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The Crazies

(The Crazies, 2010)

Durchschnittliche Redaktionswertung

63%



Inhalt

Als das Trinkwasser der Kleinstadt Ogden Marsh durch einen Militärunfall verseucht wird, sterben die Bewohner oder mutieren zu grauenhaften Bestien. Um den Vorfall zu vertuschen, schottet die Regierung den Ort ab. Eine Gruppe Überlebender, angeführt vom Sheriff, versucht aus der Stadt zu fliehen.

Kritik

von Dimitrios Athanassiou

Wertung Kritik

63%

Schluss mit lustig oder die Vertreibung aus dem Paradies. So ungefähr könnte man die Grundidee von The Crazies zusammenfassen. In der Idylle einer beschaulichen amerikanischen Kleinstadt grassiert plötzlich der Wahnsinn. Normale Bürger rasten aus und verwandeln sich in blutrünstige Bestien. Zwischen diesem Wahnsinn gefangen, ein tapferer Sheriff und seine schwangere Frau sowie sein treuer, aber etwas schräger Deputy und eine junge Frau. Grundsolider Horror-Streifen, der das altbewährte Zombie-Subgenre mit einer erfreulich plausiblen Story aufbereitet, sich andererseits aber etwas in der Vielfalt der Anleihen zu verlieren droht.

Bild aus The Crazies Der Altmeister des unsterblichen Zombie-Horrors kann es einfach nicht lassen. Nahezu parallel gehen diesmal einerseits die Fortführung seiner Untoten-Saga mit Survival of the Dead und das Remake eines seiner weniger bekannten Werke auf dem Jahre 1973 The Crazies im Frühjahr 2010 an den Start. Bei Letzterem war Romero aber lediglich als ausführender Produzent mit an Bord. Die Regie übernahm diesmal Breck Eisner (Sahara).

Die Grundgeschichte ist im Prinzip ähnlich dessen, was man von diesem Genre gewöhnt ist: Die Menschheit wird abermals von einem heimtückischen Virus heimgesucht, das äußerst bizarre Verhaltensveränderungen hervorruft. Einstmals freundliche und gütige Menschen verwandeln sich plötzlich in mordende Psychopathen. Im Zentrum dieser obskuren Epidemie liegt Ogden Marsh eine wirklich typische - fern vom Rummel und der Anonymität der Metropolen an den Küsten der USA gelegene - Kleinstadt im Mittleren Westen. Die Menschen dort kennen einander noch persönlich und sorgen sich auch umeinander.

Eines Tages taucht während eines Baseballspiels einer dieser guten Menschen mit einer Schrotflinte bewaffnet auf und erschießt, ohne mit der Wimper zu zucken, einen angesehenen Bürger der Stadt. Sheriff David Dutten (Timothy Olyphant) nimmt die Ermittlungen auf, aber gleich darauf beginnen sich solche Vorfälle zu häufen: Grundanständige Bürger verhalten sich auf einmal, als wären sie völlig durchgeknallt. Und dieses absonderliche und irre Verhalten greift gleich einem Steppenbrand um sich. Bald schon sind die Normalen in der Minderheit.

Die Behörden reagieren und verhängen eine Quarantäne um den Ort. Im Versuch, die Epidemie einzudämmen, trennt man, in eiligst eingerichteten Lazaretten, die Gesunden von jedem, der auch nur die geringsten Symptome aufweist. Sheriff Dutten's schwangere Frau Judy (Radha Mitchell) kommt wegen leichtem Fieber zu den Kranken. Draußen tobt indes das Chaos: Die Irregewordenen morden jeden und zerstören alles, was ihnen in den Weg kommt; schlussendlich überrennen sie sogar die Absperrungen um die Lazarette. Dutten und seinem treuen Deputy Russel (Joe Andersson), der mit seinem Boss durch dick und dünn geht, bleibt nur noch wenig Zeit, um Duttens Frau aus diesem Wahnsinn herauszubekommen.

Die Variation der üblichen Zombie-Motive spiegelt sich in The Crazies in zweierlei: Zum einen stehen hier nicht die Toten auf, um über die Lebenden herzufallen, und einmal um die Ecke gebracht, bleiben die Toten auch liegen, ohne dass man sie in kleine Stückchen zerhacken muss. Das macht die Geschichte wesentlich plausibler als der übliche Wissenschafts-Scifi-Zombie-Horror, der sonst so serviert wird. Zum anderen werden aus den Infizierten nicht gleich geistlose, nach menschlichem Fleisch lechzende, Kannibalen, sondern sie drehen schlichtweg durch; behalten dabei aber noch einige menschliche Züge.

Durch dieses Plus an Glaubwürdigkeit bietet sich somit auch mal die Gelegenheit, neue erzählerische Elemente einzufügen, die dem Ganzen - im Rahmen des Genres natürlich - neue Facetten hinzufügen und damit eine Art von Vielschichtigkeit verleihen. Dass diese neuen Seiten in anderen Filmen bereits sehr viel besser ausgestaltet wurden, braucht dennoch nicht zu verwundern. Auch wenn The Crazies in Zügen von seiner Dynamik oder vom Plot her manchmal an Neo-Klassiker wie Ausnahmezustand oder Outbreak erinnert, bleibt der Streifen im Wesen ein Horrorfilm, der einige wenige Überlebende in einem isolierten apokalyptischen Szenario umherirren lässt, ohne dass sie Hilfe zu erwarten hätten. Erfreulich, was bei solchen Filmen nicht immer der Fall ist, dass trotz einiger Längen zwischendrin, die Spannung grundsätzlich hoch gehalten wird.

Routiniert treten auch die Protagonisten auf. Es gibt zwar wenig schauspielerische Glanzlichter zu verkünden, aber alle geben sich sichtlich Mühe, ihren Filmcharakteren Substanz zu verleihen. Prominentester im Cast ist sicherlich Timothy Olyphant, der in Stirb Langsam 4.0 den Gegenspieler von Bruce Willis gab; aber auch Radha Mitchel, die letztes Jahr in der internationalen Produktion Die Kinder der Seidenstrasse zu sehen war, ist kein unbeschriebenes Blatt. Weniger bekannt sicherlich Joe Anderson, der den loyalen Deputy des Sheriffs gibt und mit seiner schrägen Hilly-Billy-Performance der Handlung gewinnbringend ein wenig Kleinpsycho-Dramaturgie hinzufügt.

Insgesamt präsentiert sich The Crazies als erfreulich gelungenes Remake, das mit seinem dichten Plot Logiklücken, einige Längen und zu simpel-naive Wendungen, halbwegs schadlos zu überstehen weiß. Die Handlung ist zwar nicht immer zwingend; und manchmal wäre es womöglich sogar besser gewesen, sich mehr auf altbewährte Schemata zu verlassen, anstatt der Vielfalt zuliebe hier und dort Anleihen zu nehmen, aber all das macht die ordentliche Neuauflage nicht zunichte.

Keine weitere Wertung


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