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Chloe

(Chloe, 2009)

Durchschnittliche Redaktionswertung

70%



Inhalt

Die Ärztin Catherine und der Musikprofessor David führen eine glückliche Ehe, bis eine verräterische SMS das intakte Eheleben gefährdet. Catherine hat die Vermutung, dass David sie betrügt und so setzt sie das Callgirl Chloe auf ihn an. Als Chloe ihr erste Erfolge präsentiert, will Catherine das Spiel beenden. Doch ist das überhaupt noch möglich und was hat Chloe wirklich vor?

Kritik

von Markus Ostertag

Wertung Kritik

70%

Ein Callgirl namens Chloe lässt sich auf ein unmoralisches Angebot einer verheirateten Frau ein und versucht deren Mann zu verführen. Daraus entspinnt sich ein erotisches Spiel zwischen den beiden Frauen, aus dem keine der Beiden so einfach entfliehen kann. Ein sehr gut gemachter Thriller mit zwei hochkarätigen Schauspielerinnen in den Hauptrollen, die dem Ganzen die nötige verführerische Note verleihen. Für Fans derartiger Thriller ein absolutes Muss, aber auch für alle anderen durchaus sehenswert.

Bild aus Chloe Eine Frau mittleren Alters fühlt sich nicht mehr attraktiv und verdächtig ihren Mann, sie zu betrügen. Eine verräterische Nachricht auf dem Handy, ein verpasster Flug, ausgerechnet am Geburtstag, der hätte groß gefeiert werden sollen - die Indizien häufen sich. Da die Kommunikation nach all den Jahren nicht mehr so richtig funktioniert und Ungewissheit das allerschlimmste ist, beschließt Catherine eine wunderhübsche junge Frau auf ihren Mann anzusetzen, um seine Treue zu testen. Doch dieser Schuss geht gehörig nach hinten los und so befindet sich die erfolgreiche Gynäkologin bald in einem Strudel aus Misstrauen, Verzweiflung und purer Leidenschaft.

Für einen derartigen Film braucht man die perfekten Schauspieler, die ihre Rollen voll ausleben und glaubwürdig herüberbringen können. Genau das hat Atom Egoyan in Julianne Moore und Amanda Seyfried gefunden. Während Moore fantastisch in ihre Rolle der erfolgreichen, aber privat unzufriedenen und auch unsicheren Frau schlüpft, verkörpert Seyfried das junge, verführerische Callgirl mit einer Leichtigkeit, als hätte sie nie etwas anderes getan. Dass sie aber auch anders kann, durfte sie zuletzt in Mamma Mia! zeigen, als sie das unschuldige Mädchen verkörperte. Genau diese Mischung aus jugendlicher Unschuld und erfahrener Berechnung machen ihre Rolle so stark und faszinierend. So schaffen es die beiden Frauen, diesen Thriller mit teils subtiler Erotik zu füllen, was ihn allein schon sehenswert macht.

Bei so viel Frauenpower geht der männliche Part fast schon ein wenig unter. Die Rolle Liam Neesons ist generell eher klein angelegt, doch er schafft es trotzdem, seinen Platz in der Geschichte zu finden und diesen mit lockerem Charme auszufüllen. Auch sein Filmsohn, Max Thieriot, der zuletzt in Kit Kittredge: An American Girl zu sehen gewesen ist, macht seine Sache durchaus ansehnlich.

Die Handlung von Chloe im groben ist eher dünn und gibt wenig her. Doch das ist auch nicht das, was den Film ausmacht. Er lebt vom Schauspiel seiner Hauptdarsteller, von den transportierten Emotionen und der gesamten Atmosphäre. Wer sich davon mitreißen lassen kann, Freund von Filmen ist, in denen es zu intriganten Katz-und-Maus-Spielen kommt, oder sich auch an kleinen Details erfreuen kann, der wird sicherlich auf seine Kosten kommen. Wer sich eine spannende und dicht erzählte Geschichte erwartet, die den Zuschauer über die gesamte Laufzeit hinweg fesselt, der wird sich aber eher langweilen.

Ob der Film für männliche und weibliche Kinogänger gleichermaßen empfehlenswert ist, ist sicherlich die schwierigste Frage. Männer werden voraussichtlich vom erotischen Teil des Films angezogen und können sich auf verführerische Momente, sowie sehr viel nackte Haut freuen. Frauen werden sich wohl eher auf den subtileren Part des Films, nämlich die Beziehungen zwischen den Figuren, deren Tiefen und die Geschichte dahinter, konzentrieren. Insgesamt kann man den Film also durchaus als paartauglich erklären, auch wenn hinterher Diskussionsbedarf entstehen könnte.

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