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The Tournament

(The Tournament, 2009)

Dt.Start: nicht bekannt
DVD: 03. Dezember 2009
Premiere: Mai 2009 (Cannes Film Festival, Frankreich)
FSK: ab 18 Genre: Action
Länge: 97 min Land: UK
Darsteller: Robert Carlyle (Joseph MacAvoy), Ving Rhames (Joshua Harlow), Kelly Hu (Lai Lai Zhen), Ian Somerhalder (Miles Slade), Liam Cunningham (Powers), Sebastien Foucan (Anton Bogart), Craig Conway (Steve Tomko), John Lynch (Gene Walker), Nick Rowntree (Eddy Cusack), Rachel Grant (Lina Sofia), Andy Nyman (Tech Eddie), Iddo Goldberg (Tech Rob), Scott Adkins (Yuri Petrov), Camilla Power (Sarah Hunter), Bill Fellows (Pete Evans)
Regie: Scott Mann
Drehbuch: Gary Young, Jonathan Frank


Inhalt

Im Abstand von sieben Jahren findet ein Turnier auf Leben und Tod statt. Die 30 gefährlichsten Killer der Welt treten gegeneinander an und demjenigen von ihnen, der als Letzter übrig bleibt, winkt ein Preis von 10 Millionen Dollar. Mittels eines unter die Haut implantierten Peilsenders werden die Teilnehmer überwacht. Doch es läuft nicht alles nach Plan und so gerät ein unbedarfter Priester zufällig zwischen die Fronten, der nun ebenfalls um sein Leben kämpfen muss.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

The Tournament hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 75%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Daniel Licha
The Tournament hat eine Wertung von 75%
30 Killer, 1 Wochenende, 1 Überlebender! Die Grundprämisse von The Tournament verspricht viel Action auf engem Raum und genau das ist die Stärke dieses Genrefilmes! Coole Darsteller und eine saubere Inszenierung tun ihr Übriges, um den Zuschauer knappe 1 1/2 Stunden zu unterhalten, auch wenn das Gefühl über manch ungenutzte Potential nicht zu leugnen ist.

Bild aus The Tournament Gott sei Dank, es ist vorbei, der nervige Einsatz der CGI! Jahrelang bekam man nur noch einen Effektehagel nach dem anderen präsentiert, während oftmals Choreografie und Coolness auf der Strecke blieben. Doch seit einer Weile scheint es zumindest teilweise ein Rückbesinnen auf das bewährte Actionkino zu geben. Shoot 'Em Up Punisher: War Zone und Crank sind hervorragende Belege, dass knallhartes und rauhes Kino mit einem Tick Humor wieder auf dem Vormarsch ist und genau in diese Sparte lässt sich auch Scott Manns Langfilmdebüt The Tournament einordnen.

Alle sieben Jahre findet ein Turnier statt, welches den besten Auftragskiller der Welt ermitteln soll. 10 Millionen Dollar Preisgeld ist es den Machern dieses Spiels wert, dessen Teilenehmerfeld sich aus 30 unterschiedlichen Spielern zusammen setzt: Joshua Harlow, Gewinner des letzten Turnieres und auf der Suche nach dem Mörder seiner Frau, der durchgeknallte Miles Slade, sowie die smarte und geheimnisumwobene Lai Lai sind nur ein paar der Favoriten um den Titel. Doch während das fröhliche Gemetzel seinen Gang geht, gerät ausgerechnet der vom Glauben abfallende und versoffene Priester Joseph McAvoy zwischen die Fronten.

Innovativ kann man die Geschichte sicherlich nicht nennen, aber sie bietet zumindest eine gute Ausgangslage für coole Sprüche, massig Action und bei der hohen Anzahl an Charakteren natürlich auch viel Freiraum für Abwechslung. Dennoch kann man sich dem Gefühl nicht erwehren, dass das Drehbuch viele Möglichkeiten ungenutzt ließ und manchmal fast schon ein wenig zu sehr die Mainstreamschiene gefahren wird. So sind trotz einiger Storywendungen diese durchaus vorhersehbar und auch abseits des Geschehens gibt es nur wenige Szenen, die sich außerhalb der Genrekonventionen bewegen.

Dafür wurden Regisseur Scott Mann scheinbar doch einige Freiheiten gewährt. So nimmt er keine Rücksicht auf Verluste, inszeniert teilweise schön dreckig, politisch unkorrekt und auch in Sachen Brutalität dürften die Gorehounds mehr als nur zufrieden gestellt werden. Das Ganze ist mit Ausnahme von manchen hektischen Schnitten sauber in Szene gesetzt und hätte einzig im Finale einen etwas größeren Abschluss verdient.

Ein gutes Cast ist in einem Film wie diesem schon die halbe Miete und da man mit Ving Rhames und Robert Carlyle zwei richtig coole Säue an Bord hat, konnte ja eigentlich wenig schief gehen. Gerade ersterer geht als bester Killer aller Zeiten richtig auf und darf einige kultige One-Liner zum Besten geben. Carlyle hingegen ist vom Charakter her etwas zu überzeichnet, macht dennoch das Bestmögliche aus seiner Rolle. Kelly Hu und der kaum wiedererkennbare Ian Sommerhalder sind für das andere Geschlecht jeweils sicher nett anzusehen, tragen aber ansonsten nur wenig zum Gelingen des Filmes bei.

Auch wenn der Film zu keinem Zeitpunkt in einer Liga mit Shoot 'Em Up oder Punisher: War Zone spielt, so können Genrefans beruhigt zur (in Deutschland leider stark zensierten) DVD von The Tournament greifen. Denn zu jedem Zeitpunkt hält er was sein Trailer versprochen hat: Action pur, gepaart mit viel Humor und coolen Hauptdarstellern. So ist Scott Manns Langfilmdebüt durchaus ein unterhaltsamer und kurzweiliger Actionfilm, auch wenn nicht immer das volle Potential ausgeschöpft wird.



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