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Die Spione ziehen wieder in die deutschen Kinos ein, denn neben Kiss & Kill startet auch Knight & Day im deutschen Hochsommer in der Kategorie "Liebling, ich bin ein Geheimagent". Mit Tom Cruise und Cameron Diaz hat der zweitgenannte Streifen zwar die etablierteren Hauptdarsteller, aber irgendwie will der Funke, ähnlich wie bei Kiss & Kill, nicht so recht auf den Zuschauer überspringen. Übrig bleiben aber dennoch unterhaltsame und oftmals humorvolle knapp zwei Stunden, in denen der Film sich zum Glück nicht zu ernst nimmt.
Nachdem die Zusammenarbeit von Tom Cruise und Cameron Diaz in Vanilla Sky und Minority Report schon für einigen Erfolg sorgte, sind die Beiden nun auch in den Hauptrollen von Knight & Day zu sehen. Leider scheinen aber beide Darsteller ein wenig gefangen in ihren Charakteren, denn Tom Cruise kann sein Mission: Impossible-Image zu keinem Zeitpunkt wirklich ablegen und Cameron Diaz wirkt ein wenig wie direkt aus Verrückt nach Mary ausgebrochen.
Wenn man dem Film allerdings zu Gute hält, dass er sich selbst scheinbar nicht wirklich ernst nimmt, sondern vielmehr mit eben dieser Vergangenheit seiner Hauptdarsteller spielt, dann kann man daraus auch einigen Humor ziehen. Insgesamt kommt die Agentenkomödie durchaus witzig und mit gut durchdachten und getimten Sprüchen daher. Auch wenn manchem Zuschauer das etwas zu oberflächlich und lieblos inszeniert erscheinen mag, hat es doch einen gewissen Charme.
Bei den Special Effects kann man Knight & Day aber einen klaren Minuspunkt anlasten, denn zeitweise wirkten die Einstellungen schlampig und überhastet gedreht oder nachbearbeitet. Man fühlt sich fast zurückversetzt in die Zeiten von Star Wars, der zwar für damalige Verhältnisse einzigartig war, aber nach heutigen Standards sogar von George Lucas selbst belächelt und überarbeitet wurde. Das hätte auch dem Streifen von James Mangold sicherlich gut getan, denn vor allem Action-Fans kommen nicht so richtig auf ihre Kosten.
Insgesamt ist Knight & Day eine durchaus sehenswerte Komödie, die einen nicht langweilt, aber auch nicht vom Hocker reißt. Im Vergleich zu Kiss & Kill punktet der Streifen vor allem durch seine Hauptdarsteller, die mit ihren Rollen durchaus spielerisch um zu gehen wissen, auch wenn das manchmal ein wenig übertrieben oder gar nervig wirkt. Vermutlich ist aber optisch das Pärchen Heigl und Kutcher dem doch etwas gealterten Duo von Knight & Day überlegen. Wer also Lust auf ein bisschen typisches Popcorn-Movie hat, der ist hier für knapp zwei Stunden gut aufgehoben. |