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Infestation

(Infestation, 2009)

Durchschnittliche Redaktionswertung

52%



Inhalt

Gerade war Cooper noch im Büro seiner Chefin, doch plötzlich findet er sich in einem riesigen, klebrigen Kokon gefangen wieder. Mit einiger Mühe gelingt es ihm sich zu befreien, doch sofort wird er von einem Monsterkäfer attackiert. Nachdem er sich retten kann, wird ihm schnell klar, dass die monströsen Tiere die ganze Erde bedrohen. Mit einigen anderen Überlebenden, darunter auch die attraktive Sara, macht er sich auf die Suche nach einem sicheren Rückzugsort.

Kritik

von Kurt Meinicke

Wertung Kritik

64%

Ungewohnt riesige, mit oder ohne Flügel ausgestattete, Käfer, ein paar Mensch-Insekt-Hybriden und eine beinahe vollkommen zum Verzehr vorbereitete Welt: Das liefert der Low-Budget-Film Infestation auf sehr sympathische und humorvolle Art und Weise. Auch wenn sich das Ganze irgendwo im Niemandsland zwischen Trash und Hochglanzproduktion befindet, so wird der Zuschauer mit liebenswürdigen Charakteren und gut platzierten Gags bei Laune gehalten. Zumindest bei Genrefans sollte der Streifen somit schnell Anklang finden, wobei man die Erwartungen nicht allzu hoch schrauben sollte, denn um ein zweites Arac Attack - Angriff der achtbeinigen Monster handelt es sich bei dieser Monster-Komödie leider nicht ganz.

Bild aus Infestation Es ist schon verrückt, was für eine Vielzahl von Katastrophen die Menschheit in der filmischen Welt über sich ergehen lassen muss. Und obwohl es nicht logisch ist, macht es auch immer wieder Spaß, die eigenen Probleme kurzfristig durch erfundene und noch größere Probleme zu ersetzen. Sei es eine Panne im Nirgendwo, ein Flugzeugabsturz, eine entwendete Bombe, eine Überschwemmung, eine Invasion oder gleich der Untergang der Welt: Man kann einfach mal abschalten und das Kino am Ende normalerweise unbeschadet und gut unterhalten wieder verlassen. Auch die Horror-Komödie Infestation lädt nun ein, die eigenen Sorgen inmitten von riesigen Insekten und viel schwarzem Humor beiseite zu legen.

Cooper (Chris Marquette) - seineszeichens ein klassischer Faulpelz, dem sich der Ernst des Lebens bisher noch nicht erschließen wollte - kann sich gerade noch knapp an seine Entlassung und einen extrem lauten Pfeifton erinnern, als er in einem Kokon aufwacht. Nachdem er sich befreit hat, muss er feststellen, dass überall um ihn herum betäubte Menschen in Kokons gefangen sind. Es dauert nicht lange, und er wird von einem der Gründe dafür angegriffen: Ein beinahe mannsgroßer Käfer springt ihn an, und er schafft es nur mit Mühe, diesen in die Flucht zu schlagen. Cooper befreit daraufhin die hübsche Sara (Brooke Nevin) und ein paar weitere Leute, mit welchen er unsere nun von teilweise fliegenden Monster-Käfern befallene Welt neu entdeckt. Das Ziel der Reise: der schützende Bunker von Ethan (Ray Wise), Coopers Vater.

Regisseur und Drehbuchautor Kyle Rankin (der auch schon einmal beim Project Greenlight - der TV-Serie, aus welcher ebenfalls die Horror-Komödie Feast entstanden ist - als Regisseur involviert war) ist ein Mann, den man vielleicht im Auge behalten sollte. Mit etwas zu wenig Budget (vor allem in Sachen Special Effects und Ausstattung) aber dafür umso mehr Liebe, schuf er mit Infestation eine durchaus unterhaltsame Komödie, welche von ihren sympathischen Figuren und dem sehr gut platzierten schwarzen Humor lebt. Wie erwähnt sind die Effekte zwar nicht das Gelbe vom Ei, doch sie erledigen ihren Job dennoch auf immerhin brauchbarem Niveau, weswegen dies einem den Spass kaum verderben kann. Vor allem die Käfer-Menschen sehen ganz gut aus, und man würde ihnen sicherlich nicht begegnen wollen. Überhaupt ist es schön, wie viele Elemente hier in einen Topf geworfen und nach Bulgarien - dem Drehort aus Kostengründen, welcher in Sachen Atmosphäre hier sehr gut passt - gekarrt wurden. Ebenso ist die eingespannte Liebesgeschichte eher als humorvoll und unaufdringlich zu bezeichnen, was eine wahre Wohltat ist. Lediglich gegen Ende des zweiten Drittels schleicht sich etwas Langeweile ein, bevor dann aber Ray Wise (Jeepers Creepers 2, Tödlicher Anruf) als Coopers Dad den Plan betritt und mit seinen Sprüchen und Aktionen neuen, herrlichen Schwung in die Angelegenheit bringt.

Zentrum des gut ausgewählten und gut aufgelegten Casts sind Chris Marquette (The Girl Next Door, Fanboys) und Brooke Nevin (Ich werde immer wissen, was Du letzten Sommer getan hast, The Comebacks). Die beiden nicht unerfahrenen Darsteller schaffen es, sich zu ergänzen und dabei zu harmonieren, was viel zum Funktionieren des Humors beiträgt. Die musikalische Untermalung ist ähnlich karg, wie die Landschaften und die Ausstattung, doch auch dies fällt kaum störend auf.

Wenn man wollte, könnte man dem Film sicherlich diverse Dinge ankreiden und einiges bemängeln. Das Problem ist aber: Man will es gar nicht! Viel zu frisch und sympathisch wirkt das Ganze, als dass man aufgrund eines Details lange böse sein könnte. Nur dürfte sich wirklich einmal irgendjemand ein neuartiges Ende für diese Art von Filmen einfallen lassen... es passt zwar auch im Falle von Infestation wie die Faust aufs Auge, aber man erwartet inzwischen schon, dass es so kommt.

Wenn der Abspann vorbei ist, hat man zwar nicht die beste Horror-Komödie seit Jahren gesehen, aber einen sehr soliden Vertreter seiner Gattung, welcher dem Zuschauer neben viel schwarzem Humor auch noch eine Botschaft zu bieten hat: Vergesst Global Warming, die wahre Gefahr lauert im Global Swarming - Viel Vergnügen bei Infestation!

Kurzkritik

von Florian Tritsch

Wertung Kurzkritik

40%

Objektiv betrachtet bietet der Film von Kyle Rankin (Nuclear Family) nicht viel mehr als unterklassige Hauptdarsteller, die innerhalb ihrer stereotypen Rollen in einer schlecht geschriebenen Handlung gegen furchtbar schlecht animierte Insektenwesen antreten müssen.
Doch im Gegensatz zu vielen anderen Filmen, auf die selbiges zutrifft, funktioniert das Ganze bei Infestation überraschenderweise ziemlich gut. Dies liegt zum einen daran, dass der latente Humor oft zündet, und zum anderen an der rasanten Inszenierung, die dafür sorgt, dass man nie wirklich in Gefahr gerät, über den Unsinn nachzudenken, der sich ereignet.
So wird sich zumindest jeder, der nicht mit allzu vielen Erwartungen an das Werk herantritt, durchaus gut unterhalten fühlen. Wer jedoch allgemein ein Problem mit Trash-Movies hat, sollte den Film in jedem Fall lieber meiden.



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Arac Attack - Angriff der achtbeinigen Monster
Dt. Start: 15. Aug 2002
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