A Nightmare on Elm Street 4 Poster

Film-Seite zu A Nightmare on Elm Street 4
Poster zu A Nightmare on Elm Street 4
PDF zu A Nightmare on Elm Street 4

A Nightmare on Elm Street 4

(A Nightmare on Elm Street 4: The Dream Master, 1988)

Durchschnittliche Redaktionswertung

58%



Inhalt

Freddy Krueger ist eben nicht totzukriegen: Obwohl das Narbengesicht mit dem etwas anderen Maniküreset Ende des 3. Teils begraben wurde, gelingt ihm die Rückkehr unter die Lebenden. Sofort macht er wieder Jagd auf die Elm-Street-Kinder Kristen, Kincaid und Joey und metzelt eines nach dem anderen in ihren Träumen nieder. Kurz vor ihrem grausamen Tod, gelingt es Kristen jedoch ihre übernatürlichen Fähigkeiten auf die junge Alice zu übertragen. Fortan hat Freddy Krueger eine ebenbürtige Gegnerin.

Kritik

von Daniel Licha

Wertung Kritik

58%

Hat man erst mal den Schock über die extrem trashige 80er-Jahre-Inszenierung überstanden und sich mit der unterirdischen Leistung der Hauptdarstellerin abgefunden, kann man dennoch einen halbwegs unterhaltsamen Film innerhalb der Reihe begutachten. Grund dafür sind der erneut hohe Anteil an Selbstironie, wie auch die weiterhin kreativen und meist auch gut in Szene gesetzten Albtraumszenen.

Bild aus A Nightmare on Elm Street 4 Die Geschichte wiederholt sich! Nein, nicht nur die Handlung des Filmes sondern auch die Ereignisse hinter der Kamera. Wollte der Schöpfer der Serie schon nach dem ersten Teil ein Ende haben und musste stattdessen ansehen, wie sein Werk von dessen Nachfolger durch den Dreck gezogen wurde, entschloss er sich mit dem dritten Teil noch einmal selbst das Ruder in die Hand zu nehmen, um die Reihe würdevoll zu Ende zu bringen. Doch erneut hat er die Rechnung nicht mit den Produzenten gemacht, die sich mit dem Erfolg des dritten Teiles nicht begnügen wollten und dem eine weitere Fortsetzung ohne Cravens anhängten.

So richtig effektiv waren die Ereignisse in Nightmare III - Freddy Krueger lebt wohl nicht, denn es dauert nicht lange bis unser geliebtes Narbengesicht wieder aus seinem Grabe aufersteht. Dass er seine Niederlage nicht so einfach hinnehmen kann, ist klar. So macht er sich auf, um nach und nach allen seinen Peinigern das Leben auszulöschen.

Dass die Geschichte von Brain Helgeland nahtlos an den Vorgänger anschließt und sogar dessen Charaktere wieder mit ins Boot nimmt, ist schon eine erhebliche Steigerung im Vergleich zum ersten Teil ohne Cravens Mitwirken. Dennoch will der Funke hier nicht so richtig überspringen, denn die neue Erweiterung um den Titelgebenden Dream Master gibt inhaltlich zu wenig her, um als gelungene Neuerung durchzugehen. Stattdessen herrscht aufgrund der schwachen Sorte eher Langeweile, auch weil die abgefahrenen Sprüche aus dem dritten Teil trotz einiger amüsanter Momente nicht mehr so zünden wollen wie noch im Vorgänger.

Was jedoch den Film gewaltig ins Mittelmaß zieht, ist die Zeit, in der der Film entstanden ist. Genauer gesagt ist Nightmare on Elm Street 4 mit einem so furchtbar übertriebenen 80er-Jahre-Touch inszeniert, dass an manchen Stellen selbst John Hughes neidisch werden könnte. Dumm nur, dass das so gar nicht in einen selbstironischen Horrorfilm wie diesen passen will, zumal auch einige humoristische Ideen, wie Freddy als Dragqueen, schon mal die Grenzen des guten Geschmacks überschreiten. Nichts desto trotz konnte der später durchaus recht erfolgreiche Regisseur Renny Harlin zumindest teilweise ein paar gelungene Traumsequenzen erzeugen: Gerade der Albtraum mit dem Gewichtheber gehört sicherlich zu den ekligsten Szenen der gesamten Reihe. Erwähnenswert sind zudem noch einige durchaus überzeugende Regieeinfälle wie beispielsweise eine Szene, in der das Geschehen mit einer kreisenden Kamera von oben eingefangen wird, welche zumindest ab und an für einige optische Highlights sorgen können.

Dass Patricia Arquette zu dem Zeitpunkt der Dreharbeiten schwanger war und ihre Rolle nicht fortsetzen konnte, wäre nicht so fatal, wenn man mit Tuesday Knight nicht einen so katastrophalen Ersatz gecastet hätte. Das Popsternchen singt nicht nur das kaum zu ertragende Titellied, sondern blamiert sich mit einer unterirdischen Leistung bis auf die Knochen. Gut, dass mit Lisa Wilcox zumindest eine ordentliche Nebendarstellerin verpflichtet wurde, die ihr in nahezu allen Szenen den Schneid abkauft. Dass Robert Englund weiterhin als abgefahrene Bestbesetzung des Freddy Krueger agiert ist inzwischen schon fast selbstverständlich.

A Nightmare on Elm Street 4 hat trotz des Ausstiegs von Wes Craven den Bonus erneut auf einen hohen Anteil an Selbstironie, wie auch den weiterhin relativ kreativen Todesszenen zu setzen. So können diese Stärken für die schwache inhaltliche Weiterentwicklung und die kaum zu ertragende John Hughes Gedächtnis Inszenierung entschädigen und zumindest zeitweilig ganz gut unterhalten. Kommerziell war die Entscheidung einer Fortsetzung gegen den Willen von Schöpfer Wes Craven durchaus als richtig anzusehen, wurde er doch zum bislang finanziell erfolgreichsten Teil der Reihe.

Keine weitere Wertung


Weitere interessante Filme




Film vorschlagen
A Nightmare on Elm Street
Dt. Start: 20. Mai 2010
Vorschlag entfernen
Nightmare on Elm Street 5 - Das Trauma
Dt. Start: 08. Feb 1990
Vorschlag entfernen
Nightmare III - Freddy Krueger lebt
Dt. Start: 07. Jan 1988
Vorschlag entfernen
Freddy Vs. Jason
Dt. Start: 20. Nov 2003
Vorschlag entfernen
Nightmare - Mrderische Trume
Dt. Start: 29. Aug 1985
Vorschlag entfernen

 

© 2014 MovieMaze.de