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Räuberinnen(Räuberinnen, 2009)
| Dt.Start: |
nicht bekannt
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Premiere: |
2009 (Schweiz) |
| FSK: |
nicht bekannt
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Genre: |
Action, Abenteuer, Komödie |
| Länge: |
80 min
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Land: |
Schweiz, Luxemburg |
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Darsteller:
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Nina Buehlmann (Emily), Myriam Muller (Trizi), Mathis Künzler (Frida), Sabine Timoteo (Cindy), Antoine Monot Jr. (Meinrad von Bock), Sascha Ley (Karla), Celine Wenger (Alice), Nils Althaus (Josef), Cynthia Coray (Magdalena), Alexandra Prusa (Katharina), Delphine Clairet (Madame Fleurie), Gianin Loffler (Petrus), Kaspar Weiss (Johannes), Milton Rodrigues Gomes (Lumumba) |
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Regie:
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Carla Lia Monti |
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Drehbuch:
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Martin Muser, Thomas Hess |
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 Inhalt
Als die hübsche blonde Emily anstelle ihrer Schwester mit dem ekligen Meinrad von Bock verheiratet werden soll, sucht sie in Begleitung ihrer Magd Trizi möglichst schnell das Weite. Die Flucht führt die beiden Frauen in ein Bordell, wo sie aber leider vor der männlichen Boshaftigkeit auch nicht sicher sind. Also beschließen sie, sich zur Wehr zu setzen und gründen die Gruppe der "Räuberinnen", die durch die Lande streift und Männer überfällt. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Kurt Meinicke
Dass auch die Schweizer Filmszene tolle Produkte abliefern kann, wurde in den letzten Jahren das eine oder andere Mal bewiesen. So konnten zum Beispiel Mein Name ist Eugen und Cannabis durchs Band auf sympathische Art und Weise überzeugen und den Zuschauer bestens unterhalten. Was uns aber nun eine gewisse Carla Lia Monti mit ihrem Spielfilmdebüt Räuberinnen vorsetzt, kann man gelinde gesagt nur als absoluten Flop bezeichnen. Will man genauer werden, muss man schon zu anderen Adjektiven greifen, denn diesen stumpfsinnigen, plakativen, sinnlosen und vollkommen miserablen Sondermüll kann man wirklich niemandem empfehlen.
Räuberinnen soll eine sehr, sehr freie Interpretation von Friedrich Schillers Die Räuber darstellen. Dabei wird in jeder Sekunde zu offensichtlich versucht, extrem skandalös zu wirken. Das Problem dabei ist aber, dass der ersehnte Skandal in keinem Moment gefunden wird. Nur weil dem Zuschauer geradezu konstant Hängebrüste und Gummipenisse präsentiert werden, wirkt dies innerhalb des Kontextes trotzdem einfach nur plump, langweilig und vollkommen trivial. Doch gemäss eigener Aussage möchte Regisseurin und Drehbuchautorin Carla Lia Monti ja auch gar nicht provozieren (wobei man sich dann fragen muss, warum oftmals John Waters zitiert wird, und sogar dessen Bild vorkommt). Viel mehr macht sie sich über jene Leute lustig, die sich von ihrem Film provozieren lassen. Dabei vergisst sie allerdings, dass eine solche Motivation am Ende nur zu ihrer eigenen Belustigung beiträgt...der Zuschauer bleibt auf der Strecke.
In einem anachronistischen 18. Jahrhundert soll die blonde Emily mit dem zurückgebliebenen Meinrad von Bock verheiratet werden. Natürlich steckt Emilys Mutter Katharina dahinter, welche sich durch die Eheschließung viel Geld erhofft. Zusammen mit der anfangs schüchternen Magd Trizi kann sie jedoch fliehen, um kurz darauf mit den Arbeiterinnen eines Bordells eine Räuberinnen-Bande zu gründen. In der Folge werden Männer überfallen, ausgeraubt und vergewaltigt, was nur von deplatzierten Tanzeinlagen und diversen Penis-Folterungen unterbrochen wird.
Abgesehen von allen inhaltlichen Schwächen kann hier auch sonst nichts überzeugen. Schon in den ersten Sekunden wird man von einer knallig-bunten Foto-Montage geblendet, was von sehr plakativer Hintergrundmusik begleitet wird. Diese paar Sekunden brennen sich im Verlauf des Filmes in das Gehirn des Zuschauers ein, denn sie werden unerträglich viele Male einfach wiederholt. Auf diese wundervoll fantasievolle Weise wird jeder Ort des Geschehens immer wieder angekündigt, wodurch der Zuschauer trotz nicht nachvollziehbarer Aneinanderreihung einzelner Szenen immer weiß, wo sich die gerade gezeigte Szene abspielt. Dieser Umstand soll also entweder dafür sorgen, dass man das absolute Fehlen eines roten Fadens nicht bemerkt (was nicht funktioniert), oder er deutet darauf hin, für wie dumm die Werte Frau Regisseurin ihr Publikum - wenn man sich ihre Interviews anhört, vor allem die männlichen Zuschauer - eigentlich hält. Dabei kann sie selbst nicht einmal eine einzige dynamische und sehenswerte Schießerei inszenieren, und auch sonst legt sie kein wirkliches Gespür für die Umsetzung eines Storyboards an den Tag. Kurz gesagt, kann es einem schlussendlich wirklich egal sein, was diese Frau mit ihrem "Ich möchte nur zeigen, dass Frauen auch schlecht sind - aber die Männer eben noch immer ein Bisschen schlechter"-Film eigentlich ausdrücken wollte, denn so oder so kann aufgrund des Nichtkönnens in allen Belangen davon gar nichts beim Publikum ankommen.
Das Darstellerensemble passt sich dem unterirdischen Niveau des Filmes an, wobei einzig das Duo Viktor Giacobbo und Patrick Frey immer wieder mit derben Sprüchen zumindest den Hauch eines Lächelns provozieren können. Damit sind sie schon viel lustiger, als das restliche Ensemble während des kompletten Films, was gerade bei einer sogenannten Komödie auch schon für sich sprechen dürfte (und gleichzeitig bezeugt, dass hier jegliche satirischen Aspekte im Keim erstickt werden).
Auch wenn der Film nicht besonders lang ist, so möchte man ihn dennoch bereits nach wenigen Minuten abschalten können. So ist es wohl eine erfreuliche Nachricht, dass dieses Machwerk nicht mehr im Kino läuft, sondern auf DVD zu haben ist. Doch auch wenn es kein Problem darstellt in den heimischen vier Wänden einfach auf "Stop" zu drücken, so empfiehlt es sich dennoch, diese Scheibe erst gar nicht in seinen Besitz zu bringen. Schließlich sollte nur wer gerne wertvolle Lebenszeit vergeudet, sich auf die Suche nach den Räuberinnen machen.  Weitere interessante Filme
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