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Jerry Cotton

(Jerry Cotton, 2010)

Dt.Start: 11. März 2010
DVD: 30. September 2010
Premiere: 11. März 2010 (Deutschland)
FSK: ab 12 Genre: Krimi
Länge: 100 min Land: Deutschland
Darsteller: Christian Tramitz (Jerry Cotton), Christian Ulmen (Phil Decker), Monica Cruz (Malena), Christiane Paul (Daryl Zanuck), Heino Ferch (Klaus Schmidt), Joram Voelklein (Johnny Rocco), Jürgen Tarrach (Ruby), Jaymes Butler (Sunny Dollar), Moritz Bleibtreu (Sammy Serrano), Christoph Maria Herbst (Barmann), Herbert Knaup (Mr. High), Günther Kaufmann (Joe Brandenburg), Manou Lubowski (Steve Dillaggio), Anna Julia Kapfelsperger (Peggy Martin)
Regie: Cyrill Boss, Philipp Stennert
Drehbuch: Cyrill Boss, Philipp Stennert


Inhalt

Es ist eine undenkbare Vorstellung. Ausgerechnet Jerry Cotton, dieser pflichtbewusste und fleißige FBI-Agent, soll einen Doppelmord begangen haben? Das glaubt zumindest die Leiterin der Dienstaufsichtsbehörde, Daryl D. Zanuck. Nun muss Cotton untertauchen und an zwei Fronten kämpfen. Als Jäger begibt er sich auf die Spur des Gangsters Klaus Schmidt und dessen Bande, als Gejagter muss er sich vor alten Freunden und Kollegen verstecken. Und als wäre das nicht genug, ist sein einziger Verbündeter - der neue Kollege Phil Decker - ein kompletter Trottel.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Jerry Cotton hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 49%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Markus Ostertag
Jerry Cotton hat eine Wertung von 49%
In den 50er Jahren war Jerry Cotton der Lieblingskrimiheld der Deutschen. Jetzt nehmen sich Cyrill Boss und Philipp Stennert den coolen FBI Agenten vor und verfrachten Christian Tramitz nach New York, wo er mit Hilfe seines vertrottelten Partners Christian Ulmen seinen Kopf aus der Schlinge ziehen muss. Einige witzige Gastauftritte und so manch ein Gag sorgen durchaus für Lacher, im Großen und Ganzen plätschert die Komödie aber einfach so vor sich hin, ohne groß Akzente zu setzen. Sicherlich kein Must-See.

Bild aus Jerry Cotton Ein ziemlich cooler FBI Agent und ein unbeholfener, hinter den Ohren noch feuchter Partner, der einmal was werden möchte, müssen zusammenarbeiten, um eine riesige Verschwörung aufzudecken. Eine perfekte Ausgangslage für eine Komödie, eigentlich. Doch leider will der Funke bei Jerry Cotton nicht so wirklich überspringen. Zwar gibt es durchaus die ein oder andere witzige Szene, die einem ein Schmunzeln auf die Lippen zaubert, doch so richtig herzhaft lachen kann man eigentlich nicht. Vom Grundkonzept her erinnert das Werk von Cyrill Boss und Philipp Stennert stark an Der Wixxer, für dessen zweiten Teil Neues vom Wixxer eben diese beiden Herren verantwortlich waren, qualitativ kann jener aber nicht erreicht werden.

Während in der Parodie der alten Edgar Wallace Filme Oliver Kalkofe den abgehalfterten Ermittler gab, schlüpft in die Rolle des G-Man aus den 50er Jahren Christian Tramitz. Sicherlich nicht die schlechteste Wahl, da er einer der wenigen deutschen Comedians ist, der einen Gentleman auch verkörpern kann. Mit ein paar coolen Sprüchen sichert er sich zwar ein paar Schmunzler, den wirklichen Brüller liefert er aber nicht. An seiner Seite spielt Christian Ulmen den überhaupt nicht coolen Anfänger Phil Decker, der Cotton aufs Auge gedrückt wird. Obwohl auch er durchaus ein paar witzige Beiträge liefern kann, ist der Charakter über die gesamte Laufzeit zu nervig übertrieben angelegt, vor allem wenn es um die Auftritte in Kostümen geht. Hier wäre ein bisschen weniger deutlich mehr gewesen. Für nette Überraschungen sorgen die kleinen Gastauftritte bekannter Gesichter der deutschen Comedy- und Filmszene und lockern das ganze Geschehen zumindest ein wenig auf.

Im Großen und Ganzen ist Jerry Cotton eine typische deutsche Krimi-Komödie. Die Witze sind meist Schema-F, die Geschichte ist recht dünn und nicht sonderlich anspruchsvoll, aber irgendwie ist das Gesamtkonstrukt dennoch ganz nett. Ob man den Film nun unbedingt im Kino begutachten muss oder ob es auch die Heimversion tut, muss schlussendlich jeder für sich selbst entscheiden. Für einen netten Abend mit leichter Komödie und wenig Anspruch ist er allemal zu gebrauchen.



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