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Secret Service(s)

(Secret Service(s), 2009)

Dt.Start: nicht bekannt Premiere: 2009 (Österreich)
FSK: nicht bekannt Genre: Komödie
Länge: nicht bekannt Land: Österreich
Darsteller: Verena Leitner (Hildegard), Alexander E. Fennon (Albert), Rainer Obkircher (Harald), Jasmin Devi (Angelina), Manfred Sarközi (Waldo), Thomas Nash (Shafiq), Moni Preyhaupt (Mutter), Gerard Schifko (Vater)
Regie: Vlado Priborsky
Drehbuch: Edgar Moor, Vlado Priborsky, Bastian Zach


Inhalt

Hildegard, eine Frau, die das Abenteuer im Alltag vermisst, wendet sich an den Dienstleister "Secret Service(s)", um dort den gewissen Service zu buchen. Als dann kurze Zeit später, plötzlich ein Mann mit einem riesigen Blumenstrauß in der Hand vor ihrer Tür steht, scheint die Situation mehr als klar zu sein. Umso unklarer ist sie jedoch für eben diesen Mann, der gerade von Frankreich nach Wien zugezogenen ist und eigentlich nur seine neue Wohnung beziehen wollte.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Secret Service(s) hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 51%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Benjamin Schieler
Secret Service(s) hat eine Wertung von 51%
Vlado Priborsky wechselt das Genre. Der Amateurfilmer aus Österreich, der sich bislang in Werken wie Valentins Tag, Plan B oder Sophie eher düsterem Horror verschrieben hatte, versucht sich mit Secret Service(s) an einem komödiantischen Kurzfilm. Handwerklich ist an der Arbeit des Autodidakten nichts zu mäkeln, inhaltlich ist seine Verwechslungsgeschichte nach großem Vorbild der Screwball-Komödien der 60er und 70er Jahre allerdings höchstens Durchschnittsware.

Bild aus Secret Service(s) Weil sie sich von ihrem nur in beruflicher Hinsicht engagierten und strebsamen Partner Waldo (Manfred Sarközi) chronisch missachtet fühlt, beschenkt sich Hildegard (Verena Leitner) zum Geburtstag selbst - mit einem Callboy. Als sich ihr neuer, noch unbekannter Nachbar Albert (Alexandre E. Fennon), frisch aus Frankreich nach Wien gezogen, versehentlich selbst aussperrt, manövriert er sich immer tiefer in eine unangenehme Lage hinein. Denn Hildegard verwechselt den hilflosen Immigranten mit ihrem Geschenk und zerrt ihn in die Wohnung. Bald steht Albert ohne Hose da und muss sich verstecken. Denn nach und nach tauchen der ungelenke echte Callboy (Rainer Obkircher), Hildegards beste Freundin Angelina (Sophie-Hauptdarstellerin Jasmin Devi), ein vorlauter indischer Blumenjunge (Thomas Nash) und zu allem Überfluss auch noch Waldo, früher zurück als erwartet, auf.

Mit viel Leidenschaft sind Priborsky und sein Co-Produzent und Co-Autor Edgar Moor das Wagnis Komödie eingegangen, die sie im Sinne eines ungeschriebenen Gesetzes als "Königsdisziplin im Filmbusiness" bezeichnen. Das merkt man zuallererst am aufwendig gestalteten Vorspann. Der Versuch einer Reminiszenz an Klassiker wie Der Rosarote Panther ist deutlich zu spüren, die Rolle von Verena Leitner soll in ihrem hektischen und atemlosen Auftreten ganz bewusst an Louis de Funès erinnern. Am gelungensten ist der herrlich schräge Auftritt Rainer Obkirchers, der nach einem kleinen Missgeschick erst den Scheintoten spielen darf und später noch im Leopardenslip oder Adamskostüm jederzeit eine gute Figur abgibt.

Die Leistungen der Schauspieler und der gesamten Crew müssen allein deswegen respektvoll betrachtet werden, weil sie allesamt keine Profis sind. Leider sind die Möglichkeiten der Agierenden insgesamt durch die Story begrenzt. Diese verzichtet zwar dankenswerterweise auf platte Witzchen unter der Gürtellinie, bewegt sich jedoch dennoch fast zu jeder Zeit lediglich auf Sketchshow-Niveau. So weit seine Bewunderung der Komödienschmiede alter Schule reicht, so sehr bedient sich Priborsky an Altbekanntem. Dem Regisseur fehlen die zündenden eigenen Ideen, die etwas Neues und Innovatives darstellen. Stattdessen hat der Zuschauer beständig das Gefühl, etwas zwar makellos Umgesetztes zu verfolgen, aber etwas, das er schon viele Male woanders zu Gesicht bekommen hat.



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