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My Name is Khan

(My Name is Khan, 2010)

Durchschnittliche Redaktionswertung

76%



Inhalt

Rizwan Khan, ein junger indischer Muslim in San Francisco, leidet unter dem Asperger-Syndrom, einer Form des Autismus, die sich vor allem in der Empfindbarkeit von Gefühlen anderen Menschen gegenüber zeigt. Trotzdem verliebt sich Khan sofort, als er Mandira kennen lernt. Das Glück scheint vollkommen, als die beiden heiraten und ein Geschäft eröffnen. Doch dann kommt der 11. September 2001 - und ändert alles.

Kritik

von Julia Stache

Wertung Kritik

79%

Vor dem Hintergrund der Terroranschläge des 11. Septembers 2001 auf das World Trade Center erzählt Autor und Regisseur Karan Johar eine Liebesgeschichte, die zugleich auch den politischen Konflikt zwischen westlicher Welt und islamischer Kultur aufgreift. Als Hauptdarsteller wählte er dafür Indiens Aushängeschild Shah Rukh Khan, was aber dennoch keinen typischen Bollywoodfilm zur Folge hat.

Bild aus My Name is Khan Im August 2009 wurde Shah Rukh Khan auf dem Flughafen Newark, offenkundig aufgrund seines muslimischen Namens, von Beamten festgenommen und für mehrere Stunden festgehalten. Erst die indische Botschaft konnte den Irrtum aufklären und seine Freilassung erreichen. Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn eine ähnliche Szene zu Beginn des Films aufgegriffen wird und sich der Satz "Ich heiße Khan und bin kein Terrorist!" wie ein roter Faden durch den Film zieht.

Rizvan Khan ist ein aus Indien stammender Muslim, der am Asperger-Syndrom leidet. Diese leichte Form des Autismus lässt ihn für seine Mitmenschen manchmal etwas merkwürdig erscheinen. Nach dem Tod der Mutter zieht Rizvan zu Verwandten nach Amerika, wo er sich in die Friseurin Mandira verliebt. Beide führen ein ausgeglichenes Leben, bis dieses durch die Anschläge am 11. September 2001 komplett durcheinander gerät. Die plötzliche Ablehnung gegen muslimische Mitbürger führt nicht nur zum Bankrott der Familie, auch gute Freunde beginnen, sich von der Familie abzuwenden. Als Mandiras Sohn Opfer eines Wutausbruches Jugendlicher wird, widerfährt der Familie ein großer Verlust. Mandira gibt Rizvan die Schuld an dem Unglück und wendet sich von ihm ab. Um sich wieder zu versöhnen, begibt er sich auf eine lange Reise durch das Land, mit dem Ziel, den amerikanischen Präsidenten zu treffen.

Anders als erwartet, ist dies ein Khan-Film, der nicht dem typischen Bollywoodklischee entspricht. Es wird äußerst wenig gesungen und getanzt, stattdessen bewegt sich die Geschichte auf vielen Ebenen. Die Kunst des Regisseurs liegt darin, ganz viele Themen in einen Topf zu werfen und trotzdem ein anständiges Ergebnis zu erzielen: Seien es der Fußball, die Terroranschläge, Obamas Wahl, Hurrikan Katrina oder George Bush, alle diese Themen sind um die Liebesgeschichte herumgebastelt. Statt einer absoluten Themenüberladung eröffnet sich dem Zuschauer ein buntes Märchen, welches historische Daten nach Belieben aneinanderreiht und dabei trotzdem in den Bann ziehen kann. Zusammengehalten wird der bunte Reigen stets von der politischen Thematik und der zentralen antirassistischen Aussage des Films, einen Menschen nicht nach seinem Äußeren zu beurteilen.

Einige Längen muss man der Geschichte zugestehen, doch die Liebenswürdigkeit des von Khan gespielten Charakters macht das oftmals wett. Liegt der Fokus der Handlung in der ersten Hälfte mehr auf Rizvans Familienverhältnissen, deren Entwicklung und seiner Familienfindung mit Mandira, so entwickelt sich die zweite Hälfte zu einem kleinen Forrest Gump-Ableger. Alles in allem ist My Name is Khan ein Bollywoodfilm mal nicht nach dem typischen Muster, aber trotzdem in seiner Gesamtheit bunt, vielschichtig und mit einer klaren Aussage. Schöne Bilder und ein gutes Darstellerensemble runden den positiven Gesamteindruck ab.

Kurzkritik

von Benjamin Schieler

Wertung Kurzkritik

72%

Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, Filme miteinander zu vergleichen oder zumindest Assoziationen anzusetzen. My Name is Khan ist ein solcher Fall. Fast automatisch fühlt man sich an Danny Boyles Bilderrausch Slumdog Millionaire erinnert. Doch mit der ersten Hollywood-Bollywood-Vermählung kann der Film von Karan Johar mit Indiens Superstar Shah Rukh Khan bei weitem nicht mithalten. Das liegt daran, dass der Regisseur statt dem enormen Potenzial seiner Geschichte zu vertrauen zu häufig auf unoriginelle Effekthascherei setzt. Das ist zwar zuweilen durchaus nett anzusehen, verhindert aber, dass der Film es über den Status konsumgerechter Unterhaltung heraus schafft.



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