hat eine Wertung von 5%

In einer Zeit in der es vor guten und witzigen Komödie nur so wimmelt, muß man in guter alter Aschenputtel Manier die schlechten herauspicken und bloßstellen. Im Fall des Films Mister Undercover wäre bloßstellen eigentlich zu wenig, vielmehr müsste man diese Komödie mit der Wucht eines Aufschlages von Goran Ivanisevic in die Ecke donnern. Falls man dann immer noch das Bedürfnis verspürt auf Corky herumzutrampeln, um die aufgestauten Aggressionen abzubauen, ist dies selbstverständlich möglich. Aber nun genug mit dem Vorgeplänkel, die Geier kreisen schon und warten gierig auf des Ende des bevorstehenden Exempels, das an dieser Stelle leider statuiert werden muß...

Zunächst wollen wir einen Blick auf die Story werfen, die so doof ist, dass sie schon fast wieder lustig sein könnte, aber es dann letztlich doch nicht ist. Es geht die Mafia Familie Romano, bestehend aus einem todkranken Vater, zwei Schlägersöhnen mit dem IQ einer Erdnuss und dem verstoßenen Sohn Corky. Da die Familie ins Visier des FBI geraten ist und von der Beweislast fast erdrückt wird, wird Corky beim Feind eingeschleust, um die gesammelten Beweise zu vernichten. Der weltfremde und hyperaktive Corky ist eigentlich zu blöd, sich ein Butterbrot zu schmieren, doch seine neuen Kollegen und sein Vorgesetzter beim FBI sind noch viel blöder und erkennen nicht, dass er ein Volltrottel ist. Am Ende ist Mister Undercover Agent und Mafiosi in einem, was allerdings auch schon egal ist, da man spätestens bei der Hälfte des Films das Gehirn auf "stand by" geschalten hat.

Würde man die Witze aus der Sicht eines Lebensmittelhändlers betrachten, dann sähe es schlecht aus, denn das Haltbarkeitsdatum ist schon so lange überschritten, dass man sie nicht mal mehr für eine Mark Dumpingpreis losschlagen könnte. Bei den Witzen mit Polizeibeteiligung fühlte man sich meist an The Naked Gun und den guten alten Leslie Nielsen erinnert, der damals (immerhin vor 13 Jahren) eigentlich alles verkehrt machte und am Ende jedes Mal als Held gefeiert wurde. Genau dieses Schema wird in Mister Undercover wieder aufgewärmt und treibt einem eher die Tränen in die Augen als die Lachmuskeln zu strapazieren. Das nervöse und flummihafte Herumbehopse von Hauptdarsteller Chris Kattan geht eigentlich von Minute eins auf die Nerven und verdient einfach das Prädikat unlustig, das man ihm am besten per Brandzeichen mitten auf die Stirn zentriert. Warum dieser Mann seit sechs Staffeln bei Saturday Night Live dabei ist, wird mir in alle Ewigkeit ein Rätsel bleiben.

Die Nebenrollen wurden mit bekannten Gangster- oder Bösewichtfiguren wie Chris Penn (Reservoir Dogs - Wilde Hunde) oder Peter Berg (Cop Land) ausstaffiert, die in ihren brutal-schwul bzw. brutal-dumm Rollen sichtlich genervt waren und sich dementsprechend auch kein Bein ausrissen. Für die Rolle des Pops wurde Peter Columbo Falk noch kurz an die Beatmungsmaschine angeschlossen (ich beziehe mich hier auf Geschehnisse im Film) und dufte noch ein paar Sätzchen in die Kamera hecheln. Ebenfalls mit von der Partie war Original-Shaft Richard Roundtree, der als FBI-Boss nicht im entferntesten cool rüberkam. Alles in allem entstand mit Mister Undercover ein Film den die Welt nicht braucht, da er weder lustig, noch innovativ oder in irgendeinem Maße sehenswert ist. Bevor wir schließlich zum Ende kommen, möchte ich noch die Gelegenheit wahrnehmen, Buena Vista die goldene Bratwurst für den blamabelsten deutschen Filmtitel zu überreichen. Dies ist allerdings nur möglich da unser aller Lieblingsverleiher und Dauerpreisträger Kinowelt nun vor der Pleite steht und somit leider den Titel abgeben muß. Aber vielleicht habe ich Buena Vista in dieser Sache Unrecht getan und Mister Undercover entpuppt sich als genialer Marketing-Schachzug, der noch zwei oder drei Ahnungslose in diesen abgrundtief schlechten Film lockt.



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Dt. Start: 29. März 2001
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