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The Green Mile fängt etwas dubios an, man lernt einen alten Mann aus dem Altersheim kennen, der den ganzen Tag spazierengeht. Das hat mich dann doch etwas beunruhigt. Aber dann packt der Mann aus, und los gehts mit einem Rückblick, der es in sich hat. Ich sah dann Tom Hanks über die Leinwand flimmern, und wußte, alles klar, lehn dich zurück, der Film wird gut. Tom Hanks und seine Todeszellencrew nehmen gleich mal John, den Koloß des Jahres, auf, und der Zuschauer merkt sofort, der ist unschuldig. Dies wird aufrechterhalten, bis wir den Billy the Kid Verschnitt kennenlernen, der erst den Behinderten spielt und sich dann als Bösewicht schlechthin entpuppt. Dann denkt man, OK der John könnte halt auch ein guter Schauspieler sein, aber dieses Gerücht wird gleich mit Johns nächster Tat aus dem Weg geräumt und alle glauben weiter, daß er unschuldig ist. Aber halt ich erzähl schon wieder viel zu viel.
Fakt ist, der Film ist absolut Klasse, immer wenn man meint, man weiß wie es enden wird und was als nächstes passiert, dreht sich das ganze um 180 Grad und man kann alle Theorien wieder über Bord werfen. Auch scheinbare Nebensächlichkeiten, die nur als Belustigung zu dienen scheinen, gewinnen im Verlauf des Films immer mehr an Bedeutung. Weiterhin ist der Film perfekt besetzt, jede Person paßt wie die Faust aufs Auge. Der Streifen hat mich richtig mitgenommen und ich hab mich oft gefragt, was würdest du an Tom Hanks Stelle tun. Aber ich konnte keine zufriedenstellende Antwort finden. Eigentlich wollte ich die Länge von gut drei Stunden bemängeln, aber im nachhinein betrachtet geht das voll in Ordnung, ich hab mich nie gelangweilt. Meine Empfehlung lautet daher, den Film auf keinen Fall zu verpassen. |