Der romantischen Grundidee, sowie dem spielfreudigen und namhaften Cast ist es zu verdanken, dass When In Rome sein Publikum durchaus kurzweilig unterhalten kann. Dass dabei die Geschichte recht vorhersehbar ist und dem Ganzen das gewisse Etwas zu einem besonderen Genrefilm fehlt, ist natürlich schade, fällt jedoch in diesem Falle aufgrund der charmanten Präsentation nicht sonderlich ins Gewicht.
Wenn man einen Regisseur für eine verzaubernde romantische Komödie sucht, dann dürfte man sicherlich nicht gerade Mark Steven Johnson auf dem Zettel haben. Bisher war er hauptsächlich Verantwortlich für die misslungenen Comicadaptionen von Ghost Rider und Daredevil und so ist es schon erstaunlich, dass es ihm gelang, für seine RomCom ein durchaus namhaftes Cast auf die Beine zu stellen, das fast ausschließlich aus bekannten Seriengesichtern besteht.
Die junge Beth ist eine erfolgreiche Kuratorin, die nur in der Liebe noch nicht den richtigen Mann fürs Leben gefunden hat. Als sie bei der Hochzeit ihrer Schwester in Rom aus einem Brunnen der Liebe fünf Münzen entnimmt, ahnt sie nicht, dass sie dabei auch die Liebe derer Besitzer auf sich vereint. Doch als in den nächsten Tagen plötzlich ein Verehrer nach dem anderen ihr seine Liebe beweisen möchte, kommt auch sie langsam auf den Gedanken, dass hier etwas faul ist.
Sicherlich kann man sich den Handlungsverlauf dieser Geschichte nach fünf Minuten komplett zusammenreimen. Dennoch gefällt die romantische Grundidee um den verzaubernden Brunnen und kann durchaus für einige romantische Momente sorgen. Hat man erst mal das platte Slapstickspektakel zu Beginn überstanden, zünden plötzlich auch die Gags, die ihren Höhepunkt finden, wenn die Charaktere versuchen, ihrer Angebeteten ihre Liebe zu beweisen. Schade nur, dass dabei innerhalb des Genres alles innerhalb seiner üblichen Konventionen verläuft.
Dass bei einer magischen romantischen Komödie auch die Inszenierung viel zur Atmosphäre beitragen kann, hat uns Jean-Pierre Jeunet in Die fabelhafte Welt der Amélie hervorragend unter Beweis gestellt. Sieht man hier von einigen netten Ideen wie dem Nachtsicht Restaurant ab, bekommt der Zuschauer mit Ausnahme eines eingänglichen Scores sowie den gut in Szene gesetzten Locations in Rom nur wenig Atmosphäre geboten. Weder die etwas deplatziert eingesetzten Songs, noch die Kameraführung können in diesem Falle für eine besondere Atmosphäre sorgen.
Das große Prunkstück des Filmes ist wohl, dass jede noch so kleine Rolle mit einem bekannten Gesicht besetzt wurde und die Akteure dabei mit einer unglaublichen Spielfreude agieren. Hauptdarstellerin Kristen Bell ist erneut umwerfend und wird vom Zuschauer schnell in sein Herz geschlossen. Auf der komödiantischen Seite können vor allen Dingen Jon Heder als schräger, aberwitziger Zauberer, sowie Will Arnett als italienischer Maler überzeugen, der vor allen Dingen in der englischen Originalversion einen herrlich überzogenen Akzent aufsetzen darf. Ein weiteres Highlight ist die aus Scrubs bekannte Alexis Dziena, die sich mit ihrem verschrobenen Spiel für weitere Rollen empfehlen kann.
Sicherlich erfindet When In Rome das Genre nicht neu, bietet aber dennoch eine süße Geschichte, die romantisch genug ist, um den Zuschauer zu unterhalten. So ist das Ganze dank dem toll aufgelegten Darstellerensemble nett und kurzweilig anzusehen, auch wenn in nahezu allen Bereichen noch das gewisse Etwas zu einer insgesamt wirklich überzeugenden romantischen Komödie fehlt.