Starkomiker Steve Carrel und Tina Fey absolvieren in Shawn Levys neuer Komödie ihr erstes Filmdate und erleben die Tücken einer Lüge sowie das wahre Großstadtleben bei Nacht. Viel Situationskomik und gewohnte Slapstick sorgen für solide Unterhaltung.
Shawn Levy, zuletzt als Regisseur für Nachts im Museum verantwortlich, präsentiert mit seinem neuen Film eine Verwechslungskomödie um ein Vorstadtehepaar. Phil und Clara leben vor den Toren New Yorks. Zeit füreinander haben sie kaum noch. Einzig die monatlichen Date Nights, bei denen sich beide einen Abend im Restaurant gönnen, lockern den Ehealltag auf. Doch richtige Abwechslung bieten auch diese Abende nicht, sind sie doch inzwischen mehr zu einem Muss geworden. Als sich beide entschließen, einen Abend im angesagtesten Lokal New Yorks zu verbringen, kommt unerwartet Schwung in ihre Beziehung.
Als Spontanentschließer begeben sich beide in das trendige Lokal und nehmen kurzentschlossen unter falschem Namen eine Reservierung an. Fortan sind sie die Tripplehorns. Doch die Notlüge des Paares wird natürlich sofort bestraft. Die Tripplehorns, im Besitz eines USB-Sticks mit brisanten Fotos, werden von Polizei und FBI gesucht. Für das Vorstadtpaar beginnt eine Nacht voller Verwechslungen und Verfolgungen quer durch New York.
Die recht vorhersehbare Handlung gewinnt ihren Reiz vor allem durch seine beiden Hauptdarsteller Steve Carell und Tina Fey, die derzeit im amerikanischen Fernsehen zu den bekanntesten Gesichtern zählen. Auch wenn Feys Spiel oftmals sehr überdreht erscheint, macht es Spaß, den Beiden bei ihrer rasanten Nacht in New York zuzusehen. Levy legt den Schwerpunkt vor allem auf Situationskomik, zu der leider auch Gags wie das ständige Stoßen an offenen Schubladen oder das Erbrechen auf Bürgersteige gehören. Anscheinend ist es in Amerika zudem eine Todsünde, die Reservierung nicht anwesender Menschen für sich zu beanspruchen. Immer wieder wird auf diesen Fauxpas hingewiesen.
Davon einmal abgesehen, entwickeln sich auch einige starke Dialoge und vor allem das hohe Tempo des Films lässt kaum Langeweile aufkommen. Zudem gibt es einige überraschende Kurzauftritte namhafter Darsteller wie Mark Ruffalo oder James Franco, wobei jedoch insbesondere Mark Wahlberg hervorgehoben werden muss. Als steinreicher Businessman mit Topfigur darf er oben ohne seinen Körper präsentieren und sich von Fey anschmachten lassen.
Alles in allem ist Date Night - Gangster für eine Nacht eine turbulente Verwechslungskomödie ohne hohen Anspruch. Einige Gags sind äußerst platt geraten, andere hätte man noch ausbauen können. Doch insgesamt kann der Film unterhalten und ist eine gute Ausgangslage für einen fröhlichen Abend.