Es ist immer eine Freude Arnold Schwarzenegger bei der Arbeit zuzusehen, denn wie keinem Zweiten gelingt es ihm in den letzten Jahren, einen beschissenen Film nach dem anderen auf das Publikum loszulassen. Nachdem wir uns letztes Jahr in The 6th Day eine halbseidene Gen-Story zu Gemüte führen mussten, haben wir nun in Collateral Damage die Möglichkeit ein bisschen was über Terroristen zu erfahren. Obwohl man von diesem Streifen eigentlich nichts erwartet und somit auch nicht enttäuscht werden kann, hat es Arnie wieder einmal geschafft sich selbst zu unterbieten. Bildlich gesprochen haben wir ihm die Latte beim Hochsprung auf sage und schreibe 33,36 Zentimeter gelegt, aber es war ihm leider nicht vergönnt diese immense Höhe zu nehmen und er wurde erneut disqualifiziert. That's Life...
Lasset uns nun erörtern warum der gute alte Arnold Schwarzenegger wieder nicht im Stande war einen guten Film zu machen. Vielleicht liegt es daran, dass er ein magisches Händchen für schlechte Drehbücher hat. Oder bekommt er schon nichts besseres mehr angeboten? Wir wissen es nicht. Zumindest im Falle Collateral Damage können wir, sozusagen exemplarisch, eine Untersuchung einleiten. Schon allein das Grundgerüst der Story ist äußerst unglaubwürdig, aber dies kann man noch wohlwollend akzeptieren. Doch nachdem dieses Gerüst noch mit zig unlogischen und hanebüchnen Storyelementen durchzogen ist, kann man einfach nicht anders, als die Drehbuchbrüder David und Peter Griffiths in die Wüste Gobi zu schicken.
Die Charaktere des Films sind alles andere als spannend und interessant gezeichnet. Allen voran natürlich unser Held Gordan Brewer, ein rachelustige Feuerwehrmann, der sich auf eigene Faust nach Kolumbien aufmacht, um den Mörder seiner Familie einzukassieren. Andererseits musste man die Person so einfach wie möglich halten, um Arnie nicht zu überfordern. Die anderen Figuren, wie zum Beispiel der Terrorist "Der Wolf" oder der CIA Mann Brandt, versuchen ein bisschen politischen Hintergrund zu vermitteln, was selbstverständlich hochgradig lächerlich wirkt. Um das Drehbuch noch bis ins letzte zu verhunzen wurden die Dialoge nur leicht über Seifenoper-Niveau konzipiert, was dankenswerterweise für den ein oder anderen unbeabsichtigten Lacher sorgt.
Bleibt zu guter letzt noch die Action als letzter Rettungsanker, der Collateral Damage zumindest noch in irgendeiner Form sehenswert machen könnte. Aber leider gibt es im Punkto Pyrotechnik und Stunts auch nichts positives zu bereichten. Das einzige was auffiel, waren die schlecht gemachten Actionsequenzen, denen man teilweise hundert Meter gegen den Wind ansah, dass sie aus dem Computer kamen. Auch die gute alte Faustkampfaktion, wie sie Arnie so gerne praktiziert, reißt heute keinen mehr vom Hocker, es sei denn, sie wird gut in Szene gesetzt. Leider gelang Regisseur Andres Davis dieses Kunststück nicht, ganz im Gegenteil, denn was er hier zusammengefilmt hat, das geht auf keine Kuhhaut. Von innovativen oder rasanten Einstellungen hier fehlt jede Spur. Weiterhin fielen die "Achtung lieber Zuschauer, da war doch was!" Rückblenden negativ auf, da sie dem Zuschauer vergeblich weismachen wollen, dass die Handlung komplex und schwer durchschaubar wäre.
Letztendlich läßt sich festhalten, dass Arnie wiedereinmal versagt hat. Collateral Damage ist ein perfekte Symbiose aus allem was man im punkto Actionfilm falsch machen kann. Angefangen beim schlechten Drehbuch, über die miserable Inszenierung, bis zur blamablen Action ist alles vertreten. Dankenswerterweise ist der Film schon wieder so schlecht, dass er es sogar vermag, uns das ein oder andere mal unfreiwillig zu belustigen. Ansonsten muß man zu Collateral Damage eigentlich nicht mehr sagen, als dass er zu den Filmen gehört, die man sich getrost schenken kann. Wollen wir nun hoffen, dass sich Arnie in Terminator 3 - Rebellion der Maschinen wieder einigermaßen am Riemen reißt.