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Surfer, Dude

(Surfer, Dude, 2008)

Dt.Start: nicht bekannt
DVD: 15. Januar 2010
Premiere: 05. September 2008 (USA)
FSK: ab 12 Genre: Komödie
Länge: 85 min Land: USA
Darsteller: Matthew McConaughey (Steve Addington), Alexie Gilmore (Danni Martin), Jeffrey Nordling (Eddie Zarno), Woody Harrelson (Jack Mayweather), Zachary Knighton (Brillo Murphy), Cassandra Hepburn (Luanne), Todd Stashwick (Vic Hayes), Nathan Phillips (Baker Smith), Ramon Rodriguez (Lupe La Rosa), Scott Glenn (Alister Greenbough), John Terry (Mercer Martin), Sarah Wright (Stacy), K.D. Aubert (April-May)
Regie: S.R. Bindler
Drehbuch: S.R. Bindler, Mark Gustawes


Inhalt

Steve Addington, ein passionierter Surfer, kehrt nach Malibu in seine Heimat zurück. Sein ehemaliger Surfclub ist nun unter dem Sponsoring eines Großkonzerns, der Addington gerne als Aushängeschild für eine Reality-Soap und Videospiele verpflichten möchte. Zunächst wehrt sich Steve dagegen, doch als ihm während seines Urlaubs das Geld ausgeht, muss er wohl oder übel doch auf das Angebot zurückkommen.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Surfer, Dude hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 42%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Benjamin Schieler
Surfer, Dude hat eine Wertung von 42%
Paraderolle für Matthew McConaughey. Der Texaner, der schon in früheren Filmen wie Zum Ausziehen Verführt oder Ein Schatz zum Verlieben seinen durchtrainierten Oberkörper gerne in die Kamera hielt, spielt in Sufer, Dude den Surferstar Steve Addington, der sich den Wellen des Kapitalismus widersetzt und stattdessen nur die heimatliche Urlaubsatmosphäre Malibus genießen will. Die Komödie krankt an fehlendem Humor und dem lethargischen Spiel der Darsteller. Sie dürfte höchstens Hardcore-Surffans Spaß machen.

Bild aus Surfer, Dude Steve Addington ist ein echter Kerl. Einer, wie ihn die Frauen Malibus lieben. Ein Weltreisender mit Adonis-Körper, der keine noch so angsteinflößende Welle scheut, der an den bekanntesten Stränden der Erde den Naturgewalten getrotzt hat. Einer, der am Flughafen lässig barfuss durch die Hallen spaziert und keinen Cent darauf gibt, wenn ihn Grenzbeamte skeptisch beäugen. "Surfer, ist das ein Beruf?", fragt ihn die Dame an der Passkontrolle verächtlich. Doch Steve lächelt nur. "Nicht wirklich", antwortet er - und spaziert fröhlich weiter.

Nach seiner Rückkehr in die Heimat nach sechsmonatiger Arbeit rund um den Globus will Addington eigentlich nur eines: seinen Urlaub genießen. Und was macht ein Surfer im Urlaub? Richtig. Surfen. Mit seinen Kumpels. Und abhängen. Am Strand sitzen und den Wellen beim Brechen zusehen. Der schmierige Produzent Eddie Zarno (Jeffrey Nordling), ein vom Weg abgekommener Ex-Surfer, hat jedoch andere Pläne mit dem smarten Naturmenschen. Er will ihn für seine TV-Reality-Show, in der eine Horde von Addingtons Mitstreitern mit vielen Strandbunnys in einer Villa lebt und Party macht. Und, noch schlimmer: er will ihn als Coverboy für sein realgetreues digitales Surfspiel. Trotz Geldproblemen, auf die ihn sein Manager Jack Mayweather (ein zottelhaariger Woody Harrelson, Zombieland) eindrücklich hinweist, lehnt Addington ab - und zieht damit Zarnos Zorn auf sich. Und dann bleiben auch noch die Wellen aus.

McConaughey muss das Projekt besonders am Herzen gelegen haben, schließlich feierte seine Produktionsfirma j.k. livin' - benannt nach seinem Lebensmotto "Just keep living" - mit Surfer, Dude den Einstand in die Filmbranche. Die Rolle des Steve Addington wirkt ihm dabei auf den Leib geschneidert, verkörpert der naturverbundene Surfer doch genau McConaugheys Lässigkeit, die in einer von Hektik geprägten Welt vielen Menschen abhanden gekommen ist, im Film veranschaulicht am Beispiel des profitsüchtigen Eddie Zarno. Umso erstaunlicher ist, wie lethargisch der Schauspieler seine Figur darstellt. Der Surfer torkelt unentwegt wie zugedröhnt durch die Handlung. Unterschiede zwischen Szenen, nach denen Addington mit seinen gleichsam zombieähnlich agierenden Kumpanen Gras geraucht hat und solchen, in denen er clean ist, sind nicht zu erkennen. Addington wirkt nicht lässig oder relaxt, sondern retardiert. Er ist kein Sunnyboy, sondern das Abziehbildchen von einem.

Die Wirkung, die er auf begehrenswerte Frauen wie April-May (K.D. Aubert) oder Danni (Alexie Gilmore, Vielleicht, vielleicht auch nicht) hat, wirkt angesichts dessen umso verblüffender. Seine Lethargie weitet sich zu allem Überfluss auch auf die Story aus. Dem Regisseur und Drehbuchautor S. R. Bindler gelingt es bei seinem Fiktionsdebüt nicht, komödiantisches Talent unter Beweis zu stellen. Im nüchternen Zustand betrachtet, hinterlässt Surfer, Dude beim Zuschauer nur ein Gefühl der Langeweile. Gefallen dürften an dem Film höchstens diejenigen finden, die selbst eine starke Neigung zum Wellenreiten und dem damit verbundenen Lebensgefühl besitzen.



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