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Verdammnis(Flickan som lekte med elden, 2009)
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04. Februar 2010 DVD: 04. Juni 2010
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Premiere: |
18. September 2009 (Schweden) |
| FSK: |
ab 16
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Genre: |
Mystery, Thriller |
| Länge: |
129 min
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Land: |
Dänemark, Schweden |
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Darsteller:
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Noomi Rapace (Lisbeth Salander), Michael Nyqvist (Mikael Blomkvist), Sofia Ledarp (Malin Erikson), Lena Endre (Erika Berger), Georgi Staykov (Alexander Zalachenko), Micke Spreitz (Ronald Niedermann), Tanja Lorentzon (Sonja Modig), Annika Hallin (Annika Giannini), Peter Andersson (Bjurman), Per Oscarsson (Holger Palmgren), Yasmine Garbi (Miriam Wu), Paolo Roberto (Paolo Roberto), Michalis Koutsogiannakis (Dragan Armanskij), Alexandra Eisenstein (Journalist), Anders Ahlbom (Dr. Peter Teleborian), Magnus Krepper (Hans Faste), Jacob Ericksson (Christer Malm), Reuben Sallmander (Enrico) |
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Regie:
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Daniel Alfredson |
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Drehbuch:
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Jonas Frykberg, Stieg Larsson |
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 Inhalt
Mikael Blomkvist erfährt von einem jungen Journalisten von einer hochbrisanten Story. Es geht um einflussreiche Männer, die mit Frauenhandel und Prostitution in Verbindung gebracht werden. Auch Blomkvists Partnerin Lisbeth Salander ist auf eigene Faust an dem Fall dran. Dabei entdeckt sie, dass Nils Bjurman, einst ihr Vormund, in die Sache verwickelt zu sein scheint. Als kurz darauf der Journalist und Bjurman tot aufgefunden und auf der Tatwaffe Lisbeths Fingerabdrücke sichergestellt werden, startet eine Hetzjagd. Nur Blomkvist glaubt an ihre Unschuld. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Dimitrios Athanassiou
Die Fortsetzung der Millennium-Trilogie präsentiert sich als spannender, teils actionlastiger europäischer Krimi. Wieder sind Blomkvist und Salander die zentralen Figuren der Handlung, wenn diesmal auch der eindeutige Schwerpunkt auf dem Schicksal der jungen Frau liegt. Standen im ersten Teil die Suspense-und Mystery-Elemente im Vordergrund, wird diesmal eindeutig mehr aufs Tempo der Handlung gedrückt. Sehenswerter Film, nicht nur für Fans. Den Vorgänger gesehen zu haben, schadet aber eindeutig nicht.
Kaum ein halbes Jahr ist es her, dass mit Verblendung die Verfilmung des ersten der Millennium-Romane in den Kinos lief. Schlag auf Schlag folgt Anfang 2010 nun die Adaption des nächsten Buches Verdammnis und kurz darauf wird der Fan der Reihe bereits mit dem vorläufigen Abschluss Vergebung beglückt werden. Mehr Filme dieser Reihe wird es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr geben; ist doch Larsson 2004 im Alter von 50 Jahren an einem Herzanfall verstorben. Der schwedische Journalist, der durch die Veröffentlichung seiner Bücher, die sich weltweit bisher über 15 Millionen Mal verkauften, posthum zu Ehren kam, hatte die Buchreihe eigentlich auf zehn Romane angelegt. Der vierte liegt aber lediglich als Exposé vor, doch der fünfte soll als Rohfassung nahezu fertig sein. Ob eines Tages andere Autoren diese Arbeiten noch zu Ende führen werden, steht derzeit aber noch in den Sternen.
Erstmal geht es jetzt in Runde zwei; und wieder stehen der investigative Journalist und Mitherausgeber des Millennium-Magazins, eines Blattes, das sich auf Offenbarungsstorys spezialisiert hat, Mikael Blomkvist (Michael Nyqvist) und die freakige Hackerin Lisbeth Salander (Noomie Rapace) im Zentrum der Erzählung. Stilistisch hat sich aber einiges geändert: Der langsame, fast gemächliche Takt, mit viel unterschwelliger Spannung und unerwarteten Wendungen, ähnlich einem Suspensethriller, wurde zugunsten eines Plus an Tempo aufgegeben. Das geht phasenweise so weit, dass Autoverfolgungsjagden, bei denen hemmungslos über Fußgänger-Gehsteige gebrettert wird und Martial-Arts-Einlagen mit übermächtigen Gegnern, die in jedem klassischen Bond einen hervorragenden ausführenden Arm des Supervillains abgegeben hätten, sehr an amerikanisches Actionkino erinnern.
Konsequent ist hingegen, dass die wenigen und teils kryptischen Informationen, welche über die dubiose Vergangenheit Lisbeths in Teil eins eingestreut wurden, aufgegriffen werden und nun in den Kernplot der Fortsetzung rücken. War man nach dem ersten Teil, besonders als Nichtkenner der literarischen Vorlagen, darüber irritiert, dass die beiden Hauptfiguren etwas unausgewogen skizziert wurden: Obwohl im ersten Teil Michael die eigentlich zentrale Figur war, wirkte sein Charakter im Vergleich zu seiner Assistentin Lisbeth vergleichsweise blass; bei ihr hingegen hatte man sich scheinbar deutlich mehr Mühe gegeben ein nuanciertes und komplexes Psychogramm auszuarbeiten; bekommt nun im zweiten Teil der Trilogie das plötzlich einen Sinn. Und immer deutlicher wird auch, dass der Schlüssel zur Enträtselung aller Mysterien in der Vergangenheit von Lisbeth Salander liegt.
Da wundert es überhaupt nicht, dass diesmal nicht Michael derjenige ist, der die Schwierigkeiten im Schlepp hat, sondern Lisbeth. Diese wird verdächtigt, eine Reihe von Morden begangen zu haben. Darunter auch nahe Freunde von Michael. Die Indizien und Beweise erhärten sich schnell für die Polizei und die Medien und die Hatz beginnt. Um der Verhaftung zu entgehen, muss Lisbeth untertauchen. Michael ist einer der wenigen, der von Lisbeths Unschuld überzeugt ist. Getrennt voneinander ermitteln die beiden in einer Welt von Illegalität, Frauenhandel und Prostitution, während sowohl die Behörden als auch die wirklichen Verbrecher hinter Lisbeth her sind. Und letztere scheuen auch nicht davor zurück, denen Schaden zuzufügen, die Lisbeth nahe stehen, nur um ihren Aufenthaltsort in Erfahrung zu bringen.
Der zweite Teil der Millennium-Trilogie ist, auch wenn er stilistisch ganz anders inszeniert wurde als sein Vorgänger, der als Thriller durchaus für sich allein stehen kann, immer noch ein guter Krimi. Die Suspense-Elemente mögen zwar bei weitem nicht so stark ausgeprägt sein, wie bei Verblendung und auch die Dichte der Erzählstruktur scheint sich etwas aufgelöst zu haben; dafür macht die Reduktion der teils überbordenden Vielfalt an Information, die den ersten Teil kennzeichnete, die Geschichte aber durchaus etwas eingängiger. Unterm Strich ist somit die Reihe würdig fortgesetzt worden und es bleibt beim Abschluss Vergebung alles schlüssig aufzulösen und dem Zuschauer ein ordentliches Finale zu bescheren.  Weitere interessante Filme
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