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Rat Race - Der nackte Wahnsinn

(Rat Race, 2001)

Dt.Start: 29. August 2002
DVD: 06. März 2003
Premiere: 30. Juli 2001 (USA)
FSK: ab 6 Genre: Komödie
Länge: 112 min Land: Kanada, USA
Darsteller: Seth Green (Duane Cody), Vince Vieluf (Blaine Cody), Breckin Meyer (Nick Schaffer), Amy Smart (Tracy Faucet), John Lovitz (Randy Pear), Jillian Marie (Kimberly Pear), Kathy Najimy (Bev Pear), Brody Smith (Jason Pear), John Cleese (Donald Sinclair), Cuba Gooding Jr. (Owen Templeton), Whoopi Goldberg (Vera Baker), Rowan Atkinson (Enrico Pollini), Wayne Knight (Zack)
Regie: Jerry Zucker
Drehbuch: Andy Breckman


Inhalt

Der exzentrische Casino-Besitzer Donald Sinclair möchte seinen reichen Gästen neue, originellere Wetten anbieten und organissiert daher ein Wettrennen mit echten Menschen als Teilnehmern. Sechs zufällig ausgewählte Personen schickt er auf die Jagd von Las Vegas nach Silver City, New Mexico wo eine Tasche mit $2 Millionen auf den Sieger wartet.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Rat Race - Der nackte Wahnsinn hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 17%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Thomas Brendel
Rat Race - Der nackte Wahnsinn hat eine Wertung von 17%

Es gibt Filme die sind in ihrer penetrant stumpfsinnigen Art so dermaßen nervig, daß sie einen während ihrer schier endlos dauernden Laufzeit richtig aggressiv machen. Rat Race - Der nackte Wahnsinn ist genau so ein Film, bringt er den Zuschauer doch ein ums andere mal an den Rand der Verzweiflung. Die Story ist eigentlich nicht erwähnenswert, da sie schließlich nur ein Vorwand ist, die einzelnen Witze in eine scheinbar geschlossene Handlung zu quetschen. Die Gags an sich sind etwa auf Kindergartenniveau angesiedelt und allesamt so witzig wie die nächtlichen Qualen eines brennenden Fußpilzes den man sich am Tag zuvor nichtsahnend im Freibad eingefangen hat. Da werden Kühe an Heißluftbalons gebunden, Organtransplantate durch die Gegend geworfen und Spritzfahrten in Adolf Hitlers Automobil unternommen. Die meisten Scherze bleiben dabei zwar noch oberhalb der Gürtellinie und sprengen nicht jegliche Grenzen des guten Geschmacks, sind aber trotzdem durchgehend primitiv blöd und unverschämt einfallslos.

Den Vorspann dieser Screwball-Comedy zieren eine Reihe von bekannten Namen, deren Träger größtenteils schon Erfahrungen im komödiantischen Bereich gesammelt haben. Doch bevor man sich durch diese Vielzahl von scheinbar renomierten Komikern blenden läßt, werfen wir doch lieber mal einen Blick auf deren Leistungen in diesem Film. Da wäre zum einen der gute alte Rowan Atkinson, der mir schon zu Mr.Bean Zeiten keinen einzigen Lacher entlocken konnte. In Rat Race - Der nackte Wahnsinn darf er sogar seinen Mund aufmachen, was er leider nur dazu nutzt, fast durchgehend den gleichen bescheuerten Satz von sich zu geben, der natürlich stets von seinen vollkommen übertriebenen Grimasen begleitet wird. Prädikat: Absolut unwitzig. Als nächstes haben wir John Lovitz im Angebot zu dessen größen Referenzen die Serie Saturday Night Live gehört, welche sich in den letzten Jahren mehr und mehr als Brutstätte talentloser Comedians etabliert hat. Lovitz steht seinen Kollegen in nichts nach und liefert in Rat Race - Der nackte Wahnsinn eine gekonnt unwitzige Performance ab.

John Cleese und Whoopie Goldberg kann man problemlos in einem Satz abhandeln, da sie in diesem Film kaum Gelegenheit bekommen, etwas von ihrem (in diesen beiden Fällen sogar durchaus vorhandenen) Talent zu zeigen. Aufgefüllt wurde die Besetzung mit Nachwuchsstars wie Breckin Meyer, Seth Green, Vince Vieluf und Amy Smart, die trotz teilweise äußerst kurzen Filmografien allesamt schon mal lustiger waren. Ein Mensch schießt jedoch wieder einmal den Vogel ab, indem er sich zum x-ten Mal in Folge zum kompletten Idioten macht: Cuba Gooding Jr. Scheinbar hat der Mann vor einigen Jahren einen Pakt mit den Teufel unterschrieben oder im Auftrag des Guinessbuches einen Rekordversuch gestartet, im Zuge dessen er die meisten miesen Filme aller Zeiten zu drehen versprach. Nach seinen blamablen Auftritten in Filmen wie Der Chill Faktor, Men of Honor, Instinct und Pearl Harbor liefert er auch diesmal ein teilweise dermaßen peinliches Overacting ab, daß man als Zuschauer echt losheulen könnte.

Abgesehen davon, daß keiner der Darsteller wirklich witzig ist bzw. sein darf, hat der Film sowieso viel zu viele Hauptdarsteller. Da die Handlung alle paar Minuten Ort und Hauptpersonen wechselt kommt eigentlich keiner der Charaktere so richtig zur Entfaltung. So ist man als Zuschauer gezwungen einer Reihe von schablonenhaft gezeichneten Figuren zu folgen zu denen man im Laufe der Geschichte keinerlei Beziehung entwickelt. Dadurch läßt es einen dann natürlich auch völlig kalt wenn diese Figuren von einem Mißgeschick ins nächste stolpern. Das völlige Abhandensein von witzigen Darstellern, liebenswerten Figuren oder originellen Gags ist allerdings gar nicht mal der Hauptgrund, weshalb mir dieser Film den letzten Nerv geraubt hat. Es ist vielmehr diese Unverfrorenheit mit der die Gags in Rat Race - Der nackte Wahnsinn in die Länge gezogen werden. Jede einzelne Pointe, nein ich übertreibe hier nicht, wirklich jede einzelne Pointe sieht man bereits mehrere Kilometer vorher kommen. Doch anstatt sie spätestens dann zu präsentieren, wenn sie auch der allerletzte im Kinopublikum erkannt hat, wird sie noch eine halbe Ewigkeit hinausgezögert und kann dann natürlich niemanden mehr überraschen oder gar erheitern, wenn sie denn endlich auf der Leinwand zu sehen bzw. zu hören ist. Diese nervenaufreibende Art und Wiese die ohnehin schon stupiden Gags zu präsentieren verpaßt Rat Race - Der nackte Wahnsinn meines Erachtens den Todesstoß und macht den Film absolut unerträglich.



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