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Eclipse - Biss zum Abendrot

(The Twilight Saga: Eclipse, 2010)

Durchschnittliche Redaktionswertung

36%



Inhalt

Bella und Edward haben wieder zueinander gefunden, und müssten glücklicher denn je sein. Doch stattdessen steht Bella nun vor der Entscheidung zwischen ihrer Liebe zu Edward oder der guten Freundschaft mit Jacob. Dabei steht sie auch zwischen den Fronten von Vampiren und Werwölfen, die kurz davor stehen, ihren alten Kampf wieder zu entfachen. Zeitgleich geschehen in Seattle rätselhafte Mordfälle, offensichtlich von einem blutrünstigen Vampir verübt. Alle Spuren dieser Taten führen zu Bella - ist sie in Lebensgefahr?

Kritik

von Dimitrios Athanassiou

Wertung Kritik

36%

Es war einmal ein wunderschöner blasser Vampir, der im Sonnenlicht glitzert und der unsterblich in eine Menschenfrau verliebt ist, die sinniger Weise Bella heißt und natürlich bezaubernd aussieht, damit gleich im doppelten Sinne das Attribut der Schönheit auf sich vereint. Jeder wahre Fan ist jetzt bereits im Bilde: Twilight geht in die dritte Filmrunde und wird weltweit wieder Millionen begeisterter Fans in die Lichtspielhäuser locken. Düsterer und actiongeladener wirbt der Streifen um die Gunst der Fans, bleibt aber erzählerisch fad und verharrt mit den Figuren, trotz einiger Ansätze, weitestgehend in der Eindimensionalität.

Bild aus Eclipse - Biss zum Abendrot Filmkritikern ist diese Vampir-Schmonzette bekanntermaßen ein Graus. Vor allem wird man das Gefühl nicht los, kaum das Kino verlassen zu haben und dem Hype um den gerade aktuellen Film entgangen zu sein, bereits den Starttermin für die Fortsetzung am Horizont herannahen zu sehen. Mit Eclipse nähert man sich nun allmählich dem Höhepunkt der Saga aus der Feder der mormonischen Schriftstellerin Stephenie Meyer, im Wesentlichen hat sich aber an der grundsätzlichen Dramaturgie nicht auffällig viel verändert.

Edward (Robert Pattinson) und Bella (Kristen Stewart) schmachten sich immer noch züchtig an, aber, TA-DAA: sind inzwischen tatsächlich beim gelegentlichen Frontalknutschen angekommen (wenn es in diesem Tempo weitergeht, schaffen sie es glatt vor dem 30. Lebensjahr zum Petting). Natürlich hat diese Zurückhaltung einen triftigen Grund: Edward hat Angst, sich beim Liebesspiel gehen zu lassen; wenn er die Kontrolle über sich verliert, könnte es sein, dass seine Vampirseite die Oberhand gewinnt und er Bella verletzt oder sogar tötet.

Das wäre alles kein Problem, wenn Bella ebenfalls ein kalter, blutleerer Bleichling, also auch ein Vampir wäre. So fleht sie Edward an: Beiß mich, verwandele mich!, aber Edward ist Traditionalist: Heirate mich!, kontert er. Und damit auch niemand über die Ehrbarkeit seiner Absichten zweifeln kann, wird dieses beiß-mich/heirate-mich-Gezottel gleich zwei Dutzend Mal leicht variiert wiederholt. Als wäre die Situation damit nicht schon komplex und verworren genug, geht nun auch noch Jakob (Taylor Lautner), Bellas platonischer Werwolfrüde-Kumpel, der bei jeder erdenklichen Gelegenheit seinen entblößten Astral(ober)körper in die Kameralinse hält, mit seinen Gefühlen für Bella in die Offensive.

Das muntere Treiben beschränkt sich aber selbstverständlich nicht allein auf solche Höhepunkte. Twilight ist schließlich keine Big-Screen-Telenovela. In Eclipse ist richtig was los: In der Ferne braut sich ein neues und zugleich altes Unheil zusammen - und wieder schwebt Bella in tödlicher Gefahr; wie gut, dass gleich zwei Fantasy-Casanovas Spalier stehen, um die Holde zu beschützen, denn Schutz wird Bella bitter nötig haben. Eclipse wirbt mit düstererer Stimmung als die beiden Vorgänger und mit wesentlich mehr Action. Letzteres stimmt immerhin. Dieser Film der Twilight-Saga ist zweifellos kurzweiliger als die ersten beiden; dafür können aber weder das Setting noch die Trickeffekte ernstlich überzeugen.

Zugute halten muss man dem Streifen aber andererseits, dass er sich zumindest müht, die Mythologie der Vampire und vor allem der Werwölfe mit etwas Unterbau zu versehen. Darüber hinaus bleibt der Zuschauer diesmal überwiegend von halbklinischen Liebesschmacht-Depressionen verschont. Wenn auch Pattinson erneut eindrucksvoll unter Beweis stellt, dass er selten mehr als den ewig gleichen Waidwunder-Dackelblick drauf hat. Zumindest aber tastet er in seinem Mimenspiel in Twilight nicht das Andenken von James Dean an, wie schamlos zuletzt in Remember Me geschehen. Kristen Stewart hingegen lässt zumindest im Ansatz erkennen, dass sie sich ein wenig weiter entwickelt hat. Etwas, was sich bereits in Das Gelbe Segel andeutete. Fast vermeint man sogar zu spüren, dass es ihr inzwischen gelegentlich schwer fällt, in den Hohlkörper der Bella zu schlüpfen; einer Projektionshülse, die ohne eigenes Leben, Interessen, Wünsche, Träume - außer dem Begehren mit ihrem untoten Lover zu verschmelzen auskommt.

Man könnte diese kaum merklichen Nuancen der Veränderung im Spiel der Figuren wohlgesinnt vielleicht sogar als den Versuch ansehen, Twilight "erwachsen" werden zu lassen, wäre da nicht dieses enervierende Getue um Bellas Verwandlung: Wenn Edward und Bella zum x-ten Mal im "Nahkampf" zugange sind und sie halblasziv darum bettelt, gebissen, verwandelt und entjungfert zu werden, aber Edward abermals zurückschreckt und auf ein Ehegelöbnis pocht, möchte man zuweilen in leicht hysterisches Lachen verfallen. Dann wundert es nicht, wenn eine Reihe weiter hinten im Kinosaal, ein paar Mädels im Alter 18+ das Ganze sarkastisch mit Schlappschwanz quittieren. Es verblüfft schon sehr, wie wichtig einem unsterblichen Wesen ein menschlicher Verwaltungsakt wie das Heiraten zu sein scheint.

Die Fangemeinde wird es nicht stören. Die ergötzt sich lieber am Romantikschmacht-Potenzial und hält sich nicht mit überflüssigen Fragen auf. Da darf sich die Kritikerlandschaft letzten Endes die Finger wund schreiben, Twilight wird an den Kinokassen funktionieren. Und die Schreiberlinge, die sich über solch Humbug echauffieren, sind für die Fans die erklärten Feinde oder zumindest die Deppen, die überhaupt nicht begreifen, worum es hier eigentlich geht. Übersehen wird dabei, dass Twilight, obwohl Eclipse etwas kurzweiliger ausfällt, im Grunde wenig zu bieten hat; würde die Nachfrage es den Machern nicht lukrativ gestalten, hätte dieser literarische Stoff nie den Weg auf die große Leinwand gefunden. Mit einer TV-Serie wäre es durchweg genug gewesen. Der Fan lässt sich aber an der Kinokasse besonders gut melken, vor allem deshalb, da der wahrlich Gläubige mitunter mehr als einmal eine Karte kauft, um seinen unsterblichen Heroen für zwei Stunden nah sein zu können.

Keine weitere Wertung


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